20. Oktober 2019 / 19:18 Uhr

Zweiter Sieg in Serie! Grizzlys schlagen Iserlohn im Penalty-Krimi

Zweiter Sieg in Serie! Grizzlys schlagen Iserlohn im Penalty-Krimi

Jakob Schröder und Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
20191020 Grizzlys-Iserlohn 58
Siegerjubel: Die Grizzlys gewannen ihr zweites Spiel in Folge, Spencer Machacek (2.v.r.) sorgte mit dem ersten Wolfsburger Tor und einer Schlägerei für Aufsehen.
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Das war eine wilde Fahrt! Die Eishockey-Profis der Grizzlys Wolfsburg hatten ihr Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters lange in der Hand, führten zwischenzeitlich 2:0 - und mussten letztlich doch noch in die Verlängerung und später ins Penaltyschießen. Das Team von Coach Pat Cortina behielt aber die Nerven, feierte einen 3:2 (1:0, 1:0, 0:2)-Erfolg.

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Die Grizzlys kamen mit mehr Schwung aus der Kabine, größere Torchancen ließen auf beiden Seiten aber zunächst auf sich warten. Aber sie kamen - und Spencer Machacek nutzte eine davon: Direkt vor Roosters-Goalie Andreas Jenike versenkte Wolfsburgs Nummer 93 die Scheibe mit der Rückhand zum 1:0.

Danach ging es mit viel Energie weiter: Die Grizzlys hatten weiterhin die Oberhand, vor allem Mike Sislo wirkte heiß auf ein Tor. Einen weiteren Treffer gab's allerdings nicht, Mathis Olimb (12.) und Gerrit Fauser (13.) hatten in Überzahl aber gute Möglichkeiten. Grizzlys-Goalie Felix Brückmann war derweil weitestgehend beschäftigungslos.

Und dann flogen die Fäuste: Iserlohns Alexandre Grenier fuhr einen Kniecheck gegen Garrett Festerling, Torschütze Machacek war damit gar nicht einverstanden - beide lieferten sich einen spektakulären Fight, spätestens danach war richtig Stimmung in der Eis-Arena.

Das Mitteldrittel begann dann mit einer Iserlohner Druckphase, der die Grizzlys aber trotz zwischenzeitlicher Unterzahl standhalten konnten. Die Hausherren übernahmen aber schon bald wieder das Ruder, drückten vor allem in einer Vier-gegen-vier-Situation auf das 2:0. Nationalspieler Gerrit Fauser ließ die Grizzlys dann jubeln: Bei einem tollen Handgelenkschuss in den Winkel konnte Jenike nur zusehen, Wolfsburg hatte das Heft in der Hand.

Unschön: Olimb wurde gegen Ende des zweiten Drittels blind von Michael Halmo umgefahren, blieb liegen, spielte in der Folge nicht mehr - Oberkörperverletzung, hieß es nach der Partie.

Die Grizzlys Wolfsburg (schwarze Trikots) gewannen ein umkämpftes Spiel gegen die Iserlohn Roosters (in Weiß) im Penaltyschießen. Zur Galerie
Die Grizzlys Wolfsburg (schwarze Trikots) gewannen ein umkämpftes Spiel gegen die Iserlohn Roosters (in Weiß) im Penaltyschießen. ©

Im Schlussabschnitt wurde es dann noch einmal spannend: Einen Schuss von Marko Friedrich konnte Brückmann nur abprallen lassen, den Rebound versenkte Halmo zum Anschlusstreffer, er war allein gelassen worden. Ganz ähnlich sah es wenig später aus, als Robert Raymond den Ausgleich erzielte: Iserlohns Kapitän konnte einen Abpraller ungestört zum 2:2 einschieben. Damit ging's in die Verlängerung.

Und dort waren die Grizzlys zweimal in Unterzahl, weitere Tore fielen dabei aber auch durch einige gute Paraden Brückmanns nich – eine davon in letzter Sekunde der Overtime. Die Entscheidung musste also im Penaltyschießen her - und dort behielt Wolfsburg die besseren Nerven: Anthony Rech und Sebastian Furchner trafen, für Iserlohn war nur Ryan O'Connor erfolgreich - die Grizzlys feierten somit ihren zweiten Sieg in Folge.

"Nach hinten raus haben wir nicht unser bestes Eishockey gespielt", resümierte Brückmann bei Magenta Sport. "Aber wir haben das Wochenende mit fünf Punkten abgeschlossen, das zählt. Wir brauchen Selbstvertrauen, und die zwei Siege sollten uns dafür eine gute Grundlage geben."

Wolfsburg: Brückmann – Likens, Casto; Bittner, Wurm; Jones, Bergman; Adam – Aubin, Olimb, Rech; Machacek, Festerling, Sislo; Furchner, Johansson, Fauser; Nijenhuis, Valentin, Busch.

Iserlohn: Jenike - O'Connor, Rumble; Raymond, Buschmann; Baxmann, Orendorz - Petan, Findlay, Grenier; Friedrich, Sutter, Halmo; Dmitriev, Clarke, Hoeffel; Fleischer, Samanski, Lautenschlager.

Schiedsrichter: Hunnius/Köttstorfer. - Zuschauer: 2575 - Strafminuten: Wolfsburg 18 + 10 Machacek (Fighting), Iserlohn 24 + 10 Grenier (Fighting).

Tore: 1:0 (5:19) Machacek (Sislo/Festerling), 2:0 (32:32) Fauser (Furchner/Jones), 2:1 (46:53) Halmo (Friedrich/Baxmann), 2:2 (49:26) Raymond (Findlay/Grenier), 3:2 (65.) Furchner (im Penaltyschießen).