02. November 2019 / 21:07 Uhr

Zingu-Verletzung überschattet Rathenower Niederlage (mit Galerie und Video)

Zingu-Verletzung überschattet Rathenower Niederlage (mit Galerie und Video)

Christoph Laak
Märkische Allgemeine Zeitung
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Robin Techie-Menson (r.) feierte sein Startelf-Debüt und machte seine Sache hinten rechts durchaus ordentlich. Die Partie wurde allerdings durch die schwere Verletzung von Glody Zingu, der ins Krankenhaus gebracht werden musste, überschattet (kl. Foto). © Christoph Laak
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Regionalliga Nordost: Optik Rathenow unterliegt der BSG Chemie Leipzig mit 0:1 und muss einen weiteren Verletzten verkraften.

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Plötzlich war es mucksmäuschenstill am Rathenower Vogelgesang. Auch die Fans der BSG Chemie Leipzig, die ihre Mannschaft über die komplette Spielzeit lautstark unterstützten, verstummten. Nach einem Kopfball-Duell zwischen Glody Zingu und Tommy Kind, bei dem beide Spieler übel mit den Köpfen zusammenrasselten, blieb der Rathenower bewusstlos liegen, musste noch auf dem Feld umgehend ärztlich versorgt werden und wurde nach dem Spiel zur Vorsorge ins Krankenhaus gefahren werden. Doch kurze Zeit nach dem Spiel gab es zumindest leichte Entwarnung.

In Bildern: Optik Rathenow unterliegt Chemie Leipzig denkbar knapp mit 0:1.

Beide Teams schenkten sich nichts. Tommy Kind brachte die Leipziger (in Grün) durch einen fragwürdigen Strafstoß in Führung. Diese sollte bis zum Ende Bestand haben. Zur Galerie
Beide Teams schenkten sich nichts. Tommy Kind brachte die Leipziger (in Grün) durch einen fragwürdigen Strafstoß in Führung. Diese sollte bis zum Ende Bestand haben. © Christoph Laak
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„Ich war gerade am Krankenwagen, Glody war ansprechbar, auch wenn er nicht richtig bei sich war“, erklärte der diesmal verletzt fehlende Marc Langner, der sich fast genau vor einem Jahr eine schwere Kopfverletzung beim Auswärtsspiel in Halberstadt zugezogen hatte. „Hoffentlich hat er sich nichts im Gesicht gebrochen“, so Marc Langner. Und die Chemie-Fans bewiesen nach der Aktion, die gut zehn Minuten vor dem Spielende stattfand, ein feines Gespür für die Situation, hatten Zingu aufmunternde Gesänge zukommen lassen, als dieser mit der Trage vom Spielfeld gebracht werden musste.

822 Zusschauer sehen ein Duell auf Augenhöhe

Zuvor hatten die 822 Zuschauer ein Spiel gesehen, in dem beide Mannschaften auf Augenhöhe agierten. Zwar hatten die Gäste nach sieben Minuten eine erste gute Möglichkeit, Lucas Hiemann kratzte den Schuss von Florian Schmidt aber gerade noch von der Linie. Ansonsten blieb es auf beiden Seiten bei viel Stückwerk, konnten sich die Offensivreihen nicht richtig in Szene setzen. Für Optik hatte Süleyman Kapan die beste Gelegenheit, sein Schuss wurde aber abgeblockt, ehe er richtig gefährlich werden konnte.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff gingen die Gäste dann doch noch in Führung. Alexander Bury zog in den Strafraum, wurde leicht berührt und bekam dafür einen zumindest fragwürdigen Foulstrafstoß zugesprochen. „Den darfst du nicht geben, insgesamt hat mir der Schiedsrichter nicht gut gefallen“, erklärte Optik-Trainer Ingo Kahlisch nach der Partie. Leipzigs Tommy Kind trat an, Lucas Hiemann war zwar noch dran, konnte den Ball aber nicht mehr entscheidend ablenken (40.).

Adewumi-Kracher klatscht nur an die Latte

Nach dem Seitenwechsel wurde Rathenow besser. Phasenweise drückte man die Gäste auch hinten rein. Richtig gefährlich wurde es lange Zeit aber nicht. Erst ein Schuss von Kevin Adewumi aus dem Rückraum, der im Anschluss an eine Ecke an die Latte klatschte, sorgte für Torgefahr. In der Folge versuchte es Optik vornehmlich aus der Distanz. Jerome Leroy verzog jedoch und Schüsse von Süleyman Kapan sowie Glody Zingu kamen zu zentral und waren somit keine große Herausforderung für Chemie-Schlussmann Benjamin Bellot.

Kurz vor Schluss ereignete sich dann eingangs erwähnte Szene, den Rathenowern war in der Folge der Schock sichtlich anzumerken. Zwar rannten und kämpften die Hausherren in den Schlussminuten, wirklich gefährlich sollte es aber nicht mehr werden und der FSV Optik musste nach dem 0:4 in Nordhausen die zweite Niederlage in Folge hinnehmen.

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„Ich wollte mich ja eigentlich nicht mehr aufregen, aber die Schiedsrichter-Leistung war einfach schlecht. Nach so einem Spiel rückt das aber in den Hintergrund, die Gesundheit von Glody ist einfach wichtiger“, so Ingo Kahlisch.

Das sagen Ingo Kahlisch und Miroslav Jagatic zum Spiel

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