25. Juli 2021 / 16:07 Uhr

Ziel erreicht: HSG Nord Edemissen bleibt unter 30 Gegentoren

Ziel erreicht: HSG Nord Edemissen bleibt unter 30 Gegentoren

Hartmut Butt
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Alexander Marquart auf dem Weg zum 2:14. 
Alexander Marquart auf dem Weg zum 2:14. © Hartmut Butt
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Drittes Testspiel für die Landesliga-Handballer der HSG Nord Edemissen, und nur drei eigene Treffer in der ersten Halbzeit: Zu viel Respekt. In der zweiten wurde es aber besser, obwohl der Gegner Hannover-Burgwedel aus der dritten Liga kommt. 

Endlich wieder Handball mit Zuschauern. Die Freude war Aktiven, Verantwortlichen und Zuschauern gleichermaßen anzumerken. Und dann durften sich die Landesliga-Handballer der HSG Nord Edemissen auch noch mit einem Drittligisten messen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Lediglich mit 16 Toren Differenz zog der Außenseiter den Kürzeren gegen das Team von Handball Hannover-Burgwedel.

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*HSG Nord Edemissen – Handball Hannover-Burgwedel 13:29 (3:16). * „Das Spiel ist unkompliziert zustande gekommen“, sagt Edemissens Spielertrainer René Scherbanowitz. Ein Spieler in seinem Team hatte die Kontaktdaten von Burgwedels Spielertrainer Marius Kastening organisiert und Scherbanowitz Kontakt zu Kastening aufgenommen. „Er hat unsere Einladung sofort angenommen“, ergänzt der HSG-Coach.

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„Für uns war es eine kurze Anreise und etwas Abwechslung für meine Spieler im Trainingsalltag“, sagte Kastening. Die Gäste sind erst seit knapp zwei Wochen im Training. Die Begegnung in Edemissen war das erste Vorbereitungsspiel für den Drittligisten. Edemissen ist bereits eine Woche länger im Training und hat auch schon zwei Testspiele in den Knochen. Die Scherbanowitz-Riege verlor beim Oberligisten SG Börde Handball und siegte gegen den Regionsligisten HSG Müden/Seershausen.

„Ein Spiel gegen einen Drittligisten ist natürlich etwas Besonderes“, sagte Scherbanowitz. Das hat er im Vorfeld versucht, seinen Spielern klar zu machen. „Wir können befreit aufspielen, haben nichts zu verlieren“, sagt der HSG-Coach.

Der Respekt war in der ersten Viertelstunde trotzdem sehr groß. Die Gastgeber taten sich gegen den Drittligisten schwer, eine Lücke in der Abwehr zu finden. Es dauerte 18 Minuten, bevor Maximilian Görl zum 1:13 traf. Bis zur Pause gesellten sich noch zwei Tore hinzu.

„Wir hätten durchaus den einen oder anderen Treffer mehr in Halbzeit eins erzielen können“, meinte der Übungsleiter. Doch die Latte und unpräzise Zuspiele verhinderten weitere Tore. Auch Burgwedel hätte mehr Treffer erzielen können, doch Edemissens Torhüter Daniel Flörke stand mehrfach Torerfolgen im Wege.


„In der Halbzeit habe ich den Jungs gesagt, dass wir mit weniger Respekt agieren und mutiger sein müssen“, sagte Scherbanowitz. Das taten seine Mitspieler auch. Im Tor stand nun Finn Yannes Arlt, der ebenfalls eine starke Partie ablieferte. Hinzu kam, dass die Edemissener im Abschluss konsequenter als vor der Pause agierten.

„Mein Wunsch war, dass wir unter 30 Gegentoren bleiben. Das haben wir geschafft. Ich bin insgesamt zufrieden mit unserem Auftritt. Der macht Mut für die kommenden Wochen“, bilanzierte Scherbanowitz. Gästetrainer Marius Kastening war mit dem Auftritt seiner Mannschaft in Halbzeit zwei nicht zufrieden. „Da hatte ich mir eine stärkere Vorstellung gewünscht. Ansonsten war es ein angenehmer Handball-Abend. Wir haben uns in Edemissen sehr wohlgefühlt. Es war eine sehr angenehme Atmosphäre“, sagte der Bruder des Nationalspielers Timo Kastening.

HSG Nord Edemissen: Flörke, Arlt – Görl (4), Hoffmann (3/1), Lennart Rauls (2), Niklas Rauls (1), Marquart (1), Schwerdtner (1), Bauschmann (1), M. Streit, Henning, Scherbanowitz.

Von Hartmut Butt