18. Juli 2020 / 19:14 Uhr

Zidane lässt nach Real-Meisterschaft Zukunft offen: "Keiner weiß, was passieren wird"

Zidane lässt nach Real-Meisterschaft Zukunft offen: "Keiner weiß, was passieren wird"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Zinedine Zidane kokettiert nach der erneuten Meisterschaft mit Real Madrid mit einem möglichen Abschied.
Zinedine Zidane kokettiert nach der erneuten Meisterschaft mit Real Madrid mit einem möglichen Abschied. © imago images/Montage
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Unter Zinédine Zidane konnte Real Madrid erstmals seit 2017 wieder die Meisterschaft in Spanien eintüten. Der Weltmeister steht noch bis 2022 unter Vertrag, ist aber seit seiner ersten Zeit bei den "Königlichen" für überraschende Rücktritte bekannt. Auf die Frage nach einem erneuten frühzeitigen Abschied reagierte Zidane nun defensiv.

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Nach der ersten Meisterschaft für Real Madrid seit drei Jahren wurde Zinedine Zidane auf Händen getragen und von Spielern und den Klubbossen wie ein "Messias" gefeiert. Der Franzose hat den Klub wieder nach oben geführt – nachdem er im März 2019 zu Real zurückgekehrt war. Das Erfolgserlebnis hat die spanischen Journalisten zu pikanten Nachfragen animiert: Hört Zidane wie schon vor zwei Jahren wieder auf, wenn es am schönsten ist? Das wurde der Franzose am Sonntag auf der Pressekonferenz vor dem letzten Ligaspiel der bereits als Champion der La Liga feststehenden Madrilenen gegen Leganés (Sonntag/21 Uhr) gefragt. Seine Antwort war wenig eindeutig.

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"Keiner weiß, was passieren wird", sagte der 48-Jährige. "Also spreche ich nicht vom nächsten Jahr. Ich habe einen Vertrag und ich fühle mich hier wohl, mir gefällt, was ich tue." Der Kontrakt des in Marseille geborenen Weltmeisters von 1998 läuft noch bis 2022. So weit voraus will er jedoch noch nicht denken. "Der Fußball ändert sich von Tag zu Tag. Ich weiß nicht, was in Zukunft passieren wird. Ich bin hier, ich genieße es und wir werden sehen, wie lange es anhält."

Zidane hatte Real vor zwei Jahren mit seinem überraschenden Rücktritt nach dem Titelgewinn in der Champions League in ein tiefes Chaos gestürzt. Den Franzosen, der zuvor dreimal in Folge die Königsklasse gewinnen konnte, ersetzten Julen Lopetegui und Santiago Solari nicht gleichwertig. Madrid schmierte ab und rief nach seinem Heilsbringer, der im März 2019 schließlich wieder auf seinen alten Trainerposten zurückkehrte. Nach der Meisterschaft soll nun auch die Champions League wieder nach Madrid kommen.

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Ob das gelingt, ist allerdings fraglich. Real muss zunächst die 1:2-Heimniederlage aus dem Achtelfinal-Rückspiel gegen Manchester City und Trainer Pep Guardiola aufholen. In einem möglichen Viertelfinale würden die Spanier dann auf Olympique Lyon oder Juventus Turin treffen. Für Zidane und die Madrilenen könnte es damit gegen Ex-Star Cristiano Ronaldo gehen, der von 2009 bis 2018 für den Klub spielte.