13. März 2022 / 17:38 Uhr

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Perfekter Start für 1. FC Phönix Lübeck

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Perfekter Start für 1. FC Phönix Lübeck

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Hyseni und Sebastian Pingel bejubeln das 3:0, das fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit fiel. Hyseni hatte Pingel den Treffer sehenswert aufgelegt. 
Hyseni und Sebastian Pingel bejubeln das 3:0, das fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit fiel. Hyseni hatte Pingel den Treffer sehenswert aufgelegt.  © 54°/König
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Der 1. FC Phönix Lübeck hat den perfekten Start in die Regionalliga-Abstiegsrunde erwischt und durch das souveräne 3:0 im Spitzenspiel gegen den SSV Jeddeloh II den zweiten Sieg gefeiert. Die Lübecker bleiben damit Tabellenführer.  

Die Fans feierten Trainer Oliver Zapel nach dem Abpfiff mit Sprechchören. Der Fußballlehrer hat den Verein seit seinem Amtsantritt im Januar mit seiner akribischen Arbeit neu erfunden. Diese Arbeit trägt Früchte. „Wir sind sehr zufrieden und haben jede Hoffnung von Jeddeloh im Keim ersticken lassen. So können wir die Klasse halten“, freute sich Sportdirektor Frank Salomon über einen überzeugenden Auftritt der Hanseaten. Das Spiel stand auf der Kippe. Der Grund: Positive Corona-Fälle beim Gegner, so trat SSV-Trainer und Ex-Bundesliga-Torwart Oliver Reck die Reise in die Hansestadt nicht an.

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Bilder vom Spiel: 1. FC Phönix - SSV Jeddeloh II (13.03.2022)

Der Rasen am Buniamshof sorgte vor der Partie für Frust und Irritation bei den Adlern. Da ist unser dritter Trainingsplatz an der Travemünder Allee sogar besser. Mir wurde zugesagt, dass der Rasen geschleppt wird, damit die Unebenheiten ausgeglichen werden. Ich habe selbst Fußball gespielt. Ein Konzept ist bei solchen widrigen Bedingungen über den Haufen geworfen, ärgerte sich Phönix-Vorsitzender Thomas Laudi.  Zur Galerie
Der Rasen am Buniamshof sorgte vor der Partie für Frust und Irritation bei den Adlern. "Da ist unser dritter Trainingsplatz an der Travemünder Allee sogar besser. Mir wurde zugesagt, dass der Rasen geschleppt wird, damit die Unebenheiten ausgeglichen werden. Ich habe selbst Fußball gespielt. Ein Konzept ist bei solchen widrigen Bedingungen über den Haufen geworfen", ärgerte sich Phönix-Vorsitzender Thomas Laudi.  ©

Zapel musste die Abwehr umbauen. Neuzugang Hendrik Wurr (Verdacht auf Innenmeniskus oder Innenband am Knie) stand den Adlern nicht zur Verfügung. Nach einer Verletzung im Training soll eine MRT-Untersuchung am Montag zeigen, wie schwer es Wurr erwischt hat. Für ihn rückte Kapitän Nico Fischer in die Innenverteidigung. Hinten rechts erhielt Kenny Korup eine neue Chance, im Mittefeld begann Morten Knudsen zunächst für Kusi Kwame. Die Lübecker erwischten den besseren Start auf dem trockenen und unebenen Rasen am Buni. Korup (9.) und Sebastian Pingel (19.) vergaben jeweils per Kopfball.

Von den hochgehandelten Gästen kam unter den Augen vom Ex-VfBer Ahmet Arslan (Holstein Kiel) und Rocco Leeser (Ex-VfB-Sportdirektor) enttäuschend wenig, außer ein eher harmloser Freistoß übers Tor (30.). Phönix stand hinten trotz der Umstellung gut und spielte mit Struktur vor allem über die rechte Seite. Es machte Spaß, zuzugucken. Auch das frühe Ausscheiden vom verletzten Knudsen (Lendenwirbelsäule) tat dem guten Spiel keinen Abbruch. Die 1:0-Führung vor der Pause war verdient. Torjäger Haris Hyseni, der mit dem Rücken zum Tor stand, traf aus der Drehung ins rechte Eck (42.) – sein siebter Saisontreffer war noch abgefälscht.

Zwar fehlt Hyseni nach einer Verletzungspause noch die Spritzigkeit, doch in der gegnerischen Box war er stets brandgefährlich, immer anspielbar und machte die Bälle fest. Nach gutem Zuspiel von Korup scheiterte er an Torwart Felix Bohe, ehe Michael Kobert den Abpraller aus Nahdistanz über die Linie zum 2:0 (49.) drückte. Jeddeloh wurde zwischenzeitlich zwar besser, doch die Phönixer räumten in der Abwehr alles leidenschaftlich ab und hatten zudem Pfostenglück (71.). Auf der anderen Seite sorgte Mittelfeldspieler Björn Lambach mit einem Lattenkracher für Aufsehen (78.). Ein herrlicher Spielzug wurde dann mit dem 3:0 belohnt: Hyseni spielte quer in die Mitte, wo Pingel (85.) nur abstauben brauchte. Der Sieg war auch in dieser Höhe hochverdient!

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„Das kann sich sehen lassen“, strahlte ein glücklicher Vizekapitän Kwame anschließend. „Wir haben die schwierigen Platzbedingungen gut angenommen und nicht viel zugelassen.“ Zapel sprach von einem tollen Heimsieg, „den wir uns in der guten Trainingswoche erarbeitet haben. Ich muss den Hut vor der Mentalität meiner Spieler ziehen, wie gut sie die Platzverhältnisse angenommen haben“, resümierte er und genoss die Sprechchöre von den Rängen.

Liveticker zum Nachlesen

Statistik zum Spiel

Phönix Lübeck: Hoxha – Korup, Djengoue, Fischer, Bock (88. Tamburini) – Lambach, Knudsen (27. Kwame), Graudenz (46. Kisekka) – Pingel (87. Stoll Giovanella), Hyseni, Kobert (76. Budimbu)

SSV Jeddeloh II: Bohe – Engel (89. Wegener), von Aschwege, Hahn, Chiarodia (66. Falldorf) – Ziga, Schaffer – Minns, David, Samide (46. Fredehorst) – MC Mensah Quarshie

Schiedsrichter: Benjamin Schmidt (Laatzen). Zs: 286. Tore: 1:0 Hyseni (42.), 2:0 Kobert (49.), 3:0 Pingel (85.). Gelbe Karten: Djengoue (1), Pingel (3) – Engel (5)

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