05. August 2020 / 10:44 Uhr

Ziele, Transfers, Fans: So plant der FC Bayern München offenbar bis zum Jahr 2030

Ziele, Transfers, Fans: So plant der FC Bayern München offenbar bis zum Jahr 2030

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der FC Bayern München will auch in den kommenden Jahren die Nummer eins sein.
Der FC Bayern München will auch in den kommenden Jahren die Nummer eins sein. © Hans Rauchensteiner/Pool via Peter Schatz/FC Bayern/imago images/Ulmer
Anzeige

Der FC Bayern München will seine Vormachtstellung in Deutschland und Europa in den kommenden Jahren weiter ausbauen. Nach Informationen der "Sport Bild" arbeitet der Rekordmeister deshalb gerade ein Konzept mit dem Titel "Strategie 2030" aus. Langfristiges Ziel ist Stabilität auf allen Ebenen.

Anzeige

Aktuell schickt sich der FC Bayern München in der Champions League an, das nächste Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokal und eben der Königsklasse nach 2013 zu sichern. Die Welt des Rekordmeisters ist spätestens seit der Ernennung von Hansi Flick zum Cheftrainer wieder in Ordnung - und erfolgreich. Damit dies auch in den kommenden zehn Jahren so bleibt, haben die Bayern-Bosse um Aufsichtsratsmitglied Oliver Kahn und Klub-Präsident Herbert Hainer ein Konzeptpapier mit dem Titel "Strategie 2030" erstellt. Das berichtet die Sport Bild. Zentrale Punkte wie Titel-Vorgaben, die Transfer-Politik und Fannähe seien darin verankert.

Anzeige
Mehr vom SPORTBUZZER

Das Konzept, das bereits 50 Seiten lang sein und im September veröffentlicht werden soll, lege dem Bericht zufolge die Marschroute des FCB fest - und habe ein dauerhaftes Ziel fest formuliert: Der FC Bayern müsse weiterhin alles dafür tun, um dauerhaft unter den Top-5-Klubs in Europa zu stehen, soll ein Kernpunkt der neuen Bayern-Strategie sein. In den vergangenen Jahren klappte das nur bedingt. Im Vorjahr schieden die Münchener unter Ex-Trainer Niko Kovac bereits im Achtelfinale der Champions League aus. Zuvor hatte der FCB (mit Ausnahme der Saison 2016/17, wo im Viertelfinale Endstation war) seit 2012 jeweils mindestens das Halbfinale erreicht.

Weiterhin wolle der FC Bayern wirtschaftlich gesund bleiben - und die finanzielle Stabilität nicht für teure Transfers opfern. So werde der Double-Gewinner der aktuellen Saison weiterhin nicht mehr Geld ausgeben, als er erwirtschaften kann. Schulden aufnehmen für Transfers? Ausgeschossen. Was aber nicht bedeutet, dass der FCB auf Top-Spieler verzichten wird, wie Präsident Hainer noch Anfang Mai bekräftigte: "Unser Ziel ist, immer eine Mannschaft zu haben, die die Champions League gewinnen kann. Dazu haben wir den Jugendbereich ausgebaut. Zudem werden wir versuchen, Jahr für Jahr einen internationalen Star zu holen. Das werden wir schaffen", meinte der 66-Jährige im Kicker. Mit Leroy Sané, der für etwa 50 Millionen Euro von Manchester City zum FCB gewechselt ist, haben die Bayern das Versprechen in diesem Jahr zumindest gehalten.

50 ehemalige Bayern-Spieler und was aus ihnen wurde

Roque Santa Cruz, Bastian Schweinsteiger, Mario Götze: Was wurde aus den ehemaligen Spielern vom FC Bayern? Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt 50 Ex-Profis der Münchner – und was sie jetzt machen. Zur Galerie
Roque Santa Cruz, Bastian Schweinsteiger, Mario Götze: Was wurde aus den ehemaligen Spielern vom FC Bayern? Der SPORTBUZZER zeigt 50 Ex-Profis der Münchner – und was sie jetzt machen. ©

Gleichzeitig setzt der Rekordmeister dem Strategiepapier zufolge weiter auf die Fans, die im Mittelpunkt stehen sollen. Diese dürften nicht vergrault werden, ist es doch der Anspruch, dass die Allianz Arena mit ihren knapp über 75.000 Plätzen bei allen Heimspielen ausverkauft bleibt. Zuletzt hatte es zwischen den Bayern und ihren Fans immer wieder Reibereien gegeben. Zuletzt kam es im Skandalspiel zwischen der TSG Hoffenheim und dem FC Bayern (0:6) Ende Februar zu einem Eklat, als einige Bayern-Anhänger Hassplakate gegen Mäzen Dietmar Hopp zeigten.

Wie der Sport Bild berichtet, will sich der FC Bayern unter der neuen Führung von Kahn, der Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge im Jahr 2022 beerben wird, und Präsident Hainer auch von der Politik eines Uli Hoeneß abgrenzen. Der Ex-Präsident habe immer kurzfristig auf Krisen reagiert und aus dem Bauch entschieden, heißt es. Mit dem Konzeptpapier wolle der FC Bayern nun langfristig planen und sich unabhängiger vom Ehrenpräsidenten machen.