24. April 2022 / 12:49 Uhr

Zwei Tore in der Nachspielzeit: Blau-Weiß Bennewitz gewinnt gegen Klinga-Ammelshain

Zwei Tore in der Nachspielzeit: Blau-Weiß Bennewitz gewinnt gegen Klinga-Ammelshain

Wilko Finke
Leipziger Volkszeitung
Tom Wagner Bennewitz im Zweikampf mit Sulaimon Lawal.
Bennewitzer Tom Wagner im Zweikampf mit Sulaimon Lawal von Klinga-Ammelshain. © Finke
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Blau-Weiß Bennewitz konnte am Wochenende das Kreisoberliga-Spiel gegen den SV Klinga-Ammelshain für sich entscheiden. Die Mannschaft von Trainer Ronny Graul gewann am Ende mit 4:2.

Bennewitz. In der Fußball-Kreisoberliga der Männer baute Spitzenreiter Einheit Frohburg mit einem 4:1-Sieg in Deutzen die Spitzenposition (13 Spiele/36 Punkte) – weil der Verfolger Roßweiner SV (13/30) im Heimspiel gegen den Döbelner SC nur 1:1 kickte – aus. Auf dem Bennewitzer Sportplatz trafen zwei Vertretungen der unteren Tabellenhälfte an. Der Gastgeber BW Bennewitz nutzte die Gunst der Stunde und sicherte sich in der Nachspielzeit mit zwei Treffern den Dreier. Die Gäste blieben auf zehn Punkten sitzen, nur der TSV Burkartshain (6) und Chemie Böhlen (6). sind noch schlechter im Feld der 16 Mannschaften platziert.

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In der ersten Minute hatte nach Eingabe von rechts Julian Heller aus Nahdistanz das 1:0 vor Augen, schoss aber knapp daneben. Nur Sequenzen später lag auf der Gegenseite das 1:0 der Hausherren in der Luft. Die Abwehrreihen waren gewarnt, ließen längere Zeit nicht viel zu. Eine gute Chance (Schrägschuss) für Max Jeuring war mehr ein Zufallsprodukt. Aber auch so eins kann zum Erfolg führen. Halbrechts – gute 35 Meter Entfernung – tritt Sebastian Jahn zum Freistoß an. Bei der hohen Eingabe brauchten seine vorn postierten Mitspieler nicht eingreifen, weil der sich tückisch senkende Ball plötzlich im Tor der Blau-Weißen lag (18.). „So hatten wir uns den Spielverlauf nicht vorgestellt“, resümierte BW-Coach Ronny Graul. Und es kam noch Schlimmer: Einer seiner Schützlinge sicherte den Ball ab, wollte so erreichen, dass er ins Toraus geht. Er hatte aber Pech, denn ein Gästespieler schob sich vor ihn, spitzelte den Ball weg und wurde unsanft (Höhe Strafstoßeck/Torauslinie) zu Fall gebracht. Den fälligen Elfer verwandelte Heller sicher – 0:2 (27.). Aber in kürzeste Zeit wurde der Schaden repariert. Georg Dögnitz legte aus spitzer Position auf Eric Zeuge ab und der erste 18-jährige noch A-Jugendspieler netzte überlegt. Kurz danach wurde er steil geschickt und überlistete den Hüter erneut (2:2, 34.).

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In der Fußball-Kreisoberliga der Männer gewann Blau-Weiß Bennewitz gegen den SV Klinga-Ammelshain mit 4:2. Zur Galerie
In der Fußball-Kreisoberliga der Männer gewann Blau-Weiß Bennewitz gegen den SV Klinga-Ammelshain mit 4:2. ©

„Da wir in der zweiten Halbzeit mit Wind im Rücken spielten, stellten wir auf 4-4-2 um“, so Graul. Der Schuss sei aber nach hinten losgegangen, spielerisch lief seiner Meinung nach in den zweiten 45 Minuten nicht allzu viel zusammen. Als der Abpfiff nahte, lautete das Ziel, den einen Punkt retten. Aber es wurden drei, weil plötzlich Jeurink seinen Freiraum nutzte – uneigennützig auf Jonas Roß ablegte, der den Weg zum vollen Punktesatz ebnete (3:2, 90.+1). Nach dem gleichen Schema fiel sogar noch das 4:2 – diesmal bediente Robert Franke den gut postierten Martin Neustadt – 4:2 (90.+2). So büßten die tapfer kämpfenden Spieler von der Autobahn – kommendes Wochenende (1. Mai) empfangen sie den Tabellenvierten SV Ostrau - einen im Abstiegskampf dringend benötigten Punkt ein.

Bennewitz: F. Neugebauer, Haase, M. Neustadt, R. Grums, Wagner, Diermann, Wittig, Jeurink, Dögnitz, Zeuge (59. Franke), Kummer (69. Roß).

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Klinga-Ammelshain: Rudolph, Kuhrt, Willuhn, Jahn, Lawal, Heller (73. Menzel), Brandis, Schmidt, Mansah, Saro (80. Taleb), Hempel (23. Glauß).

Torfolge: 0:1 Jahn (18.), 0:2 Heller (27. Strafstoß), 1:2, 2:2 Zeuke (29., 34.), 3:2 Roß (90.+1), 4:2 Neustadt (90.+2).

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