27. August 2019 / 13:50 Uhr

„Zwei verschenkte Punkte“ für Eutin 08

„Zwei verschenkte Punkte“ für Eutin 08

Jan-Philipp Wottge
Kieler Nachrichten
Umringt von Carsten Andresen, Lennart Lorenz und Lasse Paulsen (v. li.) zieht Eutins Florian Ziehmer (re.) ab.
Umringt von Carsten Andresen, Lennart Lorenz und Lasse Paulsen (v. li.) zieht Eutins Florian Ziehmer (re.) ab. © Jan-Phillip Wottge
Anzeige

Eutin 08 ist (noch) keine Spitzenmannschaft der Fußball-Oberliga. Erneut scheiterten die Rosenstädter beim 2:2 gegen den SV Frisia 03 Risum-Lindholm an der mangelnden Chancenverwertung. Zudem wurde die frappierende Eutiner Abhängigkeit von Regisseur und Kapitän Florian Ziehmer überdeutlich.

Anzeige
Anzeige

Der Schock des frühen Rückstands (4.) war schnell verdaut. „Da waren wir ganz schlecht organisiert“, bemängelte 08-Coach Dennis Jaacks. Doch fortan erspielte sich Eutin 08 Chance um Chance. Die Defensive der Friesen – eigentlich das Prunkstück – wackelte gewaltig. „Wahrscheinlich werden wenige Teams so viele Chancen gegen Frisia haben. Uns fehlte erneut der Punch, die Entscheidung herbeizuführen. Natürlich sind das zwei verschenkte Punkte“, resümierte Jaacks mit Blick auf ein Chancenverhältnis von 9:2 bis zur Halbzeit. Kevin Ferchen (2./6.) gegen seinen Ex-Klub, Sören Lepin (13./Latte/15.), Moritz Achtenberg (25.) und Thies Borchardt (28.) boten sich Hochkaräter nahezu im Fünf-Minuten-Takt. „Wir haben da die richtige Willensstärke an den Tag gelegt. Wie wir das Spiel drehen, hat mir gefallen“, sagte der 34-jährige 08-Trainer.

Ein Doppelschlag kurz vor der Halbzeit brachte die Eutiner in Vorlage. Nach starkem Lepin-Solo leitete Borchardt am Fünfmeterraum den Ball weiter zu Christian Sankowski, der per Absatzkick zum 1:1 (40.) vollendete. Keine 80 Sekunden später legte Ferchen per Abstauber nach einem Ziehmer-Pfostenschuss das 2:1 nach.

Eutin führte, wenn auch nur knapp. „Eigentlich müssen wir bis zur Pause nicht nur mit einem Tor führen, sondern deutlicher“, sagte Ziehmer. Nach dem Seitenwechsel deutete zunächst nichts auf ein Ende des Eutiner Angriffswirbels hin. Lepin tankte sich auf dem Flügel durch, bediente Sankowski, doch der ließ aus (49.). Vier Minute später klärte Frisia-Keeper Johnny Nestler per Blitzreflex gegen den durchgebrochenen Ziehmer (53.).

Als Florian Ziehmer ging, war es beim 2:2 um Eutins Herrlichkeit geschehen

Doch dann signalisierte Ziehmer Verhängnisvolles. Der Muskel im Oberschenkel hatte zugemacht. Wechsel! Und damit begann das 08-Dilemma. Die Ordnung ging verloren. Eutin gab das Mittelfeld preis. „Uns wurde wieder vor Augen geführt, dass die zweite Reihe noch nicht greift. Es gab einen richtigen Bruch“, haderte Jaacks. Als auch noch Innenverteidiger Moritz Achtenberg an der Seitenlinie nach einem Pferdekuss am Oberschenkel behandelt wurde, nutzten die Gäste die kurzzeitige Überzahl: Finn Kalisch profitierte von einem Missverständnis zwischen Jesse Schlüter und 08-Keeper Moritz Mecker und schob zum 2:2 (72.) ein. Drei Minuten vor dem Abpfiff rettete Mecker mit einer Parade gegen Zuth immerhin einen Punkt. „Wir müssen auch nach Wechseln gefestigter auftreten. Die Spieler müssen schneller ins Spiel finden“, fordert Jaacks. Joker Kevin Hübner benötigte mehr als 30 Minuten, um in der Schlussminute nach beherztem Antritt den Pfosten zu treffen. Für Eutin 08 blieb es laut Jaacks „bei zwei verschenkten Punkten“.

Ihr seid gefragt! Gebt eure Oberliga-Prognose ab!

Mehr anzeigen

Mehr Fußball aus der Region

Klickt euch durch die Bilder der Begegnung zwischen Eutin 08 und dem SV Frisia RIsum-Lindholm:

Eutins Philipp Spohn (Bildmitte) findet die Lücke zwischen Frisias Abwehrhünen Lasse Paulsen (li.) und Frisias Eduard Klemmer (re.). Zur Galerie
Eutins Philipp Spohn (Bildmitte) findet die Lücke zwischen Frisias Abwehrhünen Lasse Paulsen (li.) und Frisias Eduard Klemmer (re.). ©
Anzeige

ANZEIGE: 50% auf dein Spieler-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Kiel
Sport aus aller Welt