05. Mai 2021 / 19:11 Uhr

Zum vierten Mal in Serie: Waspo 98 schnappt sich gegen Spandau den Supercup

Zum vierten Mal in Serie: Waspo 98 schnappt sich gegen Spandau den Supercup

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Waspo 98 Hannover feiert den vierten Erfolg im Supercup in Serie.
Waspo 98 Hannover feiert den vierten Erfolg im Supercup in Serie. © Florian Petrow
Anzeige

Die Wasserballer von Waspo 98 Hannover haben den ersten Titel der Saison errungen. In einem Finale, das zum Kraftakt wurde, setzte sich das Team von Trainer Karsten Seehafer im Stadionbad mit 8:6 gegen Dauerrivale Spandau 04 durch.

Anzeige

Waspos Ivan Nagaev schnappte sich ganz allein Trainer Karsten Seehafer und wuchtete sich mit ihm ins Becken des Stadionbades. Der Meister hat den ersten Titel der neuen Saison gewonnen, holte zum vierten Mal am Stück den Supercup. Waspo 98 schlug Spandau 04 mit 8:6 (1:1, 2:2, 3:2, 2:1). „An einem guten Tag setzen wir uns früher ab, dennoch war es verdient. Wir sind konzentriert geblieben, als es nicht so lief“, sagte Seehafer.

Anzeige

Im 21. Duell um den Supercup war es der sechste Sieg für Waspo. Im ersten Viertel traf nur Nagaev per Strafwurf, sonst glänzten die Torhüter. Für Waspo war das Moritz Schenkel mit fünf Paraden, auch Spandaus Laszlo Baksa entschärfte zwei Bälle aus Nahdistanz. „Spielt es doch ruhiger“, schimpfte Seehafer in der Viertelpause. Im zweiten Abschnitt schlug Waspo zweimal in Überzahl zu, das Tor zum 3:2 glückte Darko Brguljan mit einem seiner gefürchteten Schnellschüsse.

Bilder vom Wasserball-Spiel um den Supercup zwischen Waspo 98 Hannover und Spandau 04

Bilder vom Wasserball-Spiel um den Supercup zwischen Waspo 98 Hannover und Spandau 04 Zur Galerie
Bilder vom Wasserball-Spiel um den Supercup zwischen Waspo 98 Hannover und Spandau 04 © Florian Petrow

Supercupfinale geriet zu einem Kraftakt

Nach dem Seitenwechsel geriet Waspo erstmals in Rückstand, da klatschte Spandau-Präsident Hagen Stamm verhalten. Marko Macan glich per Distanzwurf aus und schlug daraufhin jubelnd aufs Wasser. Den erneuten Ausgleich besorgte Julian Real, auch er löste es mit Gewalt in diesem kampfbetonten und spannenden Endspiel. Beide Teams haben binnen acht Tagen sieben Partien zu spielen, das ist sogar im Wasserball sehr viel. Fynn Schütze traf zum 6:5 vor dem Schlussviertel. Die Partie geriet zu einem Kraftakt.



Als Schenkel einen Wurf in Unterzahl hielt und Real im Gegenzug zum 7:5 traf, war die Vorentscheidung gefallen. „Im letzten Viertel entscheiden sich die Spiele, das wird noch ein harter Fight mit Spandau diese Saison“, sagte Real hinterher. Matija Brguljan und Spandaus Mateo Cuk gerieten dann noch kurz aneinander, beide mussten raus. Sekunden später machte der gute Ante Corusic mit dem 8:5 alles klar. Der überragende Schenkel bejubelte noch lautstark seine 13. und letzte Parade, wenig später gingen alle Waspo-Spieler jubelnd baden und machten die Welle.

„Das habe ich genossen, nachdem wir uns so durchgekämpft haben“

Seidensticker hatte sich rechtzeitig auf die Tribüne geflüchtet und nahm Seehafers Gemahlin Meike in den Arm: „Lass dich mal drücken, das ist so ein schöner Tag“, sagte der Vorsitzende strahlend. Und weil es so schön war, herzte er auch gleich noch die Töchter des Coaches, Emma und Pauline.

Papa Seehafer blieb derweil noch allein im Becken, ließ sich ein wenig treiben und kühlte sich von der Schwüle des Stadionbades ab. „Das habe ich genossen, nachdem wir uns so durchgekämpft haben“, sagte der Coach. Zum Schluss posierte das Team mit Pokal am Beckenrand und genoss dann ein Supercup-Sieger-Bierchen.

Waspo 98 feiert den Gewinn des Supercups

Der kroatische Star Macan sagte auf dem Weg zur Dopingprobe: „Das ist alles schön. Aber wir müssen diesen Sieg am besten heute Nacht vergessen, es kommen wichtigere Aufgaben.“ Das Team habe gezeigt, dass es bereit ist, so Macan weiter: „Wir wollen noch weitere Titel holen.“