10. Dezember 2020 / 12:26 Uhr

Zwischenbilanz der Sachsenliga: Taucha und SSV top, Blau-Weiß und Kickers in Not

Zwischenbilanz der Sachsenliga: Taucha und SSV top, Blau-Weiß und Kickers in Not

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
SSV Makranstaedt-SG Taucha 19.09.2020 (25 von 28)
Die Spieler der SG Taucha (gelb) konnten in der Sachsenliga für Furore sorgen. © Sylvio Hoffmann
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Es ist schwierig, eine Zwischenbilanz für die Sachsenliga zu erstellen. Denn in der höchsten Spielklasse des Freistaates konnten bis dato nur sieben Spieltage absolviert werden. An der Tabellenspitze rangiert der starke Aufsteiger SC Freital vor Budissa Bautzen und Lößnitz. Die Vertretungen aus dem Leipziger Raum schnitten ganz unterschiedlich ab. 

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Leipzig. Ein Rückblick auf die Hinrunde in der Sachsenliga in der üblichen Art ist wegen der Pandemie bedingten Saisonunterbrechung nicht möglich. Eine kleine Zwischenbilanz lohnt sich indes durchaus, zumal bis in den Januar hinein nicht an eine Fortsetzung der ersten Halbserie zu denken ist. Wahrscheinlich müssen die Fußballer und der federführende Sächsische Fußball-Verband (SFV) sogar froh sein, wenn sie die Halbserie bis zum eigentlichen Saisonende komplett kriegen.

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Zweiter Frühling für Roman Noguera

An den bisherigen acht Spieltagen hinterließ aus Leipziger Sicht die SG Taucha den besten Eindruck. Die Männer um Trainer Marcus Jeckel haben ebenso wie Spitzenreiter und Aufsteiger SC Freital gar erst sieben Partien absolvieren können, sind aber immerhin Tabellenfünfter. Beträchtlichen Anteil daran hat Paul Lehmann, der mit sechs Treffern auf Rang drei der Torschützenliste liegt. Auch sonst hatte Jeckel viel Freude an seinem Team und sagt: „In puncto Tempo und Fitness sind wir gut vorangekommen, die Zugänge haben unserem Kader neuen Schwung gebracht, allen voran Max Rogge und Nico Brehm vom 1. FC Lok. Es herrschte nach der anstrengenden Saisonvorbereitung mehr interne Konkurrenz. Schade ist nur, dass diese gute Entwicklung dann durch Corona unterbrochen worden ist.“

DURCHKLICKEN: Aufsteiger SSV Markranstädt gegen SG Taucha

Der SSV Markranstädt gewinnt gegen die SG Taucha deutlich mit 4:1. Zur Galerie
Der SSV Markranstädt gewinnt gegen die SG Taucha deutlich mit 4:1. © Sylvio Hoffmann

Auch für Wiederaufsteiger SSV Markranstädt liefen die bisherigen sieben Partien passabel. Mit zehn Punkten liegt die Truppe um Coach und SSV-Urgestein Olaf Brosius auf Platz sieben. Eine Art zweiten Frühling erlebte dabei Roman Noguera. Der Heimkehrer feierte vor kurzem 33. Geburtstag, steht offenbar bestens „im Saft“ und steuerte schon fünf Tore bei. Brosius freut das natürlich, lobt aber das gesamte Team: „Ich bin mit der Mannschaft sehr zufrieden. Die Spieler aus dem eigenen Nachwuchs haben sich gut integriert, obwohl es ihnen freilich noch an Erfahrung fehlt.“ Insgesamt schätzt Brosius ein: „Die Sachsenliga hat an Dynamik gewonnen, es geht viel intensiver zu als in der Landesklasse Nord.“

Die Kickers müssen Aufholjagd starten

Problematischer als für den SSV verliefen hingegen die sechs Partien für Blau-Weiß Leipzig, in denen die Jungs von Trainer Olaf Kaplick sechs Punkte einfuhren. Drei davon erst zuletzt durch ein wichtiges 2:1 bei Kickers. Das reichte gerademal zu Rang 16. „Ein paar Punkte mehr waren durchaus möglich“, befindet der Coach. „Aber individuelle Fehler ausgerechnet von Leistungsträgern haben zu Verlusten geführt, die wir uns selbst zuzuschreiben haben.“


In Markkleeberg warf Ronny Meißner, der im Sommer das Amt vom langjährigen Coach Heiko Brestrich übernommen hatte, etwas entnervt das Handtuch. „Co“ Christian Sund übernahm. Die Ausbeute der Kickers ist mit lediglich einem Sieg und fünf Niederlagen enttäuschend. Sobald es wieder möglich ist, müssen sie vom vorletzten Rang aus eine Aufholjagd starten.

Die besten Torschützen:

8 Tom Hagemann (Budissa Bautzen)

7 Philippp Weidauer (SC Freital)

6 Paul Lehmann (SG Taucha 99)

5 Roman Noguera (SSV Markranstädt)

5 Yves Morgenstern (Wilsdruff)

5 Kamil Kurianowicz (Neusalza)

5 Miguel Rodrigues (Kamenz)

5 Michael Schwenke (Glauchau)