29. Oktober 2019 / 18:30 Uhr

"Zweite Hälfte war absolut unterirdisch": TuS Harenberg verspielt 5:2-Halbzeitführung

"Zweite Hälfte war absolut unterirdisch": TuS Harenberg verspielt 5:2-Halbzeitführung

Jens Niggemeyer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Harenbergs Trainer Pascal Biank bezeichnete die zweite Halbzeit gegen die SSG Halvestorf-Herkendorf als absolut unterirdisch.
Harenbergs Trainer Pascal Biank bezeichnete die zweite Halbzeit gegen die SSG Halvestorf-Herkendorf als "absolut unterirdisch". © Christian Hanke
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Im bisherigen Saisonverlauf hat Bezirksligist TuS Harenberg stabiler gewirkt als in den vergangenen zwei Jahren. Doch das Gastspiel bei der SSG Halvestorf-Herkendorf schien ein Rückfall in alte Zeiten zu sein. 

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Unterm Strich stand ein 5:5, wobei das Team von Pascal Biank eine 5:2-Halbzeitführung noch aus den Händen gab. „Das war ein Achterbahnspiel“, brachte es der Coach auf den Punkt. „Das Ergebnis ist dem Spielverlauf nach letztlich gerecht, aber unsere zweite Hälfte war absolut unterirdisch.“

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„Da haben wir das Fußballspielen eingestellt“

Die erste Hälfte teilte Biank in drei Spielabschnitte: „Wir sind mega-gut gestartet und hätten nach 15 Minuten 3:0 oder 4:0 führen müssen.“ Doch es reichte nur zu einem knappen 1:0-Vorsprung, weil SSG-Verteidiger Timo Kuhnert eine Flanke von Nico Tsitouridis unglücklich ins eigene Tor abfälschte (14.). In der zweiten Viertelstunde drehte sich die Partie komplett, und plötzlich gab es Chancen en masse für die Hausherren.

„Da haben wir das Fußballspielen eingestellt“, ärgerte sich der TuS-Coach. „Wir hätten uns nicht beschweren können, wenn es nach 30 Minuten 5:1 für die gestanden hätte.“ Doch die Halvestorfer beließen es zum Glück bei zwei Treffern von Julian Maass (14.) und André Zurmühlen (17.). Die Schlussphase der ersten Halbzeit gehörte dann jedoch wieder den Gästen, die die Abwehrdefizite der Halvestorfer durch Tore von Adil Toprakli (32.), Tsitouridis (39.), Patrick Schulz (45. + 1) und Yalcin Aslan (45. + 3) gnadenlos bestraften.

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Harte Landung: Sarstedts Torschütze zum 3:1, Christian Schäfer, prallt hart auf den Boden.  Zur Galerie
Harte Landung: Sarstedts Torschütze zum 3:1, Christian Schäfer, prallt hart auf den Boden.  ©

„Wir haben alles in der Kabine gelassen, was man zum Fußball braucht“

Die Pausenansprache des Trainers schienen die Harenberger jedoch irgendwie falsch verstanden zu haben. „Ich hatte als Marschroute ausgegeben, dass wir kompakt stehen und abwartend agieren wollen, um dann den einen oder anderen Konter zu setzen“, gab Biank seine Anweisungen wieder. Doch seine Spieler hätten das Wort „abwartend“ wohl mit Lethargie und Passivität verwechselt. „Wir haben alles in der Kabine gelassen, was man zum Fußball braucht.“

Dennoch sah es lange so aus, als sollte der Vorsprung reichen. In der Schlussphase sorgten Joy-Connor Kästel (76.), Sebastian Lattkowski (82.) und Jannik Schmidt (85.) dann aber doch noch für einen Punktgewinn der SSG. „Wir hätten uns nicht mal beklagen können, wenn wir am Ende noch als Verlierer vom Platz gegangen wären“, resümierte Biank. Am meisten nervte ihn die offensive Harmlosigkeit: „Wir haben nach der Pause nicht einmal aufs Tor geschossen.“

Die nächste Aufgabe wartet auf den TuS am Donnerstag, 31. Oktober, ab 13 Uhr auf eigener Anlage gegen den Spitzenreiter VfR Evesen. „Wenn wir da so spielen wie nach der Pause, wird es bitter."