04. Februar 2022 / 19:05 Uhr

Zuhause gegen Babelsberg: Gelingt Chemie Leipzig der dritte Coup in einer Woche?

Zuhause gegen Babelsberg: Gelingt Chemie Leipzig der dritte Coup in einer Woche?

Jens Fuge
Leipziger Volkszeitung
Anes Osmanowski ist der Last-Minute-Coup der BSG Chemie Leipzig und könnte gegen Babelsberg schon auf dem Rasen stehen.
Anes Osmanowski ist der Last-Minute-Coup der BSG Chemie Leipzig und könnte gegen Babelsberg schon auf dem Rasen stehen. © BSG Chemie Leipzig
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Nach der Last-Minute-Verpflichtung des Nordmazedoniers Anes Osmanowski und der erfolgreichen Verlegung auf Sonntag will der Regionalligist aus Leipzig-Leutzsch nun vor bis zu 3000 Zuschauern die starken Babelsberger besiegen.

Leipzig. Zum Regionalliga-Heimspiel gegen Babelsberg am Sonntag (13 Uhr) ist den Chemikern gleich ein doppelter Coup gelungen. Nicht nur, dass das Spiel um einen Tag auf die Geltungszeit der neuesten Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung verschoben werden konnte, was eine erhöhte Kapazität von fast 3000 Zuschauern zulässt. Auch im Kader tat sich in den letzten Tagen noch etwas. Last-Minute-Neuzugang Anes Osmanowski dürfte bereits gegen die Potsdamer im Kader stehen.

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„Freue ich mich, wieder in Deutschland zu sein“

Auf den Transfer des ehemaligen nordmazedonischen U19-Nationalspielers ist Uwe Thomas, Mitglied der sportlichen Leitung, besonders stolz: „Der Junge hat schon etliche Profispiele in Nordmazedonien bestritten, ist trotz seiner erst 21 Jahre schon ein Stück weit erfahren.“ Ausgebildet in Unterhaching und bei 1860 München wechselte der gebürtige Münchner 2019 in die erste nordmazedonische Liga zum FK Bregalnica Štip, Anfang 2021 zum FK Borec Veles und schließlich Mitte letzten Jahres zum FK Rabotnicki Kometal Skopje, wo er im zentralen Mittelfeld spielte. In Leutzsch unterzeichnete er einen Vertrag über anderthalb Jahre bis Sommer 2023.

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Anes Osmanoski freut sich auf die neuen Trikotfarben grün und weiß: „Nach über zwei Jahren im Ausland freue ich mich, wieder in Deutschland zu sein. Mit Chemie habe ich eine neue und aufregende Herausforderung gefunden. Ich freue mich jetzt schon auf das erste Spiel im Chemie-Trikot und vor allem auf das erste Spiel im Stadion.“ Gegen die Babelsberger, immerhin beste Rückrundenmannschaft mit zehn Punkten aus vier Spielen (Chemie belegt in dieser Tabelle immerhin Platz 3 mit drei Spielen und neun Punkten), könnte es für den Neuen schon zu einem Einsatz reichen, denn die Verletztenliste ist nach wie vor groß.

„Werden uns aber nicht verstecken“

Beim 1:0-Sieg bei Tasmania kamen drei Akteure hinzu, hinter deren Einsatz ein dickes Fragezeichen steht. Tarik Reinhard erlitt nicht nur eine Kopfverletzung, sondern brach sich zudem noch einen Finger, Lucas Surek kugelte sich die Schulter aus und Torschütze Timo Mauer brachte ein dickes Knie als Andenken mit aus Berlin. Hinzu kommen die kranken Manu Wajer und Philipp Wendt, der verletzte Flo Brügmann sowie der langzeitverletzte Max Keßler.

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Besonderes Augenmerk wird Trainer Miro Jagatic auf einen ausgewogenen Mix zwischen Angriff und Abwehr legen. Daheim will die Elf unbedingt wieder gewinnen und somit die bisher eher laue Heimbilanz aufbessern. Zumal der Verein nun mit fast 3000 Zuschauern rechnet, denen die Chemie-Elf unbedingt etwas bieten will.

Zuletzt stand der Defensivverbund sehr solide. Und nach vorn geht immer etwas, zumal die Offensiven Denis Mast, Alex Bury und Stephané Mvibudulu immer besser in Fahrt kommen. „Wir müssen aufpassen, werden uns aber nicht verstecken“, so der Trainer vor dem wichtigen Match gegen die Babelsberger, die im Hinspiel auswärts 2:0 geschlagen werden konnten. Damals traf Dennis Jäpel doppelt, derzeit sitzt der Angreifer nur auf der Bank. Sicher nicht nur für ihn selbst enttäuschend. Aber noch bleiben 16 Spiele, in denen er zeigen kann, dass Chemie den Richtigen geholt hat. Mit einem weiteren Sieg würde Chemie den dritten Coup dieser Woche landen.

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