12. Oktober 2021 / 14:11 Uhr

Zwischen Umbruch und Champions League: Feli Rauch will in Wolfsburg vorangehen

Zwischen Umbruch und Champions League: Feli Rauch will in Wolfsburg vorangehen

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wieder da: Wolfsburgs Linksverteidigerin Felicitas Rauch feierte vergangene Woche beim Spiel in London ihr Comeback.
Wieder da: Wolfsburgs Linksverteidigerin Felicitas Rauch feierte vergangene Woche beim Spiel in London ihr Comeback. © Roland Hermstein
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Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg haben Verletzungssorgen - da passt es gut, dass sich mit Felicitas Rauch eine erfahrene Spielerin zurückgemeldet hat. Die 25-Jährige will vorangehen, Pausen braucht sie nach neunwöchiger Ausfallzeit nicht.

Felicitas Rauch ist wieder da: Anfang August hatte sich die Außenverteidigerin des VfL Wolfsburg eine Sprunggelenkverletzung zugezogen und den Saison-Start verpasst. Beim 3:3 gegen den FC Chelsea vergangenen Mittwoch feierte die gebürtige Peinerin nach neun Wochen Verletzungspause ihr Comeback für den Frauenfußball-Bundesligisten. Auch beim 3:0 gegen Köln stand die 25-Jährige am Sonntag direkt wieder auf dem Platz - und unterstrich, wie wichtig sie für den Vizemeister ist. Mit ihrer Vorlage zum 1:0 brach sie in einem schwierigen Spiel den Bann. "Es ist einfach nur schön, wieder dabei zu sein. Es waren lange neun Wochen für mich. Umso schöner, dass meine Rückkehr so eine Punktlandung war", freut sich Rauch.

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Dass sich die zwei intensiven Spiele nach so einer langen Ausfallzeit bemerkbar machen, sei völlig normal. Aber: "Ich mache das, was mir am meisten Spaß macht: Fußball spielen. Deswegen kann ich das verkraften." Schon am Mittwoch (18.45 Uhr) steht der Heimspiel-Auftakt in der Champions-League-Gruppenphase an, dann ist Servette Genf zu Gast im AOK-Stadion. Rauch: "Wenn es nach mir geht, kann ich komplett durchziehen! Ich weiß aber natürlich nicht, was der Trainer so plant..."

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Beim Pflichtsieg gegen Köln, so Rauch "hatten wir ein, zwei Situationen, wo wir es nicht souverän gelöst haben." Der Treffer zum 1:0 habe dem Team dann endlich mehr Rückenwind gegeben, am Ende setzte sich der VfL mit drei Toren noch deutlich durch. Rauch: "Es geht mehr, es geht aber auch schlechter. Das haben wir ja zuletzt in Freiburg gesehen..." Das 2:2 im Breisgau war ein wichtiger Schritt im Lernprozess der Mannschaft, findet auch Rauch. "Das haben wir uns auch anders vorgestellt. Wir gehen nicht in das Spiel und sagen uns: Uns reicht ein Unentschieden", so die 25-Jährige. Das Spiel habe gezeigt, "dass das, was sich der VfL über Jahre erarbeitet hat, kein Selbstläufer war. Da wurde tagtäglich die Gewinner-DNA und Siegermentalität verinnerlicht." Und genau das müsse der Vizemeister weiter leben. Die Nationalspielerin weiß aber auch, dass das "ein Prozess ist, dass die Spielerinnen, die schon länger hier sind, da vorangehen müssen während die Neuen das aufsaugen."

Zu den Führungsspielerinnen zählt sich Rauch längst dazu. Seit 2019 trägt sie das Trikot der Niedersächsinnen und hat noch einen Vertrag bis 2023. "Ich möchte auf jeden Fall vorangehen. Und so jung bin ich ja jetzt auch nicht mehr...", fügt sie schmunzelnd hinzu, denn: "Mir macht das auch Spaß. Ich möchte das leben, was uns hier ermöglicht wird." Die Voraussetzungen für den maximalen Erfolg sind gegeben, die Ambitionen weiter hochgelegt. Dass es im Rennen um die Meisterschaft erneut schwer wird, liegt dabei aber auf der Hand. Während der VfL schon Punkte liegen gelassen hat, marschieren die Bayern weiter unbesiegt durch die Liga. "Den Druck gibt es hier immer", so Rauch, aber: "Damit können wir auch umgehen. Wenn wir am Ende oben stehen möchten, müssen wir auch die Bayern schlagen können. Klar ist, dass wir die Bayern natürlich nicht so einfach ziehen lassen wollen..."