21. Juni 2021 / 14:45 Uhr

Zu wenig: FV Bad Düben verpasst Kreispokal-Finale in Nordsachsen

Zu wenig: FV Bad Düben verpasst Kreispokal-Finale in Nordsachsen

Johannes David
Leipziger Volkszeitung
Beilrode
Der FSV Beilrode sorgte im Halbfinale für eine Überraschung. © Julia Sachse
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Der FV Bad Düben ist überraschend im Halbfinale des nordsächsischen Kreispokals gescheitert. Die Mannschaft von Norbert Franke verlor mit 0:1 beim FSV Beilrode. Somit reist nun der Kreisligist nach Torgau und trifft im Endspiel auf Titelverteidiger Blau-Weiß Wermsdorf.

Beilrode. Der FV Bad Düben hat den Einzug ins Finale des Fußball-Kreispokals (TZ-Bärenpokal) einigermaßen überraschend verpasst. Der Nordsachsenligist verlor am Sonntag beim eine Etage weiter unten angesiedelten FSV Beilrode 0:1. Damit trifft der FSV am kommenden Sonnabend im Endspiel im Torgauer Hafenstadion auf Titelverteidiger Blau-Weiß Wermsdorf, der in der Vorschlussrunde Oschatz humorlos mit 5:0 bezwungen hatte.

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Norbert Franke jedenfalls war selbst tags darauf noch restlos bedient. „Ich muss das erstmal sacken lassen. Es war einfach sehr enttäuschend. Ich habe mir mehr erwartet. Allerdings hat das Beilrode auch gut gemacht, also Glückwunsch zum Finale“, sagte der FV-Trainer. Größtes Manko seiner favorisierten Truppe: mangelnde Gefahr vor des Gegners Kasten. „Wenn du nicht aufs Tor schießt, kannst du nicht gewinnen“, zitierte der Coach eine bewährte Binsenweisheit.

So halfen den Gästen vor 225 Zuschauern im Beilroder Glutofen weder spielerische Überlegenheit noch ein Übermaß an Ballbesitz. „Es fehlte an Ideen und Kreativität oder auch der Mut, ins Eins gegen Eins zu gehen. Ich weiß wirklich nicht, was los war“, sinnierte Franke. Der FSV dagegen machte, was ein Außenseiter eben so macht. Er stand tief, harrte der Dinge und konzentrierte sich auf die Abwehrarbeit. Bad Düben suchte verzweifelt die Lücke, arbeitete sich in den Weiten des Mittelfelds ab, je weiter es nach vorn ging, umso weniger Mittel fand das Team. Echte Möglichkeiten wurden hüben wie drüben nicht ausgeliefert.


Fußballfest in Torgau

Mitte des zweiten Durchgangs trabte dann der einzige aufregende Vorgang der gesamten Partie heran. Beilrode wagte sich ausnahmsweise in den Strafraum der Gäste und prompt pfiff Schiedsrichter Falk Zschäbitz Elfmeter. Sehr zum Leidwesen von Norbert Franke. „Ich hätte ihn nicht gegeben, aber ich stand auch recht weit weg. Sei es drum: Wir können unsere Niederlage nicht an dieser Szene festmachen, wir waren einfach nicht zwingend genug.“ Denn auch die Dübener Schlussoffensive verpuffte. Die Mannschaft rannte an, der FSV stand jedoch blendend und kam sogar zu einigen Konterchancen.

Nun darf Beilrode am kommenden Sonnabend zum Fußballfest nach Torgau reisen und ist dort gegen Nordsachsenliga-Topteam Wermsdorf abermals klarer Außenseiter. Aber diese Rolle liegt der Mannschaft ja offenbar. Die Kurstädter derweil treffen sich heute zum Training, um das weitere Vorgehen zu beratschlagen. Entweder kurze Sommerpause oder weiter im Fußballtext. Davon unabhängig wird die schmerzliche Niederlage noch ein Weilchen schwer im Magen liegen.

FSV Beilrode: Lux; Kralle, Kunze (55. Litka), Millich, Galistel, Schrinner (77. Maibaum), Jack, Möbius, Pohle (80. Harm), Frieslich, Kleinlein.

FV Bad Düben: Börner; Schüßler, Michal-czyk, Sekora (90. Uhle-Wettler), Rücker, Voigt, B. Hampel, Klatte, von Gahlen, Jimenez (69. Huffziger), Luderer.