14. September 2021 / 14:28 Uhr

Zschortau trottet Wermsdorf hinterher – Wacker Dahlen trifft fünfmal in 50 Minuten

Zschortau trottet Wermsdorf hinterher – Wacker Dahlen trifft fünfmal in 50 Minuten

Christian Kluge
Leipziger Volkszeitung
Die Hubertusburger entscheiden das Spitzenspiel in Zschortau für sich.
Die Hubertusburger entscheiden das Spitzenspiel in Zschortau für sich. © Thomas Jentzsch
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In der Nordsachsenliga gastierte Blau-Weiß Wermsdorf bei der SG Zschortau vor 99 Zuschauern. Der FSV war vor allem in der ersten Halbzeit die spielbestimmende Mannschaft und gewann verdient mit 2:0. Auch Spitzenreiter Wacker Dahlen war am Wochenende gefragt und konnte mit einem 5:0-Heimsieg gegen TSV Rackwitz Platz eins in der Tabelle sichern.

SG ZschortauFSV Blau-Weiß Wermsdorf 0:2 (0:1)

Das Nordsachsenliga-Spitzenspiel zwischen Zschortau und den Hubertusburgern war gerade mal sechs Minuten alt, als der Ball schon im Tor der Gastgeber zappelte. Ben Dechert war vor der Strafraumgrenze gefoult worden und Freistoßspezialist Denny Beckedahl hämmerte das Leder aus 20 Metern Entfernung ins Tor von SG-Keeper Christian Teresniak. André Kamm, beim FSV für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, war nach dem Auswärtssieg der Wermsdorfer recht zufrieden. „Ein Spitzenspiel auf hohem technischen Niveau von beiden Mannschaften“, erklärte Kamm.

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Mit einer Szene waren die Wermsdorfer am Sonntag aber gar nicht glücklich. In der 42. Minute freuten sich die von Dierk Kupfer trainierten Gäste schon über den zweiten Treffer durch Justus Keller und beide Mannschaften gingen – ohne Proteste der Zschortauer – zum Anstoßpunkt. Doch mit etwas unüblicher Verzögerung meldete sich Linienrichter Jens Kottenhahn bei Schiedsrichter Tobias Bendel und gab an, ein Foulspiel gesehen zu haben. Nach Rücksprache gab Bendel dieses Tor nicht, was zu einigen Wermsdorfer Protesten führte.

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Nachdem die Blau-Weißen bis zur Halbzeitpause dominant waren, wurde Zschortau etwas stärker und hatte in den zweiten 45 Minuten mehr Ballbesitz. Zu deutlichen Chancen kamen die Hausherren vor 99 Zuschauern allerdings nicht. Wermsdorf setzte nun auf Entlastungsangriffe und konnte sich in der 78. Minute doch noch über das zweite Tor freuen. Ben Dechert gelang ein schönes Zuspiel auf Pascal Weidner. Der setzte sich gegen seinen Bewacher durch und tunnelte aus spitzem Winkel den Torhüter. Das war zu diesen Zeitpunkt Hendrik Olm, nachdem SG-Keeper Teresniak schon in der 25. Minute ausgewechselt worden war.

Weitere Großchancen vergeben

Anschließend versuchten die Zschortauer alles, um noch zum Anschlusstreffer zu kommen. „Aber unsere Abwehr um Denny Beckedahl konnten sie nicht in Verlegenheit bringen“, wie André Kamm abschließend feststellte. Wermsdorf hätte sogar noch höher gewinnen können, vergab aber in dieser Partie gleich mehrere Großchancen – unter anderem durch Ben Dechert.

Am kommenden Sonnabend um 15 Uhr erwartet der ungeschlagene Tabellenvierte (sechs Punkte) den FV Bad Düben auf dem heimischen Sportplatz. Die Gäste haben bereits vier Spiele absolviert und sind nur Neunter (vier Punkte). Bleibt nachzutragen: Die Auslosung der dritten Runde im nordsächsischen Kreispokal, die in der Halbzeitpause der Partie Zschortau gegen Wermsdorf stattfand.

Gespielt wird am zweiten Oktoberwochenende und die Blau-Weißen müssen beim Sieger der Partie Doberschütz-Mockrehna gegen Spröda antreten – wenn die noch stattfindet. Denn Nordsachsenligist Spröda war am 4. September einfach nicht zum Spiel angetreten, weil zu viele Spieler fehlten. Zu den verletzungsbedingten Ausfällen waren beim SV die Einschulungsfeiern gekommen – und die erhoffte Spielverlegung auf Sonntag war gescheitert. Geht es für die Hubertusburger im Oktober gegen den aktuellen Kreisliga-Tabellenvierten Doberschütz-Mockrehna, dann ist Pokalverteidiger Wermsdorf der haushohe Favorit.


FSV Wacker DahlenTSV Rackwitz 5:0 (4:0)

Für Spitzenreiter Dahlen war die Aufgabe im heimischen Heidestadion gegen Rackwitz nicht sehr kompliziert zu lösen. „Es war eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber den bisherigen Spielen“, freute sich FSV-Cheftrainer Thomas Patommel nach dem klaren Sieg. „Und es war im Vergleich zum Kreispokalspiel in Beilrode sehr fair.“ Auch deswegen gelang den Hausherren vor 55 Zuschauern ein schnelles und sauberes Kurzpassspiel, womit sie Rackwitz von Beginn an unter Druck setzen konnten.

„Das frühe 1:0 hat uns natürlich auch Sicherheit gegeben“, meinte Patommel, nachdem Jan-Erik Riesenberg die Wacker-Elf schon in der 7. Minute nach gelungener Kombination in Führung gebracht hatte. Nach einer guten halben Stunde führte Dahlen nach drei weiteren Treffern von Florian Göbel (23., Foulelfmeter), Marcus Gensel (28.) und erneut Riesenberg (32.) mit 4:0. In der 48. Minute machte Göbel mit dem 5:0 den Sack zu.

Zwischen der 58. und 75. Minute gab Patommel dann gleich vier Auswechselspielern eine Einsatzchance. Am kommenden Sonntag reist Dahlen zum Gastspiel beim SV Naundorf (15 Uhr). „Das wird schwer“, weiß der Wacker-Coach. Im Kreispokal muss der FSV in der dritten Runde beim Ex-Nordsachsenligisten SV Mügeln/Ablaß antreten. Auch keine ganz leichte Aufgabe.