10. März 2021 / 19:46 Uhr

Zum neunten Mal im CL-Viertelfinale! Wolfsburgs Coach Lerch: "Wahnsinn!"

Zum neunten Mal im CL-Viertelfinale! Wolfsburgs Coach Lerch: "Wahnsinn!"

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
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Da ist die Führung: Pia-Sophie Wolter zeigt es an. Das 1:0 beseitigte letzte Zweifel am Weiterkommen des VfL Wolfsburg beim 2:0 in Györ gegen Lilleström.
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Und wieder unter den letzten Acht in der Königsklasse. Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg haben es erneut geschafft, was Coach Stephan Lerch als "Wahnsinn" bezeichnet. Stimmen zum 2:0 gegen Lilleström SK.   

Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg sind in das Champions-League-Viertelfinale eingezogen! Die Weichen waren bereits durch das 2:0 im Hinspiel gestellt, auch im Rückspiel gegen Lilleström SK ließ der Bundesligist nichts anbrennen und gewann erneut mit 2:0.

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Die Wolfsburgerinnen stehen zum neunten Mal in Folge im Viertelfinale. Wolfsburgs Trainer Stephan Lerch. "Das ist Wahnsinn und schon sehr beeindruckend. Man kann nicht oft genug betonen, dass das keine Selbstverständlichkeit ist", so der 36-Jährige. Lilleström habe einiges versucht und war im Vorfeld überraschend dagegen, dass der harte Platz noch einmal bewässert wird. Und das, so Lerch, zeigte, dass "sie uns nichts schenken wollten. In der Anfangsphase war eine gewisse Hektik drin, die sich auch auf unser Spiel ausgewirkt hat. Man hatte nicht sofort die Kontrolle und der LSK einige Standards. Es ist nichts passiert, aber man hat gesehen, dass sie uns das Leben schwer machen wollten." Der Doppelschlag kurz vor der Pause "war für uns sehr gut. Wir konnte dadurch in der Halbzeit schon einige Kräfte schonen. Unser Ziel war es, konsequent und stabil in die nächste Runde einzuziehen und das ist uns gelungen."

Und jetzt? Bayern, Chelsea, Lyon und Co. warten unter anderem als mögliche als Gegner im Viertelfinale, ein Wunschlos gibt es nicht. "Wir nehmen es, wie es kommt. In der Verlosung sind absolute Top-Mannschaften drin, wo jeder jeden schlagen kann. Wir haben uns über Jahre Respekt bei den Gegner erspielt und dementsprechend spielt man sicher auch nicht gerne gegen uns. Wir freuen uns, dass die Reise weitergeht", so Lerch.

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Die Partie gegen Lilleström wurde in Györ ausgetragen. Für Offensivspielerin Zsanett Jakabi war es eine Rückkehr in die Heimat. Die gebürtige Ungarin spielt seit 2009 in Wolfsburg und kam damals von MTK Hungaria Budapest in die Autostadt - im Sommer wird sie ihre Karriere beenden. "Das hat viel Spaß gemacht, auch zu Hause zu spielen. Ich hatte wirklich Bock, wieder auf dem Platz zu stehen, nachdem ich eine Woche aufgrund meiner Verletzung nicht viel machen konnte", so die 31-Jährige. Unterm Strich "haben wir verdient gewonnen, auch wenn wir noch mehr Tore hätten schießen müssen. Lilleström hat trotz Rückstand weitergemacht und mitgespielt, das fand ich wirklich gut. Ich bin sehr froh, dass wir jetzt eine Runde weitergekommen sind und nur das zählt!"

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Pia-Sophie Wolter hatte ihr Team kurz vor der Pause in Führung gebracht. Lange gab es Verwirrung, ob LSK-Verteidigerin Ina Gausdal die missglückte Knieabwehr von Torfrau Ida Norstrom nach Kopfball der VfLerin ins eigene Tor grätschte. "Wenn ich ehrlich bin", so Wolter, "würde ich das eher als Eigentor werten. Ich finde es zwar nett, dass ich das Tor bekommen habe, würde aber sagen, dass fünfzig Prozent davon dem LSK gehören."

(Anm.: Die UEFA korrigierte das Tor zu einem Eigentor von Gausdal)

Ingrid Engen, die von 2018 bis 2019 das Trikot des LSK trug, machte mit ihrem Tor zum 2:0 nur wenige Minuten später den Deckel drauf. "Es bedeutet mir immer viel, in der Königsklasse zu treffen, aber natürlich ist es schon etwas Besonderes, ausgerechnet gegen sie ein Tor zu machen. Ich habe auch extra nicht viel gefeiert, aber es war ein schönes Tor.", so die Mittelfeldakteurin, die den VfL genau wie Jakabfi nach der Saison verlassen wird. Engen weiter: "Es war sehr wichtig, mit zwei Toren in die Halbzeit zu gehen, denn der erste Durchgang war sehr hektisch. So war es dann ruhiger und wir hatten mehr Kontrolle. Ich bin gespannt, wer als Nächstes auf uns wartet und freue mich schon."

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