10. Februar 2022 / 10:00 Uhr

Zwischenbilanz zum einjährigen Bestehen: Das hat die Eis-Allianz Wolfsburg bewegt

Zwischenbilanz zum einjährigen Bestehen: Das hat die Eis-Allianz Wolfsburg bewegt

Benno Seelhöfer
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Volle Fahrt voraus: Nicht nur die Young Grizzlys wünschen sich eine zweite Eisfläche für Wolfsburg, wollen nun dafür eine Eis-Allianz formen. Denn es geht nicht nur um die Eishockeysportler.
Volle Fahrt voraus: Nicht nur die Young Grizzlys wünschen sich eine zweite Eisfläche für Wolfsburg. Daher bündelt die Eis-Allianz Wolfsburg das Interesse vieler Eis-Sportlerinnen und -Sportler. © Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH/Privat
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Die Eis-Allianz Wolfsburg setzt sich nun schon seit einem Jahr für eine zweite Eis-Halle in der Stadt ein. Dabei wurden vor allem viele Unterstützer und Fürsprecher in Politik und Wirtschaft gefunden. Aber es gibt noch viel zu tun.

Die Eis-Allianz Wolfsburg feiert ihr einjähriges Bestehen: Genau seit dem 10. Februar 2021 setzt sich die von den Young Grizzlys ins Leben gerufene Initiative für eine zweite Eis-Fläche in Wolfsburg ein. Dabei geht es den Verantwortlichen darum, in der Politik und der Wirtschaft ordentlich die Werbetrommel für ein solches Projekt zu rühren und die Beteiligten an einen Tisch zu bringen. Denn um die knappen Zeiten in der Wolfsburger Eis-Arena tobt seit Jahren ein Verdrängungswettbewerb. Auch nach einem Jahr gibt's für die Initiatoren des Projekts noch viel zu tun.

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"Wir entwickeln nicht die technischen Konzepte oder berechnen die Wirtschaftlichkeit einer zweiten Eis-Halle. Wir stellen den Bedarf dafür dar", beschreibt Karsten Krull, Sprecher der Eis-Allianz, seine Aufgabe und die seiner Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Binnen des ersten Jahres haben sich bereits 600 Aktive aus dem Bereich Eishockey und Eiskunstlauf dem Projekt angeschlossen, insgesamt elf Vereine unterstützen das Vorhaben.

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Auch in der Politik stößt das Projekt auf offene Ohren. Krull: "Vor rund zwei Wochen haben wir noch mit Dennis Weilmann gesprochen, der das Projekt super findet. Auch sein Vorgänger Klaus Mohrs war Feuer und Flamme. Es ist immer gut, wenn der Oberbürgermeister einem Gehör schenkt." Auch in den Parteien habe es vor der Wahl im September fraktionsübergreifenden Zuspruch gegeben. Nach der Neuordnung der Ausschüsse und Parteien gehe es nun darum, den Gesprächsfaden wieder aufzunehmen, so der Sprecher der Allianz.

Krull wünscht sich, dass es vielleicht noch in diesem Jahr eine Zusage der Politik gibt, ob sie sich an den laufenden Kosten einer zweiten Eis-Halle beteiligen würde. "Wir erwarten nicht, dass die Stadt, VW oder die Grizzlys uns eine Eis-Halle schenken. Wir suchen nach Möglichkeiten der Finanzierung." Ähnliche Bauvorhaben in Deutschland hätten gezeigt, dass sich für den Bau am besten ein Investor findet und die laufenden Kosten im Anschluss unter mehreren Akteuren aufgeteilt werden. Für eine Realisierung müssen also viele Akteure zusammengebracht werden. Das braucht noch Zeit, ebenso wie der anschließende Genehmigungsprozess, der so Krull, "wahrscheinlich länger dauert als der Bau selbst".

Aber die Eis-Allianz bleibt dran, fühlt sich durch den großen Zuspruch bestärkt. Und sollte es klappen, wäre es der Wunsch, dass die neue Halle im Allerpark errichtet werden würde. Aber: "Der ist schon eng bebaut. Unser Ziel ist eine Eis-Halle in Wolfsburg." Und Krull betont: "Wir wollen dabei nicht in Konkurrenz zu anderen kommunal finanzierten Projekten treten."