15. Februar 2020 / 09:53 Uhr

Zwei Neu-Trainer, zwei Tendenzen: VfL-Coach Glasner kann Schreuder als Vorbild sehen

Zwei Neu-Trainer, zwei Tendenzen: VfL-Coach Glasner kann Schreuder als Vorbild sehen

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Hoffe
Beide legten im Sommer bei ihren Klubs los, aber nur einer ist besser als sein Vorgänger: VfL-Trainer Oliver Glasner (l.) hat nach 21 Spieltagen einen schlechteren Punkteschnitt als Bruno Labbadia zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison, Alfred Schreuder (r.) dagegen einen besseren als Julian Nagelsmann. © Boris Baschin/DPA
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Beide sind seit Sommer Cheftrainer in der Fußball-Bundesliga – doch nur einer hat nach 21 Spieltagen einen besseren Punkteschnitt als sein Vorgänger. Am Samstag (15.30 Uhr) gibt's das Duell zwischen dem VfL Wolfsburg mit Oliver Glasner und 1899 Hoffenheim mit Alfred Schreuder.

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Beide übernahmen ihre Klubs im Sommer, beide arbeiteten zuvor nicht als Cheftrainer in der Fußball-Bundesliga – und beide sind in die Fußstapfen Zweier getreten, die in ihren Vereinen einiges erreicht haben. Doch nur einer der beiden hat nach 21 Spieltagen einen besseren Punkteschnitt als sein Vorgänger. Am Samstag (15.30 Uhr) treffen Oliver Glasner als Coach des VfL Wolfsburg und Alfred Schreuder als Trainer von 1899 Hoffenheim aufeinander.

Glasner war vom Linzer ASK gekommen und übernahm beim VfL das Amt von Bruno Labbadia, der die Wolfsburger nach zwei Jahren Relegation zurück nach Europa geführt hatte. Schreuder hatte Ajax Amsterdam als Co-Trainer den Rücken gekehrt und folgte seinerseits auf Erfolgscoach Julian Nagelsmann (jetzt Coach bei RB Leipzig), der lange als jüngster Bundesliga-Trainer das Gesicht bei 1899 war. Nun sind Schreuder und Glasner seit über einem halben Jahr bei ihren Vereinen – punktetechnisch verbessert haben sich aber nur die Hoffenheimer.

Die Bilanz von Glasner ist im Vergleich zu der von Labbadia zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison schlechter. Während der Österreicher sieben Siege, sieben Remis und sieben Niederlagen vorzuweisen hat, kassierte der Ex-VfL-Coach aus 21 Spielen zwar dieselbe Anzahl an Pleiten, fuhr aber zwei Dreier mehr ein. Macht in der Summe vier Zähler mehr als die Wolfsburger derzeit auf dem Konto haben – und für Labbadia einen Punkteschnitt von 1,52. Bei Glasner liegt er bei 1,33. Zudem schoss der VfL unter Labbadia sieben Tore (32) mehr.

Bilder aus dem Bundesligaspiel SC Paderborn - VfL Wolfsburg.

Wolfsburgs Admir Mehmedi (r) im Zweikampf mit Paderborns Abdelhamid Sabiri (l) Zur Galerie
Wolfsburgs Admir Mehmedi (r) im Zweikampf mit Paderborns Abdelhamid Sabiri (l) ©
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Bei 1899 sieht es anders aus, auch wenn Glasner es ausblendet und es nicht als seine Aufgabe ansieht, „mir über Hoffenheim Gedanken zu machen“. Nagelsmann hatte in der vergangenen Spielzeit nach 21 Partien sieben Siege, neun Remis und fünf Niederlagen auf dem Konto. Schreuders Bilanz sieht verlockender aus (10/3/8). Bedeutet unterm Strich drei Zähler mehr – und einen Punkteschnitt von 1,57 zu 1,43. Einzig die Torausbeute war unter Nagelsmann besser, damals hatte 1899 zehn Treffer (41) mehr erzielt als jetzt.

Glasner schätzt die Arbeit seines Gegenübers, der 2010 fast in Wolfsburg Co-Trainer von Steve McClaren geworden wäre. „Ich finde, dass Hoffenheim auch was den Fußball angeht, bisher eine ordentliche Saison spielt“, sagt der VfL-Coach. Immer leicht hatte es Schreuder aber nicht, zu Saisonbeginn gab’s aus sechs Spielen nur einen Sieg. Dennoch ist er in Schlagdistanz zu Europa: „Sie sind wieder knapp dran und in den Regionen, in denen sie sich in den letzten Jahren immer befunden haben.“ Der Wolfsburger sieht Parallelen bei beiden Klubs, was die Erwartungshaltung angeht. „Es ist auch bei 1899 nicht selbstverständlich, jedes Jahr in die internationalen Plätze zu kommen. Das haben sie vergangene Saison auch unter Julian Nagelsmann nicht geschafft.“ Dass Ähnliches für den VfL gelte, hatte Glasner am Donnerstag mit Zahlen zu belegen versucht.

Damit das Ziel Europa aber noch erreicht werden kann, muss in Sinsheim ein Sieg her. Gewinnen will auch 1899, das in Freiburg mit 0:1 verloren hatte. Glasner weiß: „Hoffenheim hat richtig gute Fußballer, die einen sehr gepflegten Ball spielen. Sie haben immer Tormöglichkeiten, aber geben dem Gegner auch Räume.“

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