04. Oktober 2018 / 08:50 Uhr

ZFC Meuselwitz zaubert sich gegen BFC Dynamo aus der Krise

ZFC Meuselwitz zaubert sich gegen BFC Dynamo aus der Krise

Jörg Wolf
Leipziger Volkszeitung
Sport MŠnner Fu§ball Fussball Regionalliga Saison 2018/ 19 Punktspiel
ZFC Meuselwitz - BFC Dynamo Berlin
Jubel Nikos Giannitsanis ZFC nach seinem Tor gegen den BFC
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Jubel bei Nikos Giannitsanis nach seinem Tor gegen den BFC Dynamo. © Mario Jahn
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Fußball-Regionalliga: Meuselwitz feiert zweiten 4:1-Erfolg nacheinander. Doppelpack von Giannitsanis

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Meuselwitz. Regionalligist ZFC Meuselwitz hat gestern dort weiter gemacht, wo er am Freitagabend aufgehört hatte. Nach der tadellosen Leistung beim SV Babelsberg, die mit einem 4:1-Sieg belohnt wurde, legte die Truppe von Heiko Weber daheim gegen den BFC Dynamo mit exakt dem gleichen Resultat nach. Ein völlig verdienter Sieg eines vor allem in der zweiten Halbzeit grandios aufspielenden ZFC, der auch in der Höhe vollauf verdient war.

Allerdings sind die Berliner bekanntermaßen alles andere als Laufkundschaft. Und dies zeigte sich speziell zu Beginn der Partie vor 603 Zuschauern. So gehörte die erste hochkarätige Chance den groß gewachsenen Gästen aus der Hauptstadt: Marc-Frank Brasnic tauchte in der zweiten Minute gefährlich vor ZFC-Keeper Chris Kroner auf. Sein Schuss ging aber an die Lattenoberkante. Erst tänzelte dort das Leder scheinbar unentschlossen, fiel dann aber ins Aus – Durchatmen bei den Hausherren.

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Endlich ein Sieg! Der ZFC Meuselwitz kann doch noch gewinnen, entscheidet die Partie gegen den BFC Dynamo deutlich mit 4:1 für sich. Zur Galerie
Endlich ein Sieg! Der ZFC Meuselwitz kann doch noch gewinnen, entscheidet die Partie gegen den BFC Dynamo deutlich mit 4:1 für sich. © Mario Jahn
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Im weiteren Spielverlauf entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, wobei die Berliner optisch einen Tick mehr vom Spiel zu haben schienen. Aber die Meuselwitzer befreiten sich mit der Zeit zunehmend und setzten eigene gefährliche Akzente. Und dann die 38. Minute: Romarjo Hajrulla, der schon in Babelsberg zweimal getroffen hatte, setzte zu einem unwiderstehlichen Solo durch das halbe Berliner Hälfte an und vernaschte Spieler um Spieler einschließlich Berlins Hüter Bernhard Hendl. Im langen Eck schlug der Ball zum 1:0 ein. Das gab den Hausherren logischerweise Auftrieb.

Die Hochstimmung hielt auch in der zweiten Halbzeit auf beeindruckende Weise an. Der ZFC kam heiß aus der Kabine. Auf dem Feld setzten sie diese Leidenschaft sogleich in Zählbares um. Herausragend dabei und fast nie durch die Berliner zu stellen waren dabei Rintaro Yajima und Nikolaos Giannitsanis. Wenn die beiden gemeinsam mit Andy Trübenbach zu Kontern ansetzten, brannte es lichterloh. Giannitsanis setzte in der 49. Minute per Kopf eine überlegte Bogenlampe, die hinter Keeper Hendl im Kasten zum 2:0 einschlug.

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Das vorentscheidende 3:0 ließ nicht mehr lange auf sich warten: Konter des ZFC in der 53. Minute: Andy Trübenbach traf erst den Pfosten, von dort sprang das Leder zurück ins Feld, wo Yajima lauerte und abstaubte. Jetzt war der Drops natürlich gelutscht. Aber die Meuselwitzer hatten weiter Bock auf Tore. Das 4:0 legte dann erneut Giannitsanis in der 64. Minute nach und brach dem BFC damit endgültig das Genick. Die Hausherren hatten die Partie klar im Griff und zelebrierten regelrechten Zauberfußball in einem insgesamt begeisternden Spiel. Gut, das 1:4 durch David Malembana in der 84. Minute fiel auch noch. Aber das war nur noch Ergebniskosmetik und störte auf Seiten des ZFC keinen mehr.

Berlins Trainer René Rydlewicz war nach dem Spiel ziemlich bedient: „Wir haben den ZFC bei seinem starken Auftritt gegen Babelsberg beobachtet und gesehen, dass ihre Stärke im Umkehrspiel liegt. Einen entsprechenden Plan dagegen hatten wir und den auch trainiert. Heute schaue ich einigermaßen fassungslos auf meinen Zettel und sehe: erstes, zweites, drittes und viertes Tor fielen nach Kontern. Mir fehlen jetzt erst einmal die Worte. Das werden wir morgen auswerten.“

Heiko Weber hingegen war rundum zufrieden: „So wie mein Kollege saßen wir hier zuletzt (nach dem 1:3 gegen Fürstenwalde, d. Red.). So wie vor zwei Wochen konnten wir nicht weiterspielen. Es galt zu reagieren. Zwar hat uns der BFC alles abverlangt und hatten wir auch mal Glück. Aber heute sind wir unglaublich viel gelaufen, haben gefightet und nach der Halbzeitpause zwei Supertore herausgespielt. Wir dürfen nie aufgeben, müssen die Ruhe behalten und weiter so zusammenhalten. Denn auch in den kommenden Spielen wird es nicht leichter“, so der Meuselwitzer Trainer.

ZFC Meuselwitz: Kroner; Albert (73. Andreopoulos), le Beau, Ernst, Raithel, Stenzel, Bürger, Giannitsanis (80. Rudolph), Yajima, Trübenbach (87. Beiersdorf), Hajrulla.

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