19. September 2020 / 08:37 Uhr

47.000 Zuschauer in sieben Stadien: So läuft die Fan-Rückkehr am Bundesliga-Wochenende

47.000 Zuschauer in sieben Stadien: So läuft die Fan-Rückkehr am Bundesliga-Wochenende

Heiko Ostendorp und Andreas Schirmer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Fans kehren in die Stadien zurück: So viele Zuschauer sind am Wochenende dabei.
Die Fans kehren in die Stadien zurück: So viele Zuschauer sind am Wochenende dabei. © imago images/Sportfoto Rudel/Karina Hessland/Team 2/Montage
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Am Samstag und am Sonntag finden in der Bundesliga erstmals seit Monaten wieder Spiele mit Zuschauern statt. Der SPORTBUZZER gibt einen Überblick über die Anzahl der zugelassenen Fans und den Ablauf in den Stadien.

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Endlich wieder Bundesliga-Fußball. Endlich wieder Stadion. Endlich wieder Bratwurst und Bier. So könnte das Motto zumindest für einige Fans lauten, wenn an diesem Wochenende wieder der Ball rollt – doch ganz so läuft es zu Corona-Zeiten dann doch (noch) nicht. Bis zu 20 Prozent der Stadionkapazität dürften die 18 Klubs nach einem Beschluss der Bundesländer in dieser Woche wieder zulassen – eigentlich.

Doch beim Auftaktspiel der neuen Saison zwischen dem FC Bayern München und Schalke 04 am Freitagabend waren gar keine Zuschauer in der Allianz Arena anwesend, aufgrund steigender Infektionszahlen in München. Ebenfalls leer wird das Stadion an diesem Samstag in Köln sein. Die Partie gegen die TSG Hoffenheim muss nach einer Entscheidung der Stadt Köln von Freitagabend ohne Fans stattfinden. Eigentlich hatten 9200 Zuschauer kommen sollen.

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Bei den anderen sieben Partien des ersten Spieltags werden zwischen 500 (in Wolfsburg) und 10.000 Fans (in Dortmund) im Stadion dabei sein. Und auch das natürlich unter besonderen Bedingungen. Beim Topspiel zwischen dem BVB und Borussia Mönchengladbach hat der Gastgeber die Eintrittskarten ausschließlich an Dauerkarteninhaber, die ihren ersten Wohnsitz in Dortmund oder einer anderen nordrhein-westfälischen Stadt haben, verteilt, um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können. Zudem müssen die Fans ihren Namen, ihre Anschrift, ihre Handynummer und ihre ­E-Mail-Adresse angeben. In Leipzig läuft es ähnlich. Dort ist eine Wohnortadresse in Sachsen unerlässlich, um bei einer Bewerbung für eines der 8500 Tickets Erfolgschancen zu haben.

BVB: Fans sollen zu Fuß oder mit Auto anreisen

Beim 1. FC Köln sollen, wenn sie dann wieder dürfen, 6500 Dauerkarteninhaber, die auf eine Erstattung verzichtet haben, bei der Vergabe der Plätze bevorzugt werden. Erst danach sind die Fans dran, die eine Erstattung in Anspruch genommen haben. Hier soll ein Rotationsprinzip etabliert werden, um verschiedenen Anhängern die Chance auf Karten zu geben. Generell wird künftig ein Losverfahren durchgeführt.

Volle Züge oder Fanmärsche sollen vermieden werden. In Frankfurt werden daher besonders lange Züge eingesetzt. Zudem sollen die Fans frühzeitig anreisen und am besten einige Haltestellen vor dem Stadion aussteigen. Der BVB bittet seine Anhänger, zu Fuß oder mit dem Auto anzureisen. Um am Einlass große Menschenansammlungen zu verhindern, setzen viele Klubs auf verschiedene Zutrittszeiten, die in Dortmund und Leipzig auf den Karten vermerkt sind. Auch in Bremen werden die Ticketbesitzer informiert, wann sie ins Stadion kommen sollen. "Es ist ganz wichtig, dass sich die Fans disziplinieren und an die Zeiten halten. Sonst können wir den Einlass nicht gewährleisten", sagte Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald. Das Weserstadion wird in zehn Sektionen geteilt, die strikt voneinander getrennt sind. Bei RB Leipzig gibt es 15 Bereiche.

Gesundheitsämter haben das letzte Wort zu Fan-Rückkehr

Schlangen und Gedränge soll es auch an Toiletten und Würstchenbuden nicht geben. "Toilettengänge direkt vor Anpfiff, in der Halbzeit sowie mit Abpfiff sollten vermieden werden", schreibt der BVB in einer Mitteilung an die Fans. Bei Eintracht Frankfurt gilt zudem: Ruhe bitte! "Die Besucher sind angewiesen, bei Toilettengängen während des Spiels keine Gespräche im Vorbeigehen mit anderen sitzenden Besuchern zu führen", heißt es im Zuschauer- und Hygienekonzept der Hessen. Alle Bundesligisten sind bemüht, die Anzahl und Vergabekriterien so früh wie möglich bekannt zu geben. Allerdings können sich die Rahmenbedingungen, die abhängig von den Infektionszahlen sind, selbst am Spieltag noch ändern – das letzte Wort hat das Gesundheitsamt. Und daran wird sich zumindest auf absehbare Zeit auch nichts ändern.

Die zugelassenen Zuschauer-Zahlen am Bundesliga-Wochenende im Überblick

Samstag, 15.30 Uhr
Eintracht Frankfurt - Arminia Bielefeld - 6500 Zuschauer
Union Berlin - FC Augsburg - 5000 Zuschauer
1. FC Köln - TSG Hoffenheim - keine Zuschauer
Werder Bremen - Hertha BSC - 8500 Zuschauer
VfB Stuttgart - SC Freiburg - 8000 Zuschauer

Samstag, 18.30 Uhr
Borussia Dortmund - Borussia Mönchengladbach - 10.000 Zuschauer

Sonntag, 15.30 Uhr
RB Leipzig - FSV Mainz 05 - 8500 Zuschauer

Sonntag, 18 Uhr
VfL Wolfsburg - Bayer Leverkusen - 500 Zuschauer