21. November 2021 / 18:48 Uhr

Zu harmlos: Grizzlys Wolfsburg verlieren 0:1 in Schwenningen

Zu harmlos: Grizzlys Wolfsburg verlieren 0:1 in Schwenningen

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Knappe Pleite: Die Grizzlys Wolfsburg unterlagen in Schwenningen mit 0:1.
Serie gerissen: Es war Schwerstarbeit für Ryan Button (M.) und die Grizzlys in Schwenningen. Die Gastgeber (r. Ken-André Olimb) gewannen 1:0. © imago images/Kessler-Sportfotografie
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Sein Tor gegen den Ex-Klub reichte: Max Görtz sorgte für eine 0:1-Niederlage der Grizzlys Wolfsburg gestern bei den Schwenninger Wild Wings.

Sechsmal in Folge hatten die Grizzlys Wolfsburg gepunktet, die Serie riss für den Eishockey-Erstligisten am Sonntagnachmittag in Schwenningen. Die Gäste unterlagen knapp mit 0:1 (0:0, 0:1, 0:0). Für das Kellerkind wiederum, das das erste Duell beider Teams in Wolfsburg mit 0:1 verloren hatte, war es der zweite Erfolg in Serie. Max Görtz schoss im Powerplay das Tor des Tages.

Personal

Die Gäste aus Wolfsburg, die bereits am Donnerstag (3:1 gegen Augsburg) gespielt hatten, bauten auf einer Position um: Kapitän Sebastian Furchner war wie erwartet nach überstandenem Magen-Darm-Infekt wieder dabei, Phil Hungerecker musste für ihn wieder raus, war ebenso überzähliger Ü23-Spieler wie Janik Möser und Valentin Busch.

Schon das erste Duell dieser beiden Teams in dieser Spielzeit war eine zähe Angelegenheit gewesen - die Grizzlys erarbeiteten sich einen 1:0-Heimsieg. Und das Kellerkind erwies sich im ersten Heimspiel unter dem vorherigen Sportdirektor Christof Kreutzer als Trainer erneut als weitaus unbequemer als es der Tabellenplatz vermuten lässt. Vielleicht hatte auch das 3:2 am Freitag in Düsseldorf beim ersten Spiel nach der Trennung von Coach Niklas Sundblad Energie freigesetzt, denn sie waren heiß, hatten schnell eine Chance durch Ex-Grizzly Max Görtz, auch in der Folge forderten sie Dustin Strahlmeier ab und an. Wolfsburg wurde zunehmend stärker, hatte mehr Schüsse, jagte aber die aussichtsreichsten vorbei oder drüber. Die dickste Gelegenheit hatte dann erneut Görtz, der dem etwas leichtfertigen Chris DeSousa in Wolfsburgs Zone die Scheibe abluchste, aber am gut reagierenden Strahlmeier scheiterte.

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Görtz trifft

Es wurde auch im zweiten Abschnitt Eishockey gearbeitet. Die Grizzlys hatten ein wenig mehr Anteile, Schwenningen hielt den Gast aber mit viel Einsatz meist aus den gefährlichen Zonen fern. So richtig Fluss kam nicht ins Spiel, die Niedersachsen spielten für ihre Verhältnisse häufig ungenau. Und längere Drangphasen ließen die läuferisch starken Gastgeber nicht zu. Die hatten zwar erst acht Punkte daheim geholt, aber immerhin dabei Mannheim geschlagen. Und dann lagen die Grizzlys hinten: Schwenningen nutzte das zweite Powerplay, Görtz hatte nach viel Gewühl vor Wolfsburgs Tor abgestaubt. Jordan Murrays unnötige Strafe kam damit teuer zu stehen. Auffällig: Die Grizzlys-Formationen um die Topscorer DeSousa und Trevor Mingoia konnten sich nicht in Szene setzen. So hatte denn auch Youngster Thomas Reichel die vielleicht beste Chance im Slot, Marvin Cüpper packte zu. Die Reihe mit Garrett Festerling, Jan Nijenhuis und Jonas Enlund war noch am gefälligsten, aber auch glücklos. Auf der anderen Seite hätte Tylor Spink kurz vor der zweiten Pause erhöhen können, Strahlmeier hielt klasse.

"Wir müssen aggressiver zum Tor gehen", analysierte Gerrit Fauser in seinem 450. Spiel für Wolfsburg vor dem letzten Drittel. Der Tabellendritte, der nach der Niederlage in der Quotiententabelle (Berlin war spielfrei) hinter die Eisbären auf Platz vier abrutschte, versuchte es, doch er bekam erst einmal weiterhin keinen Druck auf den Kessel. In solchen Spielen muss man die wenigen guten Chancen nutzen. Fabio Pfohl gelang das nicht: Völlig frei und das leere Tor vor sich, jagte er den Puck an den Pfosten. Darren Archibald tauchte nach einem Schwenninger Patzer von der Seite kommend vor Cüpper auf - bekam den Puck auch nicht rein. Toto Rech scheiterte noch am Außenpfosten. Die Grizzlys hatten mehr Schüsse, doch es fehlte ihnen die letzte Konsequenz und der letzte Biss gegen ein allerdings auch kämpferisch starkes und clever verteidigendes Team.

Am Dienstag (19.30 Uhr) geht es für Wolfsburg mit einem Heimspiel gegen die Düsseldorfer EG weiter.

Statistik

  • Schwenninger Wild Wings: Cüpper - Burström, Robak; Adam, Huß; Möchel, Weber - Görtz, Olimb, Zaborsky; Turnbull, Tyl. Spink, Tys. Spink; Karachun, Bassen, Lundh; Pfaffengut, Hadraschek, Cerny.
  • Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier - Button, Wurm; Bittner, Melchiori; Krupp, Murray; Raabe - Machacek, Fauser, Mingoia.; Archibald, DeSousa, Rech; Furchner, Pfohl, Reichel; Enlund, Festerling, Nijenhuis.
  • Schiedsrichter: Iwert/Kohlmüller.
  • Zuschauende: 2350.
  • Strafminuten: Schwenningen 2 / Wolfsburg 4.
  • Tor: 1:0 (28:03) Görtz (Karachun/Zaborsky - 5:4).