13. April 2021 / 17:17 Uhr

Zurück auf den Platz? Pfeil Broistedt plant Individualtraining

Zurück auf den Platz? Pfeil Broistedt plant Individualtraining

Matthias Preß
Peiner Allgemeine Zeitung
Im Oktober durften die die Broistedterinnen (blau) noch spielen. Die Szene stammt aus dem Spiel gegen Sparta Göttingen. Jetzt versuchen die Pfeile, mit Individualtraining auf den Platz zurückkehren zu dürfen.
Im Oktober durften die die Broistedterinnen (blau) noch spielen. Die Szene stammt aus dem Spiel gegen Sparta Göttingen. Jetzt versuchen die Pfeile, mit Individualtraining auf den Platz zurückkehren zu dürfen. © Ralf Büchler
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Für die Fußballerinnen des FC Pfeil Broistedt war die Saison hervorragend verlaufen – bis zum Abbruch. Aus den fünf absolvierten Spielen holten sie 13 Punkte und stehen im Viertelfinale des Niedersachsenpokals. Jetzt hofft der Verein, mit Individualtraining wieder auf den Platz zu dürfen. 

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Es hätte eine Supersaison für die Oberliga-Fußballerinnen des FC Pfeil Broistedt werden können. Sie standen in der Tabelle glänzend da, als die Serie gestoppt wurde. Dennoch sagt Trainer Börge Warzecha: „Der Abbruch war die richtige Entscheidung. Sie hat nur zu lange gedauert.“ Trotz der Zwangspause sind die Kickerinnen nicht untätig. Was der Verein unternimmt, schildert Warzecha im PAZ-Wintercheck:

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Meine Bilanz der Hinrunde: „Die ist sehr, sehr gut. Wir standen beim Saisonabbruch auf dem zweiten Tabellenplatz, hatten – bis auf ein Testspiel gegen den Regionalligisten ATS Buntetor – kein Spiel verloren. Im Niedersachsenpokal stehen wir im Viertelfinale, und vielleicht wird der Wettbewerb ja noch in irgendeiner Form weitergespielt. Insgesamt haben wir uns gegen gute Gegner gut aus der Affaire gezogen, auch wenn man einräumen muss, dass das eine oder andere Spiel eng verlaufen ist. Aber in der Saison zuvor hätten wir diese Spiele vielleicht verloren. Die Mannschaft und auch einzelne Spielerinnen haben einen Entwicklungsprozess erlebt, und auch die Erfahrung in der Liga ist gewachsen.“

Mehr aus der Serie PAZ-Wintercheck

Die aktuelle Situation: „Mittwochs lädt Denise Gregor die Mädels zum Online-Training, freitags lädt das Trainerteam ein. Wir hatten zum Beispiel die Laufchallenge nach Mallorca, aber so etwas kann man nicht monatelang durchziehen. Jetzt versuchen wir, zwei- bis dreimal pro Woche wenigstens für eine halbe Stunde Bewegung ins Team zu bringen. Die Mädels können skaten, Rad fahren oder laufen, aber das kontrollieren wir nicht. Wir planen jetzt allerdings Individualtraining auf der Sportanlage. Wir erarbeiten ein Konzept, das hoffentlich umgesetzt werden kann. Dafür müsste der Sportplatz aufgeteilt werden, und dann macht ein Trainer mit jeweils einer Spielerin – immer in gleicher Konstellation – Übungseinheiten auf der Anlage. Vielleicht können wir schneller auf den Platz zurückkommen, als angenommen. Das wäre mein Wunsch. Das Konzept soll aber nicht nur für die Oberliga-Frauen gelten, sondern für alle Fußballer.“

War der Saisonabbruch richtig? „Das lange Herumeiern hätte man uns ersparen können. Es war ja abzusehen, dass die Saison nicht wie geplant fortgesetzt werden kann. Ich hätte mir da eine schnellere Entscheidung gewünscht. Sie war aber letztlich richtig. Man sollte sich allerdings mittelfristig über die Ausschreibung beziehungsweise Satzung Gedanken machen. Es kann ja sein, dass uns in zwei, drei Jahren wieder eine Pandemie mit einem anderen Namen als Corona erwischt.“

Meine persönliche Zukunft: „Ich hatte vergangenes Jahr für zwei Spielzeiten unterschrieben. Solange es mir und den Mädels Spaß macht und auch der Verein zufrieden ist, mache ich gern weiter. Sollte einer der Faktoren nicht mehr zutreffen, werden wir darüber sprechen und eine Lösung finden. Einige Jahre möchte ich auf jeden Fall noch als Trainer arbeiten.“

Zu- und Abgänge: „Wir sind zwar immer bestrebt, uns zu verstärken, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es große Veränderungen im Kader geben wird. Unser Kader ist gut und breit aufgestellt. Ich gehe davon aus, dass alle Mädels auch in der neuen Saison bleiben, zumal ja die abgebrochene eigentlich kaum stattgefunden hat.“

Von Matthias Press