22. Dezember 2020 / 22:57 Uhr

Zweites Spiel, zweiter Sieg, Hochspannungs-Spiel gegen Berlin: Järvinen lässt Wolfsburg jubeln

Zweites Spiel, zweiter Sieg, Hochspannungs-Spiel gegen Berlin: Järvinen lässt Wolfsburg jubeln

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
(L-R) Leo Pfšderl von den EisbŠren Berlin, Jeffrey Likens  und Dustin Strahlmeier von den Grizzlys Wolfsburg wŠhrend des Spiels zwischen den Grizzlys Wolfsburg gegen die EisbŠren Berlin am 22.12.2020 in Wolfsburg, Deutschland. (Foto von Moritz Eden/City-Press GmbH)
Zähes Ringen zwischen den Grizzlys Wolfsburg und den Eisbären Berlin, aber Wolfsburg gewann 1:0 im Penaltyschießen.. © Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH
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Zweites Spiel, zweiter Sieg, guter Start für die Grizzlys in der DEL. Wolfsburgs Eishockey-Profis bezwangen die Eisbären Berlin nach Penaltyschießen mit 1:0.

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Langer Eishockey-Abend in Wolfsburg. Es ging bis in die Verlängerung, in der Wolfsburg schon den Sieg auf dem Schläger hatte - und ins Penaltyschießen. Und da behielten die Grizzlys die Oberhand. Matti Järvinen mit dem Gamewinner und Fabio Pfohl trafen, bei den Berlinern verschossen Kris Foucault und Marcel Noebels.

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Zum Spiel: Im Tor gab Dustin Strahlmeier sein DEL-Debüt für die Grizzlys. Die Gastgeber zeigten einen ganz anderen Start als noch gegen Krefeld. Diesmal waren sie von Beginn an defensiv aufmerksam, hatten Zweikampfhärte und dementsprechend mehr vom Spiel. Furchner (aufs kurze Eck, aber nicht hoch genug nach Berliner Puckverlust), Max Görtz bei Wolfsburger Unterzahl (mit der Rückhand beim Konter) und Phil Hungerecker (ihm versprang das feine Zuspiel von Garrett Festerling) hatten Chancen, doch stets stand Tobias Ancicka im Berliner Tor bei seinem allerersten DEL-Einsatz richtig. 30 Sekunden vor dem Ende des ersten Drittels dann parierte Strahlmeier stark gegen Ex-Grizzly Foucault. Und im Gegenzug schoss Matti Järvinen nur haarscharf vorbei. Beide Teams verlegten dem Kontrahenten den Weg dicht vors Tor gut, Wolfsburg allerdings provozierte mehr Berliner Fehler.

Die Partie war unterhaltsam, wurde noch unterhaltsamer - einzig die Tore fehlten. Foucault (vorbei) und Kai Wissmann (Pfosten) hätten Berlin in Führung bringen können, Jordan Boucher traf auf der anderen Seite nur die Latte des Berliner Gehäuses. Dann wurde es richtig brenzlig. Binnen fünf Sekunden wanderten Toto Rech und Jeff Likens wegen unnötiger Fouls auf die Strafbank, die Grizzlys verteidigten zu dritt stark, hatten Glück, dass Matt White nur die Latte traf - und blieben in dieser DEL-Saison in Unterzahl weiterhin unbezwungen.

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Fauser im zweiten Drittel nicht mehr dabei

Bei den Grizzlys aber fehlten in dieser Phase schon eine Weile Gerrit Fauser und Kapitän Sebastian Furchner. Außenstürmer Fauser hatte erst zwei Tage zuvor nach Adduktorenverletzung beim 4:1 gegen Krefeld sein Comeback gegeben. Die Grizzlys hatten damit nur noch neun Stürmer, vielleicht war das auch der Grund dafür, dass die Berliner zunehmend Oberwasser bekamen. Wolfsburg hatte auch (aber gut eine Minute kürzer als die Gäste) eine 5:3-Überzahl, bekam dabei nichts hin. Ab und an konnte Wolfsburg schnell kontern, Hungerecker (54.) fand dabei auch in Ancicka seinen Meister. Und dann musste ein einziges Tor entscheiden, denn in regulärer Zeit war es nicht gefallen.

Szenen vom DEL-Spiel zwischen den Grizzlys Wolfsburg und den Eisbären Berlin am 22. Dezember 2020. Zur Galerie
Szenen vom DEL-Spiel zwischen den Grizzlys Wolfsburg und den Eisbären Berlin am 22. Dezember 2020. © Boris Baschin (7), Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH (3)

Im Schlussabschnitt hatte Toto Rech die Führung auf dem Schläger, war in der 43. Minute im Slot frei und scheiterte an Ancicka. Danach zeichnete sich zusehends ab: ein einziges Tor könnte reichen. Berlin mit seinem vollen Kader wurde immer stärker, wurde aber nicht zwingend gegen den gut aufgelegten Strahlmeier. Wolfsburg kam kaum noch ins Spiel, konnte zudem ein weiteres Powerplay nicht nutzen. Ab und an konnte Wolfsburg schnell kontern, Hungerecker (54.) fand dabei auch in Ancicka seinen Meister. Und dann musst ein einziges Tor entscheiden...denn in regulärer Zeit war es nicht gefallen.

Wolfsburg bestreitet sein nächstes Spiel am Sonntag, dann geht es auf Reisen. Um 17 Uhr sind die Iserlohn Roosters der Gastgeber.

Statistik

Grizzlys: Strahlmeier - Likens, Melchiori; Button, Adam; Bruggisser, Wurm - Görtz, Järvinen, Furchner; Machacek, Festerling, Busch; Fauser, Pfohl, Hungerecker; Boucher, Rech.

Berlin: Ancicka - Gawanke, Hördler; Ramage, Müller; Wissmann, Espeland; McKiernan - Pföderl, Noebels, White; Fiore, Zengerle, Foucault; Tuomie, Streu, Reichel; Labrie, Olver, Kinder.

Schiedsrichter: Schukies/Steingroß. - Strafminuten: Grizzlys 6, Eisbären 8.

Tor: 1:0 (65:00) Järvinen.