03. Januar 2021 / 12:26 Uhr

Zwischenbilanz zur Stadtliga: SV Lindenau freut sich über Stabilität

Zwischenbilanz zur Stadtliga: SV Lindenau freut sich über Stabilität

Frank Müller
Leipziger Volkszeitung
SG Olympia-TUS Leutsch 20.09.2020 (21 von 30)
Auch der TuS Leutzsch spielt bisher eine solide Saison. © Sylvio Hoffmann
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Der Stadtliga-Spitzenreiter SV Lindenau spielt auch dank eines vergrößerten Kaders eine gute Saison, doch sind MoGoNo und TuS Leutzsch dicht dran. Im Tabellenkeller liegen die Vereine ebenfalls eng beieinander, nur Schlusslicht Lok Engelsdorf ist etwas abgeschlagen. 

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Leipzig. „Ich denke, wir könnten oben dranbleiben“, blickt Bill Lehmann mehr voraus als zurück. Der Optimismus des Trainers von Fußball-Stadtligist TuS Leutzsch basiert auf den bislang ausgetragenen neun Partien seiner Mannschaft. Diese steht seit der Pandemie bedingten Saisonunterbrechung auf Tabellenplatz drei. „Wir sind eigentlich zufrieden, bis auf den misslungenen Saisonstart mit dem 0:0 gegen Rotation II“, sagt Lehmann. „Gegen die Mannschaften aus oberen Liga-Gefilden haben wir meist gut ausgesehen.“

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So wie beim 2:0 gegen Chemie II oder dem 5:2 gegen Motor Gohlis-Nord. Die Gohliser stehen dennoch als Tabellenzweiter vor dem TuS. Michael Pfennig, der Co-Trainer von MoGoNo, ist trotzdem kritisch: „Nach gutem Auftakt haben wir bei den Leutzschern und in Stötteritz Federn gelassen, weil wir dort nicht resolut genug waren.“ Dann habe man aber wieder „durchgezogen“. Mit Blick nach vorn sagt Pfennig: „Wenn nicht alle Leistungsträger da sind, wird es schwer. Ansonsten können wir oben mitspielen.“

JETZT Durchklicken: Die Bilder vom 2:0-Erfolg des TuS Leutzsch!

Derby im Leutzscher Holz: Der Tus 1990 setzte sich dabei mit 2:0 bei der zweiten Mannschaft der BSG Chemie Leipzig durch. Zur Galerie
Derby im Leutzscher Holz: Der Tus 1990 setzte sich dabei mit 2:0 bei der zweiten Mannschaft der BSG Chemie Leipzig durch. ©

Bei Spitzenreiter SV Lindenau 1848 freut sich das Trainergespann Ronny Ludwig/Andreas Barth über eine „gewisse Stabilität“ des Teams. „Wir haben etliche neue Spieler integriert und damit einen größeren Kader“, beschreibt Barth. „Und wir haben konzentriert von Spiel zu Spiel gedacht.“

Aussichtslose Lage für Engelsdorf

Gleich hinterm Führungstrio liegt auch Olympia 1896 aussichtsreich im Rennen, doch Vereins-Präsident Jens Torge verneinte schon im Sommer Aufstiegsambitionen: „Die Stadtliga ist genau richtig für uns.“

Die auf den Rängen fünf bis neun liegenden Eintracht Schkeuditz, SSV Stötteritz, Chemie II und SV Panitzsch/Borsdorf waren bislang zu schwankend in ihren Leistungen, um ganz vorn mitmischen zu können - was ihnen aber mancher durchaus zutraut.

Im Abstiegskampf stecken gleich sechs zweite Mannschaften der Staffel. Mittendrin der von Chemie-Idol Hansi Leitzke trainierte Aufsteiger FSV Großpösna. Aussichtslos scheint indes die Lage nur für Schlusslicht Lok Engelsdorf, das nach großem personellen Aderlass erst einen einzigen Punkt ergattern konnte. Im Gegensatz zur gerade mit einem Kunstrasen aufgepeppten Sportanlage an der Hans-Weigel-Straße scheint der Engelsdorfer Kader momentan in dieser Liga nicht konkurrenzfähig. Neben der mageren Punktausbeute sprechen auch 30 Gegentore in acht Spielen eine bitter-deutliche Sprache.

Die besten Torschützen:

Marc Jerome Amborn (E. Schkeuditz) 11

Marvin Hahn (Motor Gohlis-Nord)   10

Peter Pöschel (SV Lindenau)         7

Kevin Dau (TuS Leutzsch)              6

Lucas Hännsgen (TuