12. März 2019 / 09:40 Uhr

Internationale Pressestimmen: Real Madrid holt Zidane - "Die Rückkehr des Königs"

Internationale Pressestimmen: Real Madrid holt Zidane - "Die Rückkehr des Königs"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Zinedine Zidane kehrt zu Real Madrid zurück - das völlig überraschende Comeback sorgt auch in der Medienwelt für ein breites Echo. Der <b>SPORT</b>BUZZER fasst die besten Reaktionen zusammen.
Zinedine Zidane kehrt zu Real Madrid zurück - das völlig überraschende Comeback sorgt auch in der Medienwelt für ein breites Echo. Der SPORTBUZZER fasst die besten Reaktionen zusammen. © imago/ZUMA Press
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Zinedine Zidane ist wieder Trainer von Real Madrid - nur 284 Tage, nachdem er bei den "Königlichen" zurückgetreten war. Die internationalen Medien reagieren geschockt und euphorisiert, der SPORTBUZZER fasst die besten Schlagzeilen zusammen.

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„Zizou“ muss es wieder richten: Gut neun Monate nach seinem Rücktritt als Trainer von Real Madrid kehrt Zinedine Zidane völlig überraschend zum kriselnden spanischen Rekordmeister zurück. Die Absetzung des bisherigen Coaches Santiago Solari und die Verpflichtung des 46 Jahre alten Franzosen wurden auf einer Vorstandssitzung am Montagabend abgesegnet, wie der Club von Toni Kroos und Kapitän Sergio Ramos mitteilte. Zidane, der einen Vertrag bis 2022 unterschrieb, übernimmt bereits am Dienstag das Training. „Ich will den Klub wieder dorthin bringen, wo er hingehört“, sagte Zidane auf einer Pressekonferenz am Montag.

Die internationale Presse reagierte ebenso geschockt wie viele Fans auf die Rückkehr Zidanes zu Real Madrid. Der SPORTBUZZER zeigt die besten Medienreaktionen aus Spanien, Frankreich, England und Deutschland in der Bildergalerie. Was schrieben Marca, As, L'Equipe und die Daily Mail zum unerwarteten Comeback? Klickt Euch durch!

Internationale Pressestimmen: Zidane kehrt zurück! "Umbruch bei Real Madrid"

Zinedine Zidane kehrt zu Real Madrid zurück - das völlig überraschende Comeback sorgt auch in der Medienwelt für ein breites Echo. Der <b>SPORT</b>BUZZER fasst die besten Reaktionen zusammen. Zur Galerie
Zinedine Zidane kehrt zu Real Madrid zurück - das völlig überraschende Comeback sorgt auch in der Medienwelt für ein breites Echo. Der SPORTBUZZER fasst die besten Reaktionen zusammen. ©

Real Madrid erlebte eine restlos enttäuschende Saison

Klubboss Florentino Pérez zog mit dem Trainertausch die Konsequenzen aus einer restlos enttäuschenden Saison. Als Titelverteidiger schied Real bereits im Achtelfinale der Champions League gegen Außenseiter Ajax Amsterdam kläglich aus. In der Liga haben die Königlichen zwölf Punkte Rückstand auf den Erzrivalen FC Barcelona, an dem sie auch im Pokal scheiterten.

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Eine ordnende Hand ist dringend notwendig. Wie Anfang 2016, als Zidane den erfolglosen Rafa Benítez ablöste, wird er erneut als Krisenmanager geholt. Nur, dass er seinerzeit als Coach des B-Teams ein Anfänger in der Trainerzunft war. Diesmal kommt er als bewährter Motivationskünstler. Er sei sehr glücklich, „wieder zu Hause zu sein“, und habe „große, sehr große Lust, morgen die Arbeit wieder aufzunehmen“, sagte Zidane.

Zidane gewann in zweieinhalb Jahren als Real-Madrid-Trainer neun Titel

In nur zweieinhalb Jahren als Chefcoach der Madrilenen gewann Zidane nicht weniger als neun Titel, darunter als erster Trainer der Fußballgeschichte drei Mal in Serie die Champions League. Der Mann aus Marseille war zum Ende der vergangenen Saison zurückgetreten. Damals hatte er als Grund für seine Entscheidung von „natürlichen Abnutzungserscheinungen“ gesprochen.

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Die galten damals wohl nicht nur für ihn. Der Weltmeister von 1998, der bei Real in den 2000er Jahren auch als Profi glänzte, sah wohl das Unheil kommen. Die erfolgsverwöhnten Stars um Kroos, Ramos, Weltfußballer Luka Modric, Gareth Bale und Karim Benzema konnten diese Saison nach dem Weggang von Zidane und nach dem Wechsel von Superstar Cristiano Ronaldo zu Juventus Turin nur selten an die Leistungen früherer Jahre anknüpfen.

Höhepunkt der Real-Krise wurde vor wenigen Tagen erreicht

Der Höhepunkt der Krise wurde vor wenigen Tagen erreicht. Innerhalb von nur sechs Tagen scheiterte Real durch Heimpleiten gegen Barcelona (0:3) und Ajax (1:4) sowohl im spanischen Pokal als auch in der Champions League. In diese kurze Zeitspanne fiel auch eine 0:1-Liga-Heimniederlage gegen Barça, mit der man praktisch auch alle Chancen auf den Liga-Titel verspielte. Anschließend hatte es Reibereien gegeben, unter anderem zwischen Sergio Ramos und Klubboss Perez, die aneinander gerieten.

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Nach dem Rücktritt Zidanes hatten die Königlichen im Juni 2018 den damaligen Nationaltrainer Julen Lopetegui verpflichtet - der daraufhin vom erbosten spanischen Verbandsboss Luis Rubiales kurz vor WM-Beginn in Russland des Amtes enthoben wurde. Bei Real musste Lopetegui schon Ende Oktober wegen Erfolglosigkeit wieder gehen. Nachfolger Solari - bis zu seiner Beförderung Trainer der B-Mannschaft - blieb am Ende nur gut vier Monate im Amt. Ihm bot Real an, im Klub zu bleiben und eine andere Aufgabe zu übernehmen.

Neben Zidane waren auch andere Trainergrößen wie der derzeit arbeitslose frühere Real-Coach José Mourinho, Tottenhams Mauricio Pochettino und Massimiliano Allegri von Juventus im Gespräch gewesen. Als Kandidaten waren auch zwei Deutsche gehandelt worden: Jürgen Klopp vom FC Liverpool und Nationaltrainer Joachim Löw.

Hier abstimmen: Zidane - Rückkehr - die richtige Entscheidung?

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