19. Januar 2020 / 19:59 Uhr

Zocken vor Riesenkulisse: Viele begeisterte Zuschauer beim 2. NFV-E-Football-Cup in der Swiss Life Hall

Zocken vor Riesenkulisse: Viele begeisterte Zuschauer beim 2. NFV-E-Football-Cup in der Swiss Life Hall

Robin Schwitzer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die SG Wehrstedt/Salzdetfurth gewinnt den 2. NFV-E-Football-Cup in der Swiss Life Hall.
Die SG Wehrstedt/Salzdetfurth gewinnt den 2. NFV-E-Football-Cup in der Swiss Life Hall. © Stefan Zwing
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Vor so einer Kulisse haben sie noch nie gezockt! Bei der zweiten Auflage des NFV-E-Football-Cups wurde es in der Swiss Life Hall richtig voll. Zum Sieger des Mega-Events krönte sich die SG Wehrstedt/Salzdetfurth.

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192 Gamer, 96 Duos, 48 Bildschirme, 24 Konsolen: Es war richtig voll auf dem Kunstrasen in der Swiss-Life-Hall. Wo tags zuvor die Bezirksligakicker des TuS Davenstedt sensationell den Titel des SPORTBUZZER Masters 2020 präsentiert von TOTO - der Fußballwette von LOTTO feierten, kämpfen nun fast 200 Spieler um Niedersachsens Krone im virtuellen Fußball.

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Eingerahmt von der Rundumbande und den beeindruckenden Tribünen laufen beim 2. NFV-E-Football-Cup nicht nur die Controller, sondern auch die Teams richtig heiß. Nicht zu stoppen war dabei das Duo der SG Wehrstedt/Salzdetfurth. Niko Jurkschat und Luca Schulze sind die neuen Champions an der Konsole. Im Endspiel setzten sie sich gegen Arsen Orzjan und Sören Gerdes vom SV Bruchhausen-Vilsen souverän mit 4:0 durch.

„Ich kann es immer noch gar nicht glauben. Hätte mir im Vorfeld einer gesagt, dass wir hier ins Finale kommen und dann auch noch gewinnen, dann hätte ich den wahrscheinlich für bekloppt erklärt. Heute werden mit Sicherheit noch ein paar Bierchen fließen“, sagte Schulze nach dem Turnier.

Die Bilder vom 2. NFV-E-Football-Cup

Die Sieger von der SG Wehrstedt/Salzdetfurth. Zur Galerie
Die Sieger von der SG Wehrstedt/Salzdetfurth. ©

NFV-Präsident Günter Distelrath zufrieden

Über den gesamten Tag wurde es immer wieder laut in der Halle - bei über 20 Spielen gleichzeitig kein Wunder. Gezockt wurde Fifa auf der Playstation 4 im Modus „Zwei gegen zwei“ – erst in der Vorrunde mit jeweils vier Teams pro Gruppe, dann in der K.-O.-Phase. Ein ganz besonderes Highlight: Die 5x3 Meter große Leinwand, auf der ebenfalls Spiele übertragen wurden. HSV schlägt Real Madrid? Kein Problem, denn alle Mannschaften hatten die gleiche Bewertung.

Für den Niedersächsischen Fußballverband war die Landesmeisterschaft ein Experiment. Lange blieb im Vorfeld unklar, wie diese Veranstaltung angenommen werden würde. Große Halle, großer Rahmen, aber auch großes Interesse? Günter Distelrath, der Präsident des Verbandes, schaut zufrieden durchs Rund. „Die Stimmung ist gut, es sind reichlich Besucher da. Das hat sich gelohnt“, sagt er. Der Fußballboss selbst überlässt den Controller lieber den anderen. Seine Vision ist klar: „E-Football ist in der Jugend ein großes Thema, das wollen wir nicht an uns vorbeiziehen lassen. Darum sind solche Veranstaltungen auch genau die Möglichkeit, den digitalen Fußballern eine Plattform im Verein zu bieten.“

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"Wir sind mit dem Bus gekommen - über 200 Kilometer"

Und das soll, geht es nach Raik Packheiser, auch auf andere Sportarten übertragen werden. Zum Beispiel Tennis. Packheiser ist Präsident des Niedersächsischen Tennisbundes und plant auch hier eine neue Digital-Strategie mit Konsole. „Und wenn ich sehe, wie gut das bei den Fußballern klappt, zeigt es mir, dass wir auch beim Tennis die Vorreiterrolle übernehmen sollten.“

Die Stimmung in der Swiss-Life-Hall jedenfalls war prächtig. Anteil daran hat auch der Tross vom SV Handorf-Langenberg. „Ohne Langenberg wär hier gar nichts los“, sangen die über 30 mitgereisten Fans. „Wir sind mit dem Bus gekommen - über 200 Kilometer“, erklärte ein Fan. Mit Fahnen, Schals und Gesängen unterstützen sie ihre beiden Jungs Marc Freytag und Kai Brokmap. Echtes Fanerlebnis im digitalen Wettkampf.

„Wir sind ein kleiner Verein und spielen sonst in der Kreisliga. Wenn man mal ausbrechen kann aus dem Normalen, dann machen wir das.“ Und das Ziel für den Nachmittag war klar: „Wir wollen auf die große Wand, dann ist hier mal richtig geile Stimmung!“ Ihr Wunsch wurde erhört. Das Spiel wurde zwar verloren, dafür gewannen die SV-Anhänger den Zuschauerpreis. „Unbeschreiblich, einfach geil! die Unterstützung“, fand auch Freytag.

Bilder von der Kreismeisterschaft des NFV-Kreises Region Hannover im E-Football in Barsinghausen:

Trotz Schalke-Dortmund: 24 Zweier-Teams starteten bei der Kreismeisterschaft des NFV im eFootball. Zur Galerie
Trotz Schalke-Dortmund: 24 Zweier-Teams starteten bei der Kreismeisterschaft des NFV im eFootball. ©

Das sind die Bilder vom 1. NFV-E-Soccer-Cup powered by SPORTBUZZER:

Die Spieler des STK Eilvese gewinnen eine Playstation 4 und Derbystar-Bälle. Zur Galerie
Die Spieler des STK Eilvese gewinnen eine Playstation 4 und Derbystar-Bälle. ©

Hannover-Teams haben kein Glück

25 Fans im Rücken nahmen Yannick Porada und Ken-Adrian Konnegen vom 1. FC Wedelheine die Nervosität. „Das pusht uns richtig“, sagte Porada. Nebensache, dass sowohl Langenberg als auch Wedelheine früh scheiterten.

Wenig Anreisestress hatten auch die Duos des STK Eilvese, RSV Seelze und des 1. FC Sarstedt. Alle Teams aus der Region kamen allerdings nicht über das Achtelfinale hinaus - Seelze wurde immerhin Sechster. Beim Titelverteidiger TuS Fortuna Oberg lief es eher mäßig in diesem Jahr. „Wir haben insgesamt nicht gut gespielt“, sagte ein sichtlich geknickter Roma Rotmann. Im Achtelfinale war Schluss und es ging zurück nach Peine.