22. Mai 2021 / 17:30 Uhr

Zittersieg gegen Spandau: Waspo 98 kann schon am Sonntag den Titel verteidigen

Zittersieg gegen Spandau: Waspo 98 kann schon am Sonntag den Titel verteidigen

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Aleksandar Radovic freut sich über einen Waspo-Treffer.
Aleksandar Radovic freut sich über einen Waspo-Treffer. © Debbie Jayne Kinsey
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Im zweiten Spiel der Finalserie steigt wieder Waspo 98 Hannover siegreich aus dem Wasser. Die Wasserballer von Trainer Karsten Seehafer gewinnen das erste Duell in Berlin mit 9:8. Ein Sieg gegen Spandau 04 am Sonntag würde den Titel bedeuten.

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Die Bundesliga-Wasserballer von Waspo 98 haben das zweite Spiel der Finalserie bei den WF Spandau 04 mit 9:8 (1:2, 3:0, 0:2, 5:4) gewonnen. Damit steht es 2:0. Am Sonntag geht es in der Schöneberger Schwimmhalle weiter, Waspo greift um 14 Uhr nach dem Titel. Es wäre die erste gelungene Titelverteidigung für Hannover. "Wir sind einfach besser besetzt. Jorn Winkelhorst und Petar Muslim haben zur richtigen Zeit zugeschlagen. Das dies möglich war, lag nur an einer überaus gut agierenden Defensive mit einem sehr starkem Moritz Schenkel", resümierte Waspo-Coach Karsten Seehafer.

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Nach dem 12:6 für Waspo im ersten Vergleich in Hannover war es diesmal deutlich enger. Waspo ging zwar durch Darko Brguljan in Führung, der Pokalsieger schlug aber zweifach zurück. Im zweiten Abschnitt glückte Fynn Schütze ein Doppelschlag zum 3:2 für den Titelverteidiger. Ivan Nagaev erhöhte auf den Halbzeitstand von 4:2.

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Schenkel hält Waspo im Spiel

Nach dem Seitenwechsel ging wenig für Waspo, der starke Torhüter Moritz Schenkel verhinderte mit etlichen Paraden zumindest, dass Spandau zu mehr als zum Ausgleich kam. In den vierten Durchgang, der ein wilder wurde, startete Waspo mit dem Treffer von Jorn Winkelhorst, der sich am Center durchsetzte und dem Torhüter über den Kopf warf. Es hieß 5:4. Wenig später foulte der Niederländer völlig unnötig Spandaus Dimitri Kholod, doch die Berliner vergaben in Überzahl etwas überhastet.



Im nächsten Angriff zeigte Waspo-Kapitän Aleksandar Radovic, wie es gemacht wird. Er wurde nicht angegriffen und traf zum 6:4 ins Eck. Mateo Cuk schlug für Spandau aber postwendend zurück, es blieb spannend. Bei der nächsten Strafzeit gegen Berlin traf Winkelhorst nur die Querlatte, prompt glich Kholod zum 6:6 aus. Noch knapp vier Minuten blieben zu spielen.

Dann jubelte erneut Winkelhorst, er ballte beide Fäuste nach seinem Tor zum 7:6. Sekunden später brüllte Schenkel, allerdings vor Freude. Brguljan erwischte einen Abpraller vom Pfosten schneller als der Verteidiger und holte einen Strafwurf heraus. Petar Muslim verwandelte zum 8:6. Aber Waspo war noch nicht durch, eine Minute vor Schluss besorgte Kholod den Anschluss. Dann zeigte Muslim seine Klasse, der Allrounder und Olympiasieger mit Kroatien setzte sich zentral durch und markierte per Flachwurf das entscheidende 9:7. Der Strafwurf für Spandau - genutzt von Kholod - zum 8:9 störte nicht mehr. Acht Sekunden blieben, dann war der Jubel bei Waspo riesig.

Gutes Omen für Waspo

Die dritte Partie der Finalserie wird im Livestream übertragen auf waterpolo.stream. "Morgen geht es bei 0:0 los", sagte Seehafer. Gutes Omen für Waspo: Noch nie hat eine Mannschaft in der Finalserie einen 0:2-Rückstand zu drehen vermocht.