28. Juli 2020 / 17:23 Uhr

Ziel Klassenverbleib für den SV Warnemünde: „Liga ist ungemein stark geworden"

Ziel Klassenverbleib für den SV Warnemünde: „Liga ist ungemein stark geworden"

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Warnemündes Neuzugang Marco Sander ist um Ballkontrolle bemüht.
Warnemündes Neuzugang Marco Sander ist um Ballkontrolle bemüht. © Johannes Weber
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Der Verbandsligist stellt sich auf eine schwierige Saison ein. Vier neue Spieler sollen das Team verstärken.

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Für einige Teams stellt das schwierige zweite Jahr nach dem Aufstieg eine große Herausforderung dar. In der gleichen Situation befindet sich momentan der SV Warnemünde in der Fußball-Verbandsliga. Die Ostseebadkicker wissen, dass ihnen trotz nur 14 Teams in der höchsten MV-Spielklasse eine knifflige Spielzeit bevorsteht. Das betont auch SVW-Coach Eckerhard Pasch: „Die Liga ist ungemein stark geworden. Den Klassenverbleib zu schaffen, wird schwer genug."

Nach dem Aufstieg im Sommer 2019 schlossen die Warnemünder die wegen der Corona-Pandemie vorzeitig beendete Saison 2019/20 auf dem elften Tabellenplatz. Dank eines ordentlichen Starts (13 Punkte aus den ersten acht Spielen) entfernten sich die Reds schnell von den Abstiegsrängen und kamen diesen niemals richtig nahe. Auf einen ähnlichen Verlauf hofft Pasch für die neue Spielzeit. „Wir versuchen unseren Platz in der Liga zu verteidigen und wollen nichts mit dem Abstieg zu tun haben."

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Erfreulich ist aus Warnemünder Sicht, dass der Kader zusammengeblieben ist. Lediglich Lucas Leutert, der aufgrund eines Kreuzbandrisses nur vier Mal zum Einsatz gekommen war, verließ das Team in Richtung des Landesligisten Doberaner FC. „Wir sind froh, den Kader zusammengehalten zu haben. Da sind wir den Jungs auch sehr dankbar für, da es in der fußballlosen Zeit die eine oder Anfrage gegeben hat", kommentiert Pasch, der seit Januar 2017 den SVW coacht.

Mit Marco Sander (30) vom Landesliga-Team des FSV Blau-Weiß Greifswald holten die Warnemünder einen routinierten Mittelfeldspieler, der offensiv ausgerichtet ist. Ein weiterer Neuzugang ist Florian Teetje Klotzsch, der zuletzt für die SG Warnow Papendorf in der Landesklasse aufgelaufen war. Pasch sieht den ehemalige Hansa-Nachwuchsspieler als „Riesenverstärkung". Allerdings wird Klotzsch dem SVW aus privaten Gründen noch ein wenig fehlen. Mit Offensivakteur Alvaro Nagel Diaz (zurück nach Auslandsjahr in Amerika) und Flügelkicker Tim Sandau (BSG Retschow) ergänzen zwei junge Spieler das Aufgebot des Verbandsligisten. „Alvaro hat schon unter Beweis gestellt, dass er ein guter Mann ist. Tim ist ein junger Spieler, der noch einen Augenblick braucht und den wir langsam heranführen wollen", sagt Pasch über seine Neuen.

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Seit mehr als drei Wochen schuften die Ostseekicker für die neue Saison. Neben Einheiten auf dem Platz trainieren die Warnemünder gelegentlich auch am Strand. In kleinen Schritten will Pasch seine Mannschaft voranbringen. Die Ergebnisse in den bisherigen drei Testspielen sind für ihn zweitrangig. Nach dem 0:1 beim Verbandsliga-Absteiger TSV Bützow gab es für den SVW am vergangenen Wochenende im Trainingslager in Güstrow eine Niederlage gegen die SG Wöpkendorf (1:2) und ein Remis gegen die SG Empor Richtenberg (2:2).

„Ich traue unseren Jungs zu, ein weiteres Jahr in der Verbandsliga zu bestehen, da die Qualität vorhanden ist", hat Pasch viel Vertrauen in sein Team. Mit den Warnemündern wird er am kommenden Sonnabend um 14 Uhr daheim gegen den FSV Blau-Weiß Greifswald testen. Pflichtspielstart ist für den SVW am 22./23. August in der ersten Landespokalrunde bei der SpVgg Cambs-Leezen (Landesliga West). Eine Woche später steigt der Liga-Auftakt auswärts beim favorisierten FC Mecklenburg Schwerin.