13. Januar 2019 / 13:49 Uhr

Zwei Tore entscheiden Kampf um den Stadtmeistertitel bei den D-Junioren

Zwei Tore entscheiden Kampf um den Stadtmeistertitel bei den D-Junioren

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
D-Junioren: 1. Platz (Stadtliga) - SG Olympia II holt sich den Titel Hallenmeister!
Jubel bei der SG Olympia: Das Team feierte den Stadtmeistertitel bei den D-Junioren. © Alexander Prautzsch
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Die Hallenkönige der Leipziger D-Junioren kommen von der SG Olympia 1896. Das Team hatte im Stadtligaturnier des 6. LVZ-SPORTBUZZER-Cups die Nase vorn. In der Stadtklasse holte die Dritte des 1. FC Lok den Titel. Eintracht Schkeuditz sicherte sich den Pokal in der Kreisklasse.

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Leipzig. Das war knapp, ganz knapp: Weil sie in ihren fünf Partien zwei Tore mehr erzielten als die Konkurrentinnen von RB Leipzig, sicherten sich die zweiten D-Junioren der SG Olympia 1896 am Sonntagmittag den Stadtmeistertitel im Rahmen des 6. LVZ-SPORTBUZZER-Cups. Der Jubel bei der Siegerehrung war entsprechend riesig, während den Mädchen vom Cottaweg die Enttäuschung durchaus ins Gesicht geschrieben stand. Das Bemerkenswerte: Im direkten Duell hatten die Mädels zuvor trotz ansprechender Leistung ihrer Kontrahenten die Nase vorn gehabt. Teilweise überragten die Mädels ihre Kontrahenten um mehr als einen Kopf. Auffällig: Vor allem defensiv agierte das Team äußerst aufmerksam. Immer war kurz vor dem finalen Schuss doch noch ein Fuß dazwischen oder die RB-Keeperin auf dem Posten.

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Die Spiele der D-Junioren beim 6. LVZ-Sportbuzzer-Cup Zur Galerie
Die Spiele der D-Junioren beim 6. LVZ-Sportbuzzer-Cup © Alexander Prautzsch
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Blickwechsel: Während das Spiel noch läuft, bereiten sich auf den kleinen Spielertribünen die Jungs des TSV Böhlitz-Ehrenberg auf ihre nächste Begegnung vor. "Wir sind dann wieder hier auf diesem Feld und wir sind wieder die erstgenannte Mannschaft", erklärt der Coach. "Was? Schon wieder Anstoß", stöhnt einer seiner Schützlinge. Ja, man hat's schon nicht leicht an so einem Turniertag. Unterbrochen werden die beiden von lautem Jubel. Ein Tor ist gefallen. 1:0 heißt es am Ende für die Mädchen der Rasenballer. Der Meistertitel geht dennoch an die Jungs.

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Stadtklasse: Kickers vergeben Titel-Chance im letzten Spiel

Unterdessen ist zumindest einer der beiden Übungsleiter von Roter Stern Leipzig als Psychologe gefragt. In der ersten Partie des Tages im Stadtklasse-Turnier bekommen es seine Jungs mit der BSG Chemie zu tun. Es ist eine ausgeglichene Begegnung. Häufig rollt der Ball ins Aus, sehr zum Unwillen des Sterne-Keepers. Der scheint mit der Leistung seiner Vorderleute maximal unzufrieden, reklamiert, lamentiert. Erst lässt einer der Kicker einen eher langsamen Schuss über die Linie rollern, dann kommt ein anderer bei einem weiten Abwurf in Richtung des gegnerischen Tores nicht so recht hinterher. Und schließlich muss der Schlussmann zwei Minuten vor Ultimo auch noch hinter sich greifen - 0:1. Abpfiff. Der Torhüter trottet vom Feld, hinter ihm sein Kapitän, mehr wütend als traurig, das Gesicht zur Faust geballt. Der Coach eilt hinterher. "Entspann dich. Bleib ruhig. Das war doch nur das erste Spiel." Es nützt wenig. Der Ärger legt sich erst später.

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Keiner der Kontrahenten schafft es am Ende in die Medaillenränge. Statt dessen triumphiert die Dritte des 1. FC Lok Leipzig. Für den Probstheidaer Nachwuchs ist es bereits der zweite Titel. Am Vortag hatte ein Team der blau-gelben E-Junioren den Stadtmeistertitel geholt. Auch in der Stadtklasse war es ein enges Rennen. Vor den letzten drei Partien lagen die Kickers aus Markkleeberg aussichtsreich auf Platz zwei. Ein Sieg wäre nötig gewesen, um eine Chance auf den Titel zu haben. Doch das Duell mit den Sternen ging 0:1 verloren. Für die 94er blieb nur Rang drei. Silber ging an den SV Panitzsch/Borsdorf.

Kreisklassen: Victoria beißt die Zähne zusammen

Dramatische Szenen gab es zwischenzeitlich auf Feld drei. Im Kreisklasse-Turnier standen sich Lok Engelsdorf II und Eintracht Schkeuditz gegenüber. Mit im Team der Eintracht: Victoria. Die junge Fußballerin kämpfte engagiert, verteidigte mit viel Biss. Dann dieser eine Zweikampf, ein Rempler, ein kleiner Schubser vielleicht. Ungebremst knallt das Mädchen mit dem Kopf auf den Boden, schreit laut. Erschrockene Stille auf den Rängen, wo eben noch voller Leidenschaft über Sammelkarten diskutiert wurde. "Das tat sicher weh", raunt einer. Sofort eilt der Trainer auf das Feld, wenige Augenblicke später kommen Sanitäter dazu. Victoria kämpft mit den Tränen. Ein Eisbeutel lindert den Schmerz. Von außen muss sie zusehen, wie ihre Mannschaft doch noch ein Gegentor kassiert und 0:1 verliert.

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6. LVZ-Sportbuzzer-Cup in der Sportschule Egidius Braun. Zur Galerie
6. LVZ-Sportbuzzer-Cup in der Sportschule Egidius Braun. © Alexander Prautzsch/Dirk Knofe

Immerhin: Keine ernsthafte Verletzung. Im nächsten Spiel ist die kleine Schkeuditzerin wieder mit von der Partie, und wie. Gegen den TSV Einheit Lindenthal sorgt sie trotz ordentlicher Beule beim 2:1-Sieg für einen Treffer. Es kommt noch besser: Denn nach fünf Partien ist es das Team aus Schkeuditz, das den großen Meisterpokal in die Höhe stemmen darf. Olympia IV und Lindenthal folgen auf den Plätzen. Und die Torjägerkanone für den besten Schützen in diesem Turnier geht, natürlich, an Victoria (vier Tore insgesamt). Was für ein Happy-End.

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