25. Februar 2022 / 19:29 Uhr

Zwei Leipziger dabei: Deutsches Rollstuhlrugby-Team kämpft um EM-Bronze

Zwei Leipziger dabei: Deutsches Rollstuhlrugby-Team kämpft um EM-Bronze

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Rollstuhlrugby: Der Leipziger Nationalspieler Josco Wilke ist bei der EM auf Punktejagd.
Rollstuhlrugby: Der Leipziger Nationalspieler Josco Wilke ist bei der EM auf Punktejagd. © Nadine Bieneck
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Gegen Frankreich war zwar im Halbfinale Schluss, aber: Die Deutschen Rollstuhlrugby-Spielerinnen und -Spieler präsentieren sich bei der EM in Paris stark. Mit Josco Wilke und Jens Sauerbier sind auch zwei Leipziger mit am Start.

Leipzig. Starker Auftritt der deutschen Nationalmannschaft bei den Rollstuhlrugby-Europameisterschaften in Paris. Das Team mit den beiden Leipzigern Josco Wilke (Leipziger Behinderten- und Reha-Sportverein) und dem für Magdeburg startendem Jens Sauerbier stand am Freitag im Halbfinale und greift nach einer Medaille. Die Frauen und Männer in den schwarz-rot-goldenen Trikots waren gleich zum Turnierbeginn hellwach, denn im Eröffnungsspiel gelang ein 63:55-Sieg gegen die Niederlande. Dies war der Grundstein, um das von Bundestrainer Christoph Werner angestrebte Ziel in die Tat umzusetzen: „Unser erstes Ziel ist das Erreichen des Halbfinales“, hatte der Coach gesagt. Der Einzug ins Semifinale gelang durch ein 52:36 gegen Polen – und damit auch die Qualifikation für die WM im Oktober in Dänemark. Selbst bei der 52:64-Niederlage gegen Turnierfavorit Großbritannien schlugen sich die Deutschen stark. Im Halbfinale waren sie gegen Frankreich aber erneut Außenseiter und unterlagen 42:55 – nun geht es gegen Dänemark um Bronze.

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Im zehnköpfigen Kader der Deutschen stehen mit Mascha Mosel und Britta Kripke erstmals auch zwei Frauen. „Ich denke, wir haben eine gute Mischung aus Erfahrung und jungen Nachwuchstalenten gefunden“, sagt Cheftrainer Christoph Werner. Genau diese Mischung verkörpern der erfahrene Jens Sauerbier (34) und Nachwuchsstar Josco Wilke (20). Der Sachse wurde bereits 2019 bei seiner EM-Premiere in Dänemark auf Anhieb in das All-Star-Team gewählt. Von coronabedingten Ausfällen in der Vorbereitung blieb die deutsche Mannschaft glücklicherweise verschont und hatte sich Anfang Februar beim Trainingslager in Großwallstadt den letzten Feinschliff geholt. Lediglich Jens Sauerbier konnte beim Trainingslager nicht dabei sein, da er noch an den Folgen einer Operation laborierte.

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„Die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut und vor allem die Starting Four, zu der auch ich gehöre, ist gut eingespielt – das ist unsere große Stärke,“ so Josco Wilke. „Im Trainingslager standen vor allem Taktikschulungen auf dem Programm – eigene Spielzüge, aber auch das Abwehrverhalten gegen unsere Gegner,“ so der junge Leipziger. Der ehemalige Hockeyspieler und Sportgymnasiast Josco Wilke ist aufgrund seines Behinderungsgrades Midpointer, und damit vor allem für das Erzielen von Punkten zuständig. Schwerpunkt für die Lowpointer, also jene mit einem schwereren Handicap, ist das Blockieren der Gegner in der Abwehrarbeit. Stefan Friedrich

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