21. September 2022 / 20:47 Uhr

"Zwei komplett verschiedene Rollen": Welche DFB-Position Kai Havertz "etwas schwerer" fällt

"Zwei komplett verschiedene Rollen": Welche DFB-Position Kai Havertz "etwas schwerer" fällt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kai Havertz ist im DFB-Team vielseitig einsetzbar.
Kai Havertz ist im DFB-Team vielseitig einsetzbar. © IMAGO/Jan Huebner (Montage)
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Kai Havertz ist beim FC Chelsea und in der deutschen Nationalmannschaft gesetzt – bei der WM 2022 könnte der Offensivspieler allerdings eine andere Position als im Verein bekleiden. Auch wenn ihm der Positionswechsel nichts ausmacht, "etwas schwerer" würde er sich jedoch in einer bestimmten Rolle tun.

Hinter Joshua Kimmich und Jamal Musiala (beide 80 Millionen Euro) ist Kai Havertz mit einem Marktwert von 70 Millionen Euro (laut Transfermarkt.de) der drittwertvollste Spieler des DFB-Kaders – und der Wert des Superstars des Premier-League-Klubs FC Chelsea spiegelt sich vor allem in dessen Variabilität wider. Der 23-Jährige kann auf fast jeder Offensivposition spielen und stellte das unter Bundestrainer Hansi Flick bereits eindrucksvoll unter Beweis: Seit dem Flick-Einstand Anfang September 2021 kam Havertz bisher noch nie in aufeinanderfolgenden Partien auf der gleichen Position zum Einsatz. Dem Ex-Leverkusener macht das aber nichts aus: "Meine Position ist mir nicht so wichtig. Ob ich auf der Zehn, auf der Neun oder auf der rechten Seite spiele, ich will der Mannschaft helfen und das Vertrauen des Trainers rechtfertigen", sagte Havertz im Interview mit dem Kicker (Donnerstagsausgabe) und verriet gleichzeitig, welcher Positionswechsel dem flexiblen Star doch etwas Kopfzerbrechen bereite.

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So könne sich der "Blues"-Stürmer zwar grundsätzlich "in jede Position hineinversetzen" – aber: "Natürlich fällt es mir auf der Zehn etwas schwerer, weil ich bei Chelsea in den vergangenen eineinhalb Jahren eigentlich nur Mittelstürmer gespielt habe und das zwei komplett verschiedene Rollen sind", erklärte Havertz, der seine Karriere in Leverkusen als "Zehner" begann, ehe er in London unter Ex-Trainer Thomas Tuchel immer mehr in die "Neuner"-Rolle rückte. Seit seinem Wechsel von der Werkself für 80 Millionen Euro zu Chelsea im September 2020 gelangen dem Siegtorschützen im Champions-League-Finale 2021 bereits 24 Treffer und 14 Torvorlagen in genau 100 Einsätzen.

Kai Havertz über Neuanfang unter Hansi Flick: "trägt Früchte"

Auch dank der Flexibilität des 28-maligen Nationalspielers hat sich die Flick-Elf in der Nations League eine gute Ausgangsposition erarbeitet. Vor dem Spiel gegen die Ungarn in Leipzig (Freitag, 20.45 Uhr/ZDF) belegt Deutschland in seiner Gruppe Rang zwei hinter dem kommenden Gegner und hätte bei einem Sieg den Einzug ins Final-Four-Turnier im kommenden Sommer in der eigenen Hand. "Wir haben das klare Ziel, die Gruppe zu gewinnen und damit das Final Four im Juni zu erreichen. Dann geht es um einen Titel, und als Fußballer willst du alles mitnehmen, was geht", gibt Havertz die Richtung klar vor.

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Etwas weniger als zwei Monate vor der Weltmeisterschaft in Katar (Beginn am 20. November) hält zudem eine Top-Serie an. Unter Hansi Flick, dem Nachfolger von Joachim Löw, gab es noch keine Niederlage. Auch das motiviert den DFB-Star Havertz: "Solch eine Serie von 13 Spielen ohne Niederlage, wie wir sie hingelegt haben, tut uns natürlich gut, weil du spürst, dass der Neuanfang Früchte trägt", zeigte sich der Chelsea-Profi zufrieden und hofft durch gute Auftritte in der Nations League zudem auf einen positiven Effekt auf die WM. "Wenn wir auch die nächsten beiden Spiele so bestreiten, kann uns das viel Selbstbewusstsein fürs Turnier geben."