30. August 2016 / 16:09 Uhr

Zoff um die Aufstellung: Trainer Vardopoulos tritt in der Halbzeitpause zurück

Zoff um die Aufstellung: Trainer Vardopoulos tritt in der Halbzeitpause zurück

Ole Rottmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Dimis Vardopoulos (hier noch im Amt beim FC Neuwarmbüchen) sorgte für einen spektakulären Abgang.
Dimis Vardopoulos (hier noch im Amt beim FC Neuwarmbüchen) sorgte für einen spektakulären Abgang. © Sascha Priesemann (Archiv)
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Nachdem zwei Spieler wegen einer geplanten Auswechslung mit Boykott drohen, wirft der Coach von SV Borussia Hannover II hin. Bereits zuvor hatte es Differenzen um die Aufstellung gegeben.

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Schon seit Längerem hätte es immer wieder unterschiedliche Auffassungen über die Aufstellung der Mannschaft gegeben, berichtet Dimis Vardopoulos, der erst zu Saisonbeginn vom FC Neuwarmbüchen zur Borussia gekommen war. "Bis zum 5:1 im Pokal gegen SF Ricklingen hatte ich immer 16 bis 20 Leute beim Training", erinnert sich der Trainer. "Doch danach kamen plötzlich nur noch acht bis zehn, manchmal waren sogar nur sechs da. In den Spielen wollten dann aber trotzdem alle aufgestellt werden."

Ohne Training auch kein Spiel

Beim Pokalspiel gegen den TuS Mecklenheide statuierte der Trainer schließlich ein Exempel - stellte seinen eigentlichen Stammtorhüter im Feld auf und sich selbst ins Tor. "Mit 56 Jahren", betont der Trainer. Ein eindeutiges Zeichen an seine Spieler. Auf sieben spielbereite Akteure habe er freiwillig verzichtet, da sie zuvor nicht zum Training erschienen seien. Das Spiel ging mit 0:5 verloren. 

Ein halbe Woche später stand die Ligapartie gegen die Reserve von Niedersachsen Döhren an. Mannschaft und Trainer setzten sich einige Stunden vor dem Spiel zusammen, um die Situation zu diskutieren. "Der Trend des Gesprächs war so, dass Trainer und Mannschaft nicht zusammenpassten", sagt der stellvertretende Borussen-Vorsitzende Rudolf Schmidt. "Es gab keinen Krach oder Ärger in diesem Gespräch - wir haben uns darauf geeinigt, dass wir uns in zwei Wochen nochmal zusammensetzen."

Mehr Rückendeckung gewünscht

Doch dazu wird es nun nicht mehr kommen, denn nur wenige Stunden später trat der Trainer zurück. "Ich hätte mir in der Sitzung schon gewünscht, dass sich der Vorstand zu mir positioniert und mir den Rücken stärkt", so Vardopoulos. Und: "Kaum waren die beiden aus dem Vorstand weg, haben einige Spieler von mir verlangt, dass ich bestimmte Spieler aufstelle."

Der Trainer sei dem Wunsch schließlich nachgekommen. In der Halbzeitpause kündigte er allerdings einen Spielerwechsel an. Einer der "geforderten" Spieler sollte den Platz verlassen. Daraufhin hätten mindestens zwei andere Akteure geäußert, dann ebenfalls das Spiel nicht wieder aufzunehmen. Vardopoulos zog daher die Konsequenzen und trat mit sofortiger Wirkung zurück.

Wie geht es für das Team weiter? "Es haben sich drei ältere Spieler bereiterklärt, die Mannschaft vorübergehend zu trainieren", sagt Schmidt.

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