11. März 2021 / 06:10 Uhr

"Zu verkopft gespielt": Leipzig-Trainer Nagelsmann nennt Gründe für CL-Aus gegen Liverpool

"Zu verkopft gespielt": Leipzig-Trainer Nagelsmann nennt Gründe für CL-Aus gegen Liverpool

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
RB-Trainer Julian Nagelsmann fand, seine Mannschaft habe im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen den FC Liverpool zu verkopft agiert.
RB-Trainer Julian Nagelsmann fand, seine Mannschaft habe im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen den FC Liverpool "zu verkopft" agiert. © IMAGO/Matthias Koch/Szilvia Micheller
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RB Leipzig muss erstmals bereits im Achtelfinale der Champions League die Koffer packen. Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann ist nach zwei 0:2-Niederlagen gegen den FC Liverpool aus der Champions League ausgeschieden. Der RB-Coach nannte nach Abpfiff die Gründe für die klare Niederlage.

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Am Ende war der FC Liverpool einfach mindestens eine Nummer zu groß: Trotz großer Krise in der Premier League hat der englische Meister mit RB Leipzig im "Heim"-Rückspiel, das wie das Hinspiel wegen der deutschen Corona-Beschränkungen in Budapest ausgetragen wurde, keine großen Probleme gehabt. RB, das in der Bundesliga nur zwei Zähler hinter Tabellenführer FC Bayern liegt, war angesichts der bestechenden Form des Teams in den letzten Wochen sogar der große Coup nach der 0:2-Niederlage im Hinspiel zugetraut worden. Warum es im Endeffekt doch nicht geklappt hat, hat Leipzig-Trainer Julian Nagelsmann nach dem Abpfiff bei Sky erklärt.

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Das deutliche Fazit des 33-Jährigen: "Wir waren heute nicht gut genug, haben nicht den nötigen Punch entwickelt, um Tore zu schießen“, sagte Nagelsmann und fügte an: "Am Anfang haben wir zu verkopft gespielt, um emotional zu spielen. Man konnte den Glauben nicht entwickeln, weil wir keine Chancen herausgespielt haben." Zudem habe RB zu viel "aus dem Stand gespielt." Ein erfolgreicher Konter genügte dem FC Liverpool, um völlig verdient in Führung zu gehen. Mohamed Salah (70.) nahm Leipzig alle Hoffnung, vier Minuten später sorgte Sadio Mané für klare Verhältnisse. Die beiden Superstars hatten bereits im Hinspiel beide Tore des FC Liverpool erzielt, der in der englischen Premier League zuletzt sechs Heimspiele nacheinander verloren hatte.

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In Hinspiel sorgten zwei Patzer von Marcel Sabitzer und Nordi Mukiele für Wirbel, die den Toren vorangegangen waren. Laut Nagelsmann könnten diese noch immer in den Köpfen der Spieler geschwirrt haben. "Spieler sind Menschen. Im Hinspiel haben wir zwei große Fehler gemacht. Es ist klar, dass man darüber etwas nachdenkt", zeigte der Trainer Verständnis, monierte gleichzeitig aber auch das Verhalten seiner Spieler auf dem Platz. "Wir waren relativ ruhig auf dem Feld. Die Emotionalität hat sich nicht entwickelt."



Sehr schade sei das vorzeitige CL-Aus für den letztjährigen Halbfinalisten, meinte Torwart Peter Gulacsi: "Wir haben generell kein schlechtes Spiel gemacht. Was uns gefehlt hat, ist ein Tor", meinte der Ungar. Ich habe schon nach dem Hinspiel gesagt, dass es wichtig wird, das erste Tor zu schießen." Nationalspieler Lukas Klostermann befand, dass das Team "nicht alles auf dem Platz gebracht" habe, "was wir uns vorgenommen haben". Klostermann weiter: "Es bleibt uns nicht mehr, als das Spiel abzuhaken."

Das sieht auch Nagelsmann so: "Ich habe den Jungs gesagt, dass wir das sacken lassen müssen." Die Spieler sollten "zulassen, dass man enttäuscht ist". Denn auf RB warten in der Liga und im Pokal (Halbfinale gegen Regensburg oder Bremen) demnächst große Aufgaben. Anfang April steht zudem das Topspiel gegen die Triple-Sieger aus München an. Eventuell ein direktes Duell um die Tabellenspitze. Der Coach mahnt jedoch: "Man darf nicht nur über das Spiel am 3. April reden. Es ist nicht so, dass wir alle Spiele gewinnen. Wir müssen Vollgas geben", forderte Nagelsmann, der von seinem Team zudem "neuen Hunger" für die kommenden Wochen forderte.