10. September 2020 / 15:53 Uhr

Zwei Platzverweise beim Derby zwischen Siethen und Ludwigsfelde II (mit Galerie)

Zwei Platzverweise beim Derby zwischen Siethen und Ludwigsfelde II (mit Galerie)

Oliver Schwandt
Märkische Allgemeine Zeitung
SVS-Akteur Oliver Ludwig (r.) erzielt mit einem verwandelten Handelfmeter den 1:1-Ausgleich in der Partie gegen den Ludwigsfelder FC II. Gästekeeper Marcus Drews hat bei diesem platzierten Linksschuss nicht den Hauch einer Abwehrmöglichkeit. 
SVS-Akteur Oliver Ludwig (r.) erzielt mit einem verwandelten Handelfmeter den 1:1-Ausgleich in der Partie gegen den Ludwigsfelder FC II. Gästekeeper Marcus Drews hat bei diesem platzierten Linksschuss nicht den Hauch einer Abwehrmöglichkeit. © Oliver Schwandt
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Kreisoberliga Dahme/Fläming: 135 Zuschauer sehen packende Partie, die ordentlich etwas zu bieten hatte.

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Am vergangenen Mittwoch fand bereits der sechste Spieltag der Fußball-Kreisoberliga Dahme/Fläming statt. Spitzenreiter FSV Admira 2016 konnte beim knappen Erfolg in Schönefeld seinen fünften Sieg einfahren. Mit vier dreifachen Punktgewinnen auf dem Konto rangiert der SV Blau-Weiß Dahlewitz derzeit auf dem vierten Platz, hat allerdings zwei Begegnungen weniger ausgetragen als die drei Mannschaften, die an der Tabellenspitze stehen. Dass die Elf von Dirk Kasprzak durchaus zu einem Meisterschaftskandidaten gezählt werden kann, zeigte der 7:1-Erfolg beim SV Waßmannsdorf. Zudem steht Dahlewitz in der dritten Runde des Landespokals, in der am kommenden Samstag (12. September, 15 Uhr) die SG Einheit Zepernick (Landesklasse Nord) bei den Blau-Weißen zu Gast ist. Weiterhin ohne einen einzigen Erfolg in dieser Saison auf dem Konto sind der SV Großbeeren und der Zellendorfer SV auf den letzten beiden Tabellenplätzen. Allerdings hatte Grün-Weiß am Mittwoch spielfrei.

SV Siethen – Ludwigsfelder FC II 3:2 (2:1): Ein richtig packendes und spannendes Derby sahen die 135 Zuschauer, bei dem Schiedsrichter Michael Thrun alle Hände voll zu tun hatte. Insgesamt musste der Unparteiische achtmal Gelb, einmal Gelb-Rot und einmal Rot zeigen. Beim SVS sah John Kanthak in Minute 37 die Ampelkarte und bei den Gästen flog Robin Mlodzian mit glatt Rot vom Feld (90.+4). „Unsere Fans sind zufrieden, also wir sind es auch“, freut sich SVS-Coach Karsten Galli über den Dreier, „es haben viele Dinge heute zusammengepasst. Mit einem Mann weniger auf dem Feld 3:1 zu führen, ist einfach klasse. Am Ende haben wir das Ergebnis nicht ganz unverdient übers Ziel gerettet.“ Gästetrainer Christian Breitkopf wusste nach dem Abpfiff ganz genau, warum sein Team mit leeren Händen die Heimreise antreten musste: „Siethen hat aus seinen wenigen Chancen die Tore gemacht. Wir brauchen halt zu viele Möglichkeiten. Auch agierten wir nicht schnell und genau genug, um in Überzahl die massive Deckung auseinander zu ziehen und Lücken zu schaffen. Daher ist der Sieg der Hausherren nicht unverdient.“ Die Tore für den SV Siethen erzielten Oliver Ludwig (40., Handstrafstoß), Nico Röseler (45.) und Frank Ruprich (54.), für den LFC II waren Leon Barna (5.) und Jeremy Assmann (74.) erfolgreich.

In Bildern: Der SV Siethen gewinnt gegen den Ludwigsfelder FC II.

Der SV Siethen (blaue Trikots) gewann eine hitzige Partie mit zwei Roten und acht Gelben Karten gegen den Ludwigsfelder FC II mit 3:2. Zur Galerie
Der SV Siethen (blaue Trikots) gewann eine hitzige Partie mit zwei Roten und acht Gelben Karten gegen den Ludwigsfelder FC II mit 3:2. © Oliver Schwandt

Ruhlsdorfer BC – MSV Zossen II 3:2 (0:1): Zur Pause lagen die Gäste vor 53 Fans durch den Treffer von Sebastian Wilde mit 1:0 vorn (45.). Nach dem Wechsel unterlief Steven Knape ein Eigentor – 1:1 (56.). Nach dem 2:1 für den RBC durch Timo Lottermoser (63) gelang Toni Bröcker der 2:2-Ausgleich (72.). Den Siegtreffer für die Gastgeber markierte Matthias Holz in der zweiten Nachspielminute. „Wir haben heute eine starke kämpferische Leistung gegen gut stehende Zossener gezeigt“, so RBC-Trainer Marcus Kohl.

