31. März 2021 / 08:58 Uhr

Zweites Spiel, zweiter Sieg? Volleyballerinen des Dresdner SC wollen Finale klarmachen

Zweites Spiel, zweiter Sieg? Volleyballerinen des Dresdner SC wollen Finale klarmachen

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
DSC-Trainer Alexander Waibl erläutert seinen Spielerinnen gestenreich, worauf sie im Spiel unbedingt achten müssen.
DSC-Trainer Alexander Waibl erläutert seinen Spielerinnen gestenreich, worauf sie im Spiel unbedingt achten müssen. © Matthias Rietschel
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Im zweiten Play-off-Halbfinalspiel um die deutsche Meisterschaft erwarten die Dresdnerinnen am frühen Mittwochabend den SC Potsdam in der Margon-Arena.

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Dresden. Die erste Hürde im Play-off-Halbfinale haben die DSC-Volleyballerinnen am vergangenen Sonnabend beim SC Potsdam erfolgreich genommen. Nach dem 3:1-Auswärtssieg wollen die Schützlinge von Trainer Alexander Waibl am Mittwoch (17.30 Uhr) in der heimischen Margon-Arena den Deckel drauf machen und ins Finale einziehen. Sollte der Vorrundensieger den ersten Matchball nicht nutzen können, würde die Entscheidung tags darauf an gleicher Stelle (18 Uhr) in einem dritten Spiel fallen.

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Potsdamerinnen reisen einen Tag früher an

Trotz der hervorragenden Ausgangsbasis will Waibl den Tag nicht vor dem Abend loben. „Man hat nicht zuletzt in diesem dritten Satz im ersten Spiel gesehen, welche Qualitäten der Gegner besitzt und dass sie die ganze Hand nehmen, wenn wir ihnen den kleinen Finger reichen“, wird der 53-Jährige nicht müde vor einer Unterschätzung des Vorrundenvierten zu warnen. Sein Team habe erst 50 Prozent des Weges absolviert, nicht mehr und nicht weniger.

„Wir sind gut beraten, uns darauf zu fokussieren, dass dieses zweite Match wieder bei Null beginnt und wir wieder von der ersten Minute an voll da sein müssen“, betont er. In den Trainingseinheiten habe er an vielen kleinen Nuancen gefeilt, um noch einiges besser zu machen. Denn nicht nur ihm ist klar, dass der Gegner noch einmal alles versuchen wird, um das Blatt doch zu wenden und zumindest ein drittes Spiel zu erzwingen.



Wie Trainer Guillermo Hernandez verspricht, werde seine Mannschaft alles in die Waagschale werfen, um das vorzeitige Saisonende zu verhindern. Man könne in Dresden befreit aufspielen und richtig Gas geben, wie der Spanier meint. Deshalb überlassen auch die Brandenburgerinnen nichts dem Zufall, reisten bereits einen Tag früher an, um am Spieltag noch in der Margon-Arena trainieren zu können.

„Im Interesse der Fairness sehr gut“

„Für uns wird es darauf ankommen, wieder sehr gut aufzuschlagen, aus stabiler Annahme zu scoren und vor allem wieder sehr gut in der Block- und Feldabwehr zu agieren“, nennt der Dresdner Coach die Eckpfeiler, auf die es ankommen wird. Vor allem muss der DSC versuchen, Linkshänderin Brittany Abercrombie auf der Diagonalen in den Griff zu bekommen, aber auch Außenangreiferin Lindsey Ruddins, die in der ersten Partie die meisten Punkte erzielen konnte.

Dabei wird sich Alexander Waibl im Wesentlichen auf den gleichen Kader stützen können wie in Potsdam. Nachdem sich Mittelblockerin Monique Strubbe zu Wochenbeginn einer Operation am Daumen unterzog und für sie die Saison gelaufen ist, rückt auch diesmal VCO-Talent Lena Linke in den Kader der Erstliga-Mannschaft auf. Auch VCO-Diagonalangreiferin Lydia Stemmler verstärkt erneut das Team. Ob Libera Lenka Dürr, die sich mit muskulären Problemen plagte, diesmal auflaufen kann, wird sich erst kurzfristig entscheiden. Allerdings sieht der Trainer auf dieser Position seine Mannschaft gut aufgestellt: „Morgan Hentz hat ihre Sache in Potsdam sehr gut gemacht und sie hat unser volles Vertrauen“, lobt er das US-Girl.

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Wie schon in Potsdam wird auch in der Margon-Arena das Challenge System zum Einsatz kommen. So haben die Trainer zweimal pro Satz die Möglichkeit, per Videobeweis bestimmte Entscheidungen nochmal überprüfen zu lassen. „Das finde ich im Interesse der Fairness sehr gut“, so Waibl.

Im anderen Halbfinale konnte Pokalsieger Schwerin mit einem 3:0-Heimsieg vorlegen und hat am Mittwochabend die Chance, bei Allianz MTV Stuttgart mit dem zweiten Erfolg ebenfalls den Finaleinzug perfekt zu machen.