19. Juni 2019 / 20:31 Uhr

Zur Pause knapp, am Ende deutlich: SV Calberlah verliert Freundschaftsspiel gegen Eintracht Braunschweig mit 0:11

Zur Pause knapp, am Ende deutlich: SV Calberlah verliert Freundschaftsspiel gegen Eintracht Braunschweig mit 0:11

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Foto: Lea Rebuschat, Fußball, Herren, SV Calberlah-Eintracht Braunschweig, Freundschaftsspiel
Highlight vor stattlicher Kulisse: 1100 Zuschauer kamen zum Freundschaftsspiel des SV Calberlah gegen Eintracht Braunschweig. © Lea Rebuschat
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Das war ein echtes Highlight für den SV Calberlah! Die Bezirksliga-Fußballer hatten vor stattlicher Kulisse Drittligist Eintracht Braunschweig zu Gast, hängten sich richtig rein und hielten sogar lange die Null – am Ende gab’s ein 0:11 (0:2), aber der SV musste sich mit seiner Leistung wirklich nicht verstecken.

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Klar, die Eintracht war von Beginn an besser, aber Calberlah kämpfte aufopferungsvoll, versteckte sich nicht. Nach 20 Minuten gingen die Gäste fast in Front, Ignatz Gretz klärte einen Torschuss jedoch auf der Linie, wenig später schaffte der Calberlaher das noch einmal. Philipp Korsch im SV-Kasten zeichnete sich zudem auch durch starke Paraden aus, die mit Szenenapplaus bedacht wurden – bei Benjamin Kessels Torschuss (30.) aus der Drehung half auch mal die Latte aus.

Den ersten Treffer des Spiels machte Calberlah sogar selbst – allerdings ins eigene Tor: Braunschweigs Marcel Bär legte den Ball am Fünfmeterraum quer, René Dragendorf versuchte per Grätsche zu klären, traf stattdessen den eigenen Kasten. Bis zur Pause erhöhten die Profis durch Nick Proschwitz noch auf 2:0.

In der Pause wechselte die Eintracht fast komplett durch, Calberlah tauschte dann im Laufe der zweiten Hälfte – und in der gelang Braunschweig dann mehr: Das Spiel fand viel häufiger vor Calberlahs Strafraum statt, Julian Plagge konnte aber immerhin noch einmal mit einem tollen Solo-Lauf auf dem linken Flügel glänzen. Unterm Strich wurde es dann doch deutlich – Orhan Ademi machte dabei gleich vier Treffer für den Drittligisten, bei dem Christian Flüthmann seinen Einstand als Cheftrainer gab und Peter Vollmann als Sportdirektor debütierte.

Rund ums Freundschaftsspiel SV Calberlah gegen Eintracht Braunschweig

Rund ums Freundschaftsspiel SV Calberlah gegen Eintracht Braunschweig. Zur Galerie
Rund ums Freundschaftsspiel SV Calberlah gegen Eintracht Braunschweig. © Lea Rebuschat
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Auch wenn's zweistellig wurde: Calberlah gab nicht auf, wusste auch mit der Kulisse zu überzeugen. Der Platz war gerammelt voll, rund 1100 Zuschauer hatten sich eingefunden, applaudierten bei gelungenen SV-Aktionen stets, feuerten an – sowohl die Eintracht als auch Calberlah. Ein gelungenes Spiel war es also in jedem Fall.

Das fand auch Rudi Remus: „Ich bin sehr zufrieden. Das war tolle Werbung für den SV, wie bestellt“, freute sich Calberlahs Organisator. „Der Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft waren noch größer, als ich gedacht hatte. Das stimmt mich optimistisch für den Kühl-Cup.“ Der startet am 22. Juli – das nächste Highlight lässt also nicht lange auf sich warten...

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SV: Korsch (69. Dömpke) – Gretz (55. Neuwirt), Theuerkauf (81. Werner), Dragendorf , Linke (60. Lohmann) – J.-C. Ahrens, Hernier, N. Ahrens, Plotek (46. Greszik) – J. Plagge, M. Plagge (55. Remus).

Eintracht – erste Halbzeit: Fejzic – Nkansah, Becker, Kessel – Schlüter, Fürstner (12. Pfitzner), Y. Otto – Bär, Kobylanski – Proschwitz, Feigenspan.

Eintracht – zweite Halbzeit: Engelhardt – Kijewski, N. Otto, Menz – Bürger, Pfitzner, Bulut – Schwenk, Thorsen – Ademi, Putaro.

Schiedsrichter: Laeseke (Steinhorst).

Zuschauer: 1100.

Tore: 0:1 (33.) Dragendorf (Eigentor), 0:2 (37.) Proschwitz, 0:3 (48.) Thorsen, 0:4 (51.) Ademi, 0:5 (57.) Schwenk, 0:6 (69.) Thorsen, 0:7 (73.) Ademi, 0:8 (78.) Ademi, 0:9 (81.) Putaro, 0:10 (88.) Ademi, 0:11 (90.) Sauerland.

Die Stimmen zum Spiel

Dass die Bezirksliga-Fußballer vom SV Calberlah mit 0:11 (0:2) den Drittliga-Profis von Eintracht Braunschweig unterlagen, war Nebensache – im Vordergrund stand das Erlebnis. Und das fand bei den Akteuren viel Anklang.

Für Marco Propfe war die Partie die letzte als SV-Coach, einige Spieler verabschiedeten sich ebenfalls. Das Highlight zum Abschluss „war natürlich überragend. Geil, wie viele Zuschauer da waren!“ Und auch von seinem Team war der scheidende Trainer überzeugt: „Wir haben die ersten 30 Minuten gut gegengehalten. Wenn du dann ein Tor kriegst, brechen die Dämme natürlich – und dass die letzten 20 Minuten schwer werden würden, war uns bewusst.“

Den ersten Treffer markierte dabei Calberlahs René Dragendorf ins eigene Tor – und nahm's mit Humor. „Ich dachte mir, die Eintracht könnte langsam mal einen Dosenöffner gebrauchen, da habe ich mich mal angeboten“, scherzte der Abwehrspieler, der ebenfalls ein positives Fazit zog: „Es hat richtig Spaß gemacht, vor so vielen Leuten zu spielen.“ Zudem zog er den Hut vor Organisator Rudi Remus: „Einen Riesendank im Namen der Mannschaft an Rudi. Was er auf die Beine gestellt hat, ist Wahnsinn!“

Calberlahs Defensivmann Justus Linke, wie Dragendorf Eintracht-Fan, freute sich ebenfalls über die Partie: „Vom Tempo her war das irre. Am Anfang habe ich etwas mit den Braunschweigern mitgelitten, dachte mir, dass es für sie nicht gut aussehen würde, wenn sie nicht bald ein Tor machen...“ Später machte Linke fast selbst einen Treffer, erwischte jedoch nur die Latte.

SV-Keeper Philipp Korsch musste derweil zwar gleich sechsmal hinter sich greifen, hatte aber trotzdem gute Laune: „Gerade, wenn man viel zu tun bekommt, macht es Spaß. Drei, vier Gegentore weniger wären allerdings besser gewesen, es war aber eine super Veranstaltung – es macht Spaß, vor so einer Kulisse zu spielen, und das in der Heimat.“

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