19. November 2020 / 16:34 Uhr

Zoom-Training: So hält sich der SSV Pölitz fit

Zoom-Training: So hält sich der SSV Pölitz fit

Paul Schubert
Lübecker Nachrichten
Daumen hoch aller Beteiligten für das Zoom-Training.
Daumen hoch aller Beteiligten für das Zoom-Training. © SSV Pölitz
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Moderne Probleme erfordern moderne Lösungen

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Donnerstagabend. Normalerweise würden die Spieler des SSV Pölitz jetzt auf dem Kunstrasenplatz am Sportzentrum trainieren. Gemeinsam als Team mit Ball und Toren. Doch was ist in diesen Tagen schon normal. Aufgrund der Corona-Einschränkungen ist der Trainingsbetrieb in ganz Deutschland bis auf Weiteres eingestellt. Doch anstatt Trübsal zu blasen, bemühen sich SSV-Coach Marvin Prempeh und sein Trainerteam um Alternativen und setzten ihrer Kreativität dabei keine Grenzen. Neben einer Lauf-Challenge und Videoanalysen fand am vergangenen Donnerstag das erste Fitness-Training über Zoom statt.

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Co-Trainer überwacht Spieler

"Wir haben nach einem Weg gesucht, dem Team trotz der erschwerten Bedingungen die Möglichkeit zu bieten, gemeinsam als Team zu trainieren, um die Männer auf Trab zu halten. Dies ist uns mit dem Cybertraining relativ gut gelungen," erklärt Prempeh. Die erste Einheit sei sehr spannend gewesen. Nach einem kleinem Warm-Up Programm sei man zu den Hauptübungen übergegangen. Erst habe Prempeh Übungen vorgemacht, danach seien die Spieler an der Reihe gewesen. Um Schummeleien vorzubeugen, überwachte ein Co-Trainer die richtige Ausführung der Übungen und motivierte zusätzlich. Zum Abschluss gab es eine Fitness-Challenge, die alle inklusive des Trainers bestanden haben.

Lustige Pannen während des Cybertrainings

Eine Zoom-Sitzung ist jedoch keine richtige Zoom-Sitzung, wenn es nicht auch zu lustigen Pannen kommt. Diese treten nämlich nicht nur in Uni-Seminaren oder Meetings im Berufsleben auf sondern auch beim Online-Workout der Pölitzer. Plötzlich fiel bei einem Spieler die Kamera bei einer seiner "Hassübungen" aus. Zufälle gibt´s. Auch stürmte das Baby eines Akteurs die Session und sorgte für eine aufmunternde Unterbrechung. Zu guter Letzt vergas ein Spieler sein Gerät stumm zu schalten und lies seine Mitspieler und den Trainern an seinen durch Anstrengung gezeichneten Geräuschen teilhaben. "Es hat nur noch gefehlt, dass der Nachbar von unten wegen zu lautem Trampeln geklingelt hätte," witzelt Prempeh.

Spielern fordern mehrere Einheiten pro Woche

Ein erstes Fazit zum Online-Format? "Das Feedback war durchgehend positiv, wir sind selbst überrascht, dass das Cybertraining so gut angekommen ist. Einige Jungs fordern sogar mehrere Einheiten pro Woche. Ich denke, dass es schon einen Unterschied macht, ob man die Übungen alleine zu Hause macht oder im kollektiv, plus Drill-Instruktor, der die Männer richtig anspornt," resümiert der Coach. Die nächste Einheit wolle man ähnlich wie die erste gestalten. Lediglich das Pensum gilt es von Woche zu Woche zu steigern, um trotz der aktuellen Situation fit zu bleiben.