28. Oktober 2020 / 19:12 Uhr

Zoff beim Wolfsburg-Training: Glasner lässt Strafrunden laufen!

Zoff beim Wolfsburg-Training: Glasner lässt Strafrunden laufen!

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Glasner
Wurde im Training laut: Oliver Glasner (l.), der Trainer des VfL Wolfsburg. © Boris Baschin/Roland Hermstein
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Beim Training des VfL Wolfsburg wurde es am Mittwochnachmittag laut. Coach Oliver Glasner war sauer - und ließ seine Profis Strafrunden laufen.

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Am Mittwoch begann für die Profis des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg die Vorbereitung fürs Duell am Sonntagabend (18 Uhr) bei Hertha BSC, bei dem es ein Wiedersehen mit Ex-VfL-Coach Bruno Labbadia geben wird. Am Ende der Einheit verließ Trainer Oliver Glasner verärgert den Platz. Ein paar Minuten zuvor hatte er Wout Weghorst und Co. Strafrunden absolvieren lassen.

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Der sonst so ruhige und besonnene Österreicher war stinksauer. Der Grund: Nachdem sich einige Spieler im Trainingsspiel ungerecht behandelt fühlten, wurde lamentiert. Das passte Glasner gar nicht. Nachdem das auch Marin Pongracic nach einem Zweikampf mit Bartosz Bialek gemacht hatte, den Pongracic verlor, gab's Zoff. Glasner stoppte das Trainingsspiel und schrie: "Jeder hat hier die Klappe auf!" Und in Richtung Pongracic brüllte er: "Marin, spiel' den Ball früher, dann brauchst du auch nicht Foul zu reklamieren." Offenbar hatte das zuvor auch Torjäger Wout Weghorst gemacht, weil Glasner auch in Richtung des Niederländers deutlich von sich gab: "Und Wout braucht auch nicht die Regeln festzulegen!"

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Die Trainingsspiele auf kleinem Feld waren damit beendet, Glasner ordnete Strafläufe an. In einer Reihe mussten die Spieler von Strafraum zu Strafraum rennen, nicht in höchstem Tempo, aber intensiv war es trotzdem. Kurz danach verließ Glasner ganz allein den Platz - und zwar mit verärgerter Miene.

Zuvor hatte der Trainer von seinen Profis gefordert, dass sie auf engstem Raum Lösungen finden und so zum Torabschluss kommen. Mit dem Toreschießen hat der VfL in dieser noch jungen Saison Probleme, die Wolfsburger haben nach fünf Spielen erst vier Treffer erzielt. Manager Jörg Schmadtke hatte in dieser Woche erst gefordert: "So gut es auch ist, dass wir erst drei Gegentore bekommen haben – das da vorn muss verbessert werden!"