13. Dezember 2020 / 20:14 Uhr

Zum ersten Mal dabei und schon gewonnen: Nordsteimke ist eKreispokal-Sieger

Zum ersten Mal dabei und schon gewonnen: Nordsteimke ist eKreispokal-Sieger

Benno Seelhöfer
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wolfsburger eKreispokal-Sieger! Ayke Vogel (r.) und Florian Saß vom SV Nordsteimke haben sich den Titel gesichert.
Wolfsburger eKreispokal-Sieger! Ayke Vogel (r.) und Florian Saß vom SV Nordsteimke haben sich den Titel gesichert.
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Erste Teilnahme bei einem Wolfsburger eFootball-Turnier und dann auch noch in einem ungewohnten Modus gespielt - doch das hat Ayke Vogel und Florian Saß nicht daran gehindert, sich direkt zum eKreispokal-Sieger zu krönen.

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Überraschung im Wolfsburger eKreispokal! Der SV Nordsteimke II hat sich den Titel in dem am Sonntag virtuell ausgetragenen Turnier gesichert. Ayke Vogel und Florian Saß setzten sich im Finale gegen Carlo Fischer und Leon Palupsky vom VfB Fallersleben mit zwei Siegen und 5:2 Toren durch. Titelverteidiger Jens Ullmann vom MTV Hattorf, der in diesem Jahr mit Marvin Bäthge und nicht mit Leroy Scharke ein Team gebildet hatte, war im Halbfinale gegen Fallersleben ausgeschieden.

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Vogel und Saß freuen sich natürlich über ihren Titel, sie waren aber auch mit großen Ambitionen angetreten - und das, obwohl sie zuvor noch bei keinem eFootball-Turnier des NFV-Kreises Wolfsburg teilgenommen hatten. "Ich bin schon zuversichtlich gewesen, habe mir schon vorgenommen, dass wir ordentlich mithalten", sagt Vogel, der mit seinem Kollegen sonst nur Ultimate Team bei FIFA 21 spielt und nicht den 90er-Modus (alle Spieler haben die Gesamtstärke 90, sind also gleich gut), in dem das Turnier ausgetragen wurde. Deshalb hatten die beiden auch ein wenig mit der Anmeldung gezögert, wollten es jetzt aber doch einfach mal probieren. Und auch Saß sagt: "Unser Ziel war es, auf jeden Fall die K.o.-Phase zu erreichen. Dass wir dann sogar auch das Finale gewinnen konnten, war schon ein bisschen überraschend."

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Saß bekam es in seiner Final-Partie mit Fallerslebens Fischer zu tun, der nach seinen Siegen in der eFootball-League Wolfsburg und bei der Wolfsburger E-EM zuletzt den heimischen eFootball beherrscht hatte. "Carlo hatte in der Gruppenphase gegen einen Spieler gewonnen, gegen den ich schon mal gespielt und verloren habe", sagt Saß, der sein Final-Spiel nach 0:2-Rückstand noch mit 3:2 gewinnen konnte. "Ich bin deshalb mit meiner Leistung sehr zufrieden." Und das war natürlich auch Vogel, der Palupsky mit 2:0 bezwang.

Mehmet Akyol, eFootball-Beauftragter des Kreises Wolfsburg, war ein wenig überrascht über den Sieger des Turniers. "Wir kannten die beiden so nicht, sie waren ja auch noch bei keinem Turnier zuvor dabei. Sie wollten das mal ausprobieren - und das haben sie sehr erfolgreich gemacht", lobt Akyol die Leistung der Sieger. "Nordsteimke und Fallersleben haben besonders die Gruppenphase dominiert, sie standen beide zu Recht im Finale."

Die Vorrunde wurde in zwei Gruppen à sechs Teams ausgetragen, die beiden Besten kamen ins Halbfinale. Das zweite Hattorfer Team komplettierte das Quartett. Ursprünglich sollten nur zehn Teams an dem Turnier teilnehmen, der 1. FC Wolfsburg hatte noch kurzfristig zwei Mannschaften gemeldet. Für Akyol und sein Orga-Team um Ingo Pillasch, Janik Urbach und Olcay Irek war das aber kein Problem. Mit dem Ablauf der Veranstaltung waren sie alle sehr zufrieden. "Wir hätten uns natürlich gewünscht, dass es wieder im Courtyard-Hotel am Allersee stattfindet, wir haben sogar die Räume gemietet, aber wegen Corona ging das leider nicht", sagt Akyol. Wie und wann die Ehrungen stattfinden, werde zeitnah mit den Siegern besprochen, sagt der eFootball-Beauftragte und betonte, dass sich dann natürlich an die Corona-Regeln gehalten werde.

Die beiden Final-Teams haben sich nun für das NFV-eFootball-Turnier qualifiziert, dass im nächsten Jahr ausgetragen werden soll. "Da wird es sicherlich noch schwieriger, zu gewinnen", sagt Vogel, der sich zusammen mit seinem Teamkollegen nun etwas mehr mit dem noch ungewohnten 90er-Modus vertraut machen will. Saß ergänzt: "Das wird sicherlich sehr schwer, aber wir hoffen, dass wir weit kommen."