17. Oktober 2020 / 15:22 Uhr

Zwei Teams mit Rückenwind: Oldenburger SV erwartet FC Dornbreite Lübeck

Zwei Teams mit Rückenwind: Oldenburger SV erwartet FC Dornbreite Lübeck

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ein Bild vom letzten Aufeinandertreffen - damals noch in der Landesliga: Daniel Junge (m.) gegen David Senghore (l.).
Ein Bild vom letzten Aufeinandertreffen - damals noch in der Landesliga: Daniel Junge (m.) gegen David Senghore (l.). © 54°/Garve
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Am Sonntagnachmittag (15 Uhr) empfängt der Oldenburger SV den Tabellenletzten vom FC Dornbreite. Das Spiel wurde um einen Tag verlegt, damit OSV-Stürmer Frederik Kaps, der am Sonnabend mit seiner U19 von Holstein Kiel (Bundesliga) unterwegs ist, dabei sein kann.

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Mit sieben Punkten aus den ersten drei Spielen war der Saisonstart des Oldenburger SV äußerst zufriedenstellend. Zuletzt setzte man beim 6:0-Auswärtssieg in Pansdorf ein Statement an die Konkurrenz und will nun gegen Aufsteiger Dornbreite nachlegen, ehe mit Eichede, Todesfelde und Neumünster drei echte Hochkaräter vor der Tür stehen.

Im Vergleich zum letzten Aufeinandertreffen in der Landesliga, welches der OSV im November 2018 klar mit 5:0 gewann, hat sich die Mannschaft des kommenden Gegners im Vergleich zu der des OSV stark verändert. Sie haben zwei, drei gute Kicker in ihren Reihen, die wir im Kollektiv verteidigen müssen. Dornbreite ist nach dem ersten Saisonsieg in der Liga angekommen und weiß, worauf es ankommt. Das wird für uns nicht einfach. Wir müssen zu 100% da sein, damit das Glück auf unserer Seite ist“, weiß OSV-Coach Florian Albrecht und prognostiziert: „Wenn wir dem Spiel unseren Stempel aufdrücken, wird es für den FCD schwer, bei uns zu punkten!“

FC Dornbreite feiert gegen Eutin 08 ersten Saisonsieg (10.10.2020)

FCD-Neuzugang Veysel Kara (l.) avancierte gegen Eutin zum Matchwinner, indem er bei seinem Debüt prompt einen Doppelpack schnürte. Zur Galerie
FCD-Neuzugang Veysel Kara (l.) avancierte gegen Eutin zum Matchwinner, indem er bei seinem Debüt prompt einen Doppelpack schnürte. ©

Für seine Mannen gelte es, an die Leistung vom Pansdorf-Spiel anzuknüpfen. „Wir müssen die selbe Laufbereitschaft an den Tag legen und ohne Nervosität unser Spiel aufziehen. Wir werden die agierende Mannschaft sein und müssen uns Chancen kreieren“, fordert „Ebbe“. In der letzten Saison lauerte Oldenburg meist auf Konter und gestaltete selten selbst das Spiel. Nun trifft der OSV als mittlerweile gestandener Oberligist auf einen der diesjährigen Liga-Neulinge. „Das Spiel selbst zu machen ist eigentlich nicht unser Ding. Da müssen wir jetzt einen Mittelweg finden, um kreative Momente zu haben“, so Albrecht.

Mit dem 3:2 gegen Eutin 08 konnten die Dornbreiter den ersten Saisonsieg im fünften Spiel einfahren. „Die Stimmung im Training war gleich viel positiver. Den Schwung wollen wir natürlich mitnehmen“, sagt Sascha Strehlau, Trainer des Tabellenletzten. „Wir wissen aber um die Schwere der Aufgabe beim OSV. Wir treffen auf eine starke Mannschaft, die besonders in der Offensive ihre Qualitäten mit Leuten wie Daniel Junge und Freddy Kaps hat. Mit Kevin Wölk haben die Ostholsteiner zudem einen Mann, der das Team mit viel Erfahrung führt. Wir werden alles abrufen müssen“, fordert Strehlau.

Beim OSV fällt Moritz Achtenberg nach seinem Museklfaserriss im Hüftbeuger am Sonntag zwar noch aus. Jedoch befindet sich der Innenverteidiger schon wieder im Lauftraining und absolvierte unter der Woche wieder erste Einheiten mit Ball. Lucas Irmler weilt beruflich in Flensburg und ist ebenfalls nicht mit von der Partie. Tim Höhn und Chris Bita sind weiterhin erst ab November spielberechtigt. Allerdings fehlt Bita wegen seiner Adduktorenverletzung ohnehin noch bis Ende der Hinrunde. Insgesamt stehen Albrecht und Co also 19 spielfähige Spieler zur Verfügung – sodass wieder einmal an die 2. Herren abgegeben werden kann. Die Kreisligamannschaft wurde zuletzt zeitweise von Albrecht gecoacht – beim 7:1-Sieg gegen Eutin 08 II stand „Ebbe“ Albrecht an der Linie.

Beim FCD lichtet sich das Lazarett ein wenig. Torjäger Jelto Reuter kehrt auf jeden Fall in die Mannschaft zurück. Auch bei Alexander Lening (war verletzt) und Mehmet Aynali (war krank) hofft Strehlau auf einen Einsatz. Weiter offen ist der Einsatz der zuletzt verletzten Hayri Akcasu und Jochen Lening. „Wir haben Bock auf die nächsten drei Punkte. Jedes Spiel wird ein Kampf“, gibt sich der kurzfristig verpflichtete Ex-VfBer Veysel Kara selbstbewusst, der mit einem Doppelpack gegen Eutin einen Einstand nach Maß feierte und am Schauenburger Platz am liebsten nachlegen möchte. Doch Vorsicht: Die letzten beiden Duelle in der Saison 2018/19 gingen klar an die Oldenburger, die 3:0 und 5:0 gewannen. fh/GIE