SG Schulzendorf – HSV Fortuna 4:1 (0:0): „Mein Team hat eine gute Leistung gegen den HSV gezeigt. Wir sind gut in die Zweikämpfe gekommen und haben viel gewonnen. Besonders die zweite Hälfte hat mir gefallen“, freut sich Trainer Peter Kaehlitz über den ersten Saisonsieg für seine Mannschaft. „In der ersten Halbzeit waren wir die spielbestimmende Elf und hatten auch die klareren Möglichkeiten. In der zweiten Halbzeit mussten wir direkt zur Pause drei Wechsel vornehmen. Diese Änderungen haben uns leider nicht die notwendige Ruhe gebracht. Das lag vor allem daran, dass Schulzendorf vor allem taktisch sehr clever agiert hat und in den entscheidenden Momenten konsequenter war“, sagt HSV-Trainer Christian Voigt, „im Nachhinein muss ich mich vor meine Mannschaft stellen und die Niederlage auf meine Kappe nehmen.“ Die Tore für das Heimteam erzielten vor 35 Zuschauern Oliver Mattes (56.), Dominic Mattern (58., 66.) und Maximilian Ludwig (72.). In der Schlussminute gelang Stefan Körber der Ehrentreffer.

Zellendorfer SV – SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen 0:2 (0:2): Durch die beiden Tore von Daniel Tauchmann (24., 45.) stand bereits zur Pause vor 35 Zuschauern das Endergebnis fest. „Mein Team hat genau die richtige Reaktion auf die Heimniederlage gegen Siethen gezeigt. Unser Sieg hätte noch viel höher ausfallen müssen“, weiß Eintracht-Coach Thomas Jacob.

SV Rangsdorf – SC Blau-Weiß Schenkendorf 2:1 (0:1): Die Blau-Weißen gingen vor 51 Zuschauern durch ein Eigentor von Dennis Bothe mit 1:0 in Führung (39.). Mit ihren Treffern drehten Niclas Tinkl (71.) und Max Kovacs (82.) noch die Partie. „Es war ein Match auf Augenhöhe mit den besseren Spielanteilen für uns. Die drei Punkte waren schwer erkämpft, aber auch verdient“, resümiert SVR-Trainer Bert Menzel-Fleischer.

Dreierpack von Blau-Weiß-Akteur Marcel Blume

SV Waßmannsdorf – SV Blau-Weiß Dahlewitz 1:7 (0:3): „Waßmannsdorf war dem Angriffsdruck, den wir gemacht haben, über die Dauer der Zeit einfach nicht gewachsen. Als Generalprobe für das schwere Pokalspiel konnte ich dieses Match nicht sehen, da Zepernick deutlich stärker sein wird als es der SVW am Mittwoch gegen uns war“, weiß Blau-Weiß-Coach Dirk Kasprzak. Die Treffer für sein Team markierten Marcel Blume (32., 47., 61.), Mirco Köhler (24.), Philipp Göing (52.) und Maximilian Pohl (69.). Hinzu kam noch ein Eigentor von Arne-Luca Auctun (24.). Für die Gastgeber war Diogo Pinto da Costa erfolgreich (86.).

SV Schönefeld – FSV Admira 2016 0:1 (0:1): Den einzigen Treffer der Begegnung gelang Daniel Kemnitz bereits 180 Sekunden nach dem Anpfiff. Die Partie wurde von der schweren Verletzung von Selim Grzmehle (7., Schönefeld) überschattet, der mit einem Nasenbeinbruch ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. „Es war ein total verdienter Sieg, weil wir fast über die komplette Spielzeit die Partie dominiert haben“, berichtet FSV-Trainer Stefan Eggert, „wir haben viel klare Chancen ausgelassen und so versäumt, das Ergebnis klarer zu gestalten. Ich wünsche Selim eine gute Besserung und eine schnelle Genesung.“

In Bildern: Der SV Schönefeld unterliegt dem FSV Admira mit 0:1.

Der FSV Admira (blaue Trikots) feiert am sechsten Spieltag der Kreisoberliga-Saison 2020/21 beim SV Schönefeld einen knappen 1:0-Erfolg. Den einzigen Treffer des Tages erzielte Daniel Kemnitz bereits in der dritten Spielminute. Zur Galerie
Der FSV Admira (blaue Trikots) feiert am sechsten Spieltag der Kreisoberliga-Saison 2020/21 beim SV Schönefeld einen knappen 1:0-Erfolg. Den einzigen Treffer des Tages erzielte Daniel Kemnitz bereits in der dritten Spielminute. © Kevin Päplow

BSC Preußen 07 Blankenfelde-Mahlow II – SV Teupitz/Groß Köris 1:1 (0:1): Die 1:0-Pausenführung der Gäste (Marcel Kranz, 5.) konnte Simon Spannuth im zweiten Abschnitt egalisieren (62.). „Das Unentschieden war gerecht, da die Gäste in der ersten und wir in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft waren“, berichtet Preußen-Coach Lars Blank. So sieht es auch sein Gegenüber Dennis Stiehl: „Jedes Team hat eine starke Hälfte zu verzeichnen. Aus diesem Grund geht die Punkteteilung in Ordnung.“