19. November 2019 / 08:10 Uhr

Zschortau und Zwochau stehen im Pokal-Halbfinale

Zschortau und Zwochau stehen im Pokal-Halbfinale

Manfred Otto
Leipziger Volkszeitung
Der Löbnitzer Patrick Schmidt (Mitte) ist eher am Ball als Zschortaus Kapitän Nico Schönitz (links).
Der Löbnitzer Patrick Schmidt (Mitte) ist eher am Ball als Zschortaus Kapitän Nico Schönitz (links). © Alexander Prautzsch
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Fußball in Nordsachsen: Favoritensiege, Aufreger und ein Ausfall – Böllerwurf in Bad Düben. Topfavorit Hartenfels Torgau muss nachsitzen. Die Partie in Merkwitz wurde witterungsbedingt abgesagt

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Nordsachsen. Das Viertelfinale im Fußball-Kreispokal (TZ-Bärenpokal) bot am Wochenende reichlich Aufregung. Selbst der deutliche Zwochauer Sieg in Beilrode begann mit einem Zwischenfall. Derweil war Löbnitz nah dran an der Überraschung, während die Bad Dübener Niederlage in der Verlängerung von einem Böllerwurf eines Gästefans überschattet wurde.

FSV BeilrodeSV Zwochau 0:6 (0:2)

Ungereimtheiten vorm Anpfiff: Die Gäste hatten den laut DFB.net gesperrten Robert Ohlig im Aufgebot, verwiesen aber darauf, dass eine Trennung von Meisterschaft und Pokal in der Spielordnung verankert ist. Damit war Ohlig spielberechtigt. Trotz dieser Umstände hatte Beilrode an diesem Tag keine Chance gegen die eine Klasse weiter oben spielenden Zwochauer.

Marco Schädlich erzielte in der 28. Minute die Führung für den SVZ und Paul Hecht baute diese kurz vor der Pause aus (43.). Mitte der zweiten Halbzeit ließen dann beim emsigen Gastgeber die Kräfte nach und die Mannschaft von Trainer Martin Gründling machte dies zahlenmäßig deutlich. In der letzten halben Stunde erhöhten Ronny Nestripke (63., Elfmeter), erneut Schädlich (71.) sowie Nick Lengner mit einem Doppelpack (76., 85.) zum halben Dutzend.

SV Zwochau:Eichhof; Wahl, Kummer (33. Lengner), Ohme, Ohlig, Schädlich, Richter (74. Crolla), Hecht, Nestripke, Troitzsch, Burchardt (80. Pitschner).

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LSG LöbnitzSG Zschortau 2:3 (1:1)

Es war klar, dass sich der Außenseiter einigeln würde und dem Spitzenteam der Nordsachsenliga die Aufgabe zufiel, diesen Riegel zu knacken. Dabei nutzte Löbnitz jede Möglichkeit, sich zu befreien und damit den Druck zu mindern. Die zudem auf Standardsituationen setzende Gastgeber hatten in diesem ausgesprochen fairen Spiel frühzeitig Erfolg. Bereits in der 4. Minute zirkelte René Kuhn einen Freistoß in Richtung Patrick Schmidt und der bedankte sich per Kopf mit dem Führungstreffer.

Aber Tobias Gohla antwortete zehn Minuten später mit dem Ausgleich. Dabei blieb es bis zum Seitenwechsel, obwohl die Mannschaft von Christian Mörschke Chancenvorteile hatte. In der zweiten Halbzeit wurde die SGZ noch aggressiver und Jungspund Edwin Essig markierte das 1:2 (56.). Doch die Freude hielt nicht lange an, denn Dennis Seifert egalisierte per Kopf nach einer Ecke (61.). gegen die in diesen Situationen nicht sicher wirkende Zschortauer Defensive.

Die folgenden Dauerangriffe der Gäste führten in der 77. Minute zum Erfolg. Wieder war der 18-jährige Essig der Torschütze. Diesen knappen Vorsprung brachte der Favorit vor 76 zahlenden Zuschauern über die Zeit und erreichte das Halbfinale.

LSG Löbnitz: Kretschmann; Bauer, Kuhn, H. Bechtloff, Jaugsch, Montag, Schmidt, Schönfelder, Seifert, Wenzel, T. Bechtloff.

SG Zschortau:Teresniak; Schönitz, Zahn, Praters, Becker, Gehrhardt, Sonntag, Wünsch, E. Essig (88. Alexander), Gohla (87. Handke), Zimmer (85. Mies).

FV Bad DübenFSV Blau-Weiß Wermsdorf 0:1 n. V. (0:0)

Das einzige Aufeinandertreffen von zwei Teams der höchsten Spielklasse im Viertelfinale brachte nicht das erhoffte Spiel mit Spitzenniveau. Dazu agierten beide Mannschaften zu verhalten. Im Spielaufbau ruhig, ja fast gemächlich wurden nur wenige Torchancen herausgearbeitet und diese nicht konsequent genutzt. So schien man auf bestem Wege zum Strafstoßschießen.

Doch ein abgefälschter Freistoß von Justus Keller brachte in der 118. Minute die Entscheidung. Schade nur, dass die Gäste einige unbelehrbare Zuschauer mit in die Kurstadt brachten, die mit einem Böllerwurf für den negativen Höhepunkt des Wochenendes sorgten. Vielleicht gelingt es den vernünftigen Wermsdorfern, den Böllerwerfer ausfindig zu machen, um ihm die sicher folgende Strafe des Nordsächsischen Fußballverbandes aufzuerlegen. Eins ist klar: Den Sieg kann man auch anders feiern.

FV Bad Düben: Barth; Müller, Schüßler (110. Wedell), Uhle-Wettler, Rücker, Voigt, B. Hampel, von Gahlen, Klatte, Luderer, Jimenez (68. Huffziger).

SV Merkwitz – SC Hartenfels Torgau abgesagt wegen Unbespielbarkeit des Platzes

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