01. November 2021 / 12:33 Uhr

Zu spät erwacht: FSV Oschatz verliert gegen den SV Süptitz

Zu spät erwacht: FSV Oschatz verliert gegen den SV Süptitz

Christian Kluge
Leipziger Volkszeitung
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Erst ein Doppelpack, dann lässt der Top-Stürmer Großchancen liegen und Oschatz verliert. Es war nicht der Nachmittag des FSV.

Oschatz. Eigentlich hätte es der Tag des Oschatzers Peter Gärtner werden können. Zweimal traf der FSV-Torjäger im Heimspiel gegen den SV Süptitz. „Aber als er in der 83. und 90. Minute allein vor dem Gästekeeper aufgetaucht ist, hat er den Ball leider nicht im Tor unterbringen können“, berichtet Chefcoach Steffen Wiesner, der früher selbst für Süptitz auf Torejagd ging. So endete auch dieses Heimspiel mit einer 2:3-Niederlage für den FSV – so wie auch die beiden Partien 2019 (2:7, 3:4) und die Duelle 2015 sowie 2013, die Oschatz zuhause jeweils mit 1:5 verlor.

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Schneller, deutlicher Rückstand

Noch ärger hatte es den FSV übrigens am 15. März 2014 in Süptitz erwischt, als Oschatz mit 0:12 unterging. „Da habe ich noch für Süptitz gespielt“, erinnert sich Wiesner recht gut an dieses Torfestival, an dem er selbst beteiligt war. Zurück zum Samstag-Derby vor 71 Zuschauern – unter ihnen nicht wenige Spieler aus Dahlen – auf dem FSV-Kunstrasenplatz. Da mussten die Hausherren schon vor dem Anpfiff eine fette Kröte schlucken. „Sulayman Bojang hat seine Sachen bei uns abgegeben“, erklärt Mannschaftsleiter Rainer Schwurack. „Er will momentan nicht mehr Fußball spielen.“ Bojang stand zuletzt am 2. Oktober beim 2:0-Kreispokalsieg in Torgau in der Oschatzer Anfangsformation.

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Nach dem Anpfiff des gut leitenden Schiedsrichters Florian Taychert dauerte es dann nicht einmal eine halbe Stunde, bis die Wiesner-Elf mit 0:2 hinten lag. „Die Abstimmung in unserer Abwehr-Viererkette hat diesmal nicht geklappt“, sagt Schwurack. So konnten Nick-Fabian Gomell (21. Minute) und André Werner (24.) Süptitz früh in Führung bringen. Peter Gärtner gelang noch vor dem Halbzeitpfiff, nach einem schönen Zuspiel von Johannes Runge, der 1:2-Anschlusstreffer (28.), doch Stefan Vogel stellte kurz nach dem Seitenwechsel mit dem 1:3 den alten Abstand wieder her.

„Wir freuen uns schon auf das Derby“

„Wir haben am Anfang auch zu viele Fehler im Spielaufbau gemacht. Aber ab der 70. Minute haben wir dann das Spiel dominiert und hätten uns belohnen können“, bilanziert Steffen Wiesner. „Am Ende hat Süptitz verdient gewonnen.“ Gärtner erzielte in der 76. Minute den 2:3-Anschlusstreffer und schraubte sein Torekonto auf zwölf Treffer. Damit steht er auf Platz zwei der besten Stürmer in der Nordsachsenliga.

Am kommenden Sonntag um 14 Uhr steht nun das Derby bei Wacker Dahlen auf dem Terminplan der Oschatzer – wenn nicht irgendwelche Corona-Regelungen dazwischenfunken. Kacper Artur Kordyka, der gegen Süptitz in der 39. Minute ausgewechselt werden musste, wird im Heidestadion allerdings fehlen. Wiesner: „Er hat Probleme mit dem Mittelfuß. Samstag konnte er nicht weitermachen. Ich hoffe aber, dass Oliver Erdmann dann wieder dabei ist.“ Und Mannschaftsleiter Schwurack ergänzt: „Wir freuen uns schon auf das Derby. Danach folgt dann die schwere Pokalpartie in Schenkenberg.“

FSV Oschatz: Däbritz; Da. Baranowski (65. Toska), Mandel, Gärtner, Pöhlmann, Queißer (68. Krause), Kordyka (39. Födisch), Runge, Schmidt, Siegel (46. De. Baranowski), Janke.