19. August 2022 / 22:28 Uhr

Zwei Elfmeter, ein Tor: Alassane Plea schießt Gladbach zum Sieg und vergrößert Hertha-Sorgen

Zwei Elfmeter, ein Tor: Alassane Plea schießt Gladbach zum Sieg und vergrößert Hertha-Sorgen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Alassane Plea (Mitte) hat Borussia Mönchengladbach zum Sieg geschossen.
Alassane Plea (Mitte) hat Borussia Mönchengladbach zum Sieg geschossen. © IMAGO/Moritz Müller
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Borussia Mönchengladbach surft weiter auf einer Erfolgswelle und schnappt sich zumindest für eine Nacht die Tabellenführung. Die weiterhin ungeschlagene Fohlenelf konnte es sich beim Heimsieg über Hertha BSC am Freitagabend sogar leisten, einen von zwei Elfmetern zu verschießen. Die Berliner bleiben sieglos.

Borussia Mönchengladbach grüßt zumindest für einen Tag von der Tabellenspitze der Bundesliga und bleibt unter dem neuen Trainer Daniel Farke unbesiegt. Die Gladbacher bezwangen Hertha BSC am Freitagabend mit 1:0 (1:0) und eroberten mit sieben Punkten Platz eins. Die in dieser Saison und unter Trainer Sandro Schwarz noch sieglosen Berliner stecken trotz eines couragierten Auftritts schon wieder in der Abstiegszone fest.

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Vor 48.411 Zuschauern im Borussia-Park erzielte Alassane Plea (34./Handelfmeter) den entscheidenden Treffer für die Gastgeber. Einen zweiten Handelfmeter vergab Jonas Hofmann (70.), der kurz vor der Ausführung eine kleine Diskussion mit Plea geführt hatte. Der Herthaner Filip Uremovic, der den zweiten Elfmeter verursachte, flog dafür mit Gelb-Rot vom Platz (69.).

Erfreulich: Marco Richter stand fünf Wochen nach seiner Hodenkrebs-Diagnose und anschließender Operation erstmals wieder im Hertha-Kader. Zuvor hatte der Mittelfeldspieler, der sich keiner Chemotherapie unterziehen musste, zehn Tage mit der Mannschaft problemlos trainiert.

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In der Startelf vertrauten beide Trainer aber ihren zuletzt bewährten Formationen. Farke schickte im dritten Ligaspiel sogar zum dritten mal die gleiche erste Elf aufs Feld, der zuletzt verletzte Kapitän Lars Stindl saß zunächst nur auf der Bank. Bei Hertha fehlte dagegen der Kapitän: Marvin Plattenhardt stand es wegen muskulärer Probleme nicht im Kader.

Hertha BSC versteckt sich keinesfalls

Es entwickelte sich eine muntere Partie mit Chancen auf beiden Seiten. In der 4. Minute vergab der Herthaner Dodi Lukebakio, der nach einem Fehlpass von Christoph Kramer alleine aufs Gladbacher Tor gesprintet war. Kurz darauf traf Plea nach einer feinen Einzelleistung den Pfosten (7.), der Berliner Marc Oliver Kempf hatte den Ball noch entscheidend abgefälscht. Zehn Minuten später hatten die Gladbacher Fans gleich zweimal den Torschrei auf den Lippen, doch Hertha-Keeper Oliver Christensen reagierte gegen den verunglückten Klärungsversuch seines Teamkollegen Ivan Sunjic und den Nachschuss von Marcus Thuram herausragend.

Die Gäste versteckten sich keineswegs und versuchten mit teilweise hohem Pressing und frühen Ballgewinnen überfallartig zu kontern. So kam auch Hertha immer wieder zum Abschluss, vor allem die schnellen und dribbelstarken Lukebakio und Chidera Ejuke bereiteten der Borussen-Abwehr einige Probleme.

Beim Führungstreffer der Hausherren half jedoch ein Herthaner mit: Maximilian Mittelstädt hatte den Ball nach einer Flanke von Jonas Hofmann mit der Hand im Strafraum berührt, den fälligen Elfmeter verwandelte Plea sicher. Die Berliner hatten aber noch vor dem Seitenwechsel durch Lukebakio (43.) die Chance auf den Ausgleich.

Auch in der zweiten Halbzeit blieb das Spiel weitgehend ausgeglichen. Die Gäste steckten nicht auf und hatten nun auch etwas mehr Ballbesitz, weil die Borussia sich stärker zurückzog. Torhüter Yann Sommer stand fortan öfters im Mittelpunkt, doch die bis dahin beste Chance der zweiten Halbzeit hatten aber die Gladbacher durch Hofmann, der jedoch beim Strafstoß am starken Christensen scheiterte. In Überzahl ließ Gladbach dann Ball und Gegner laufen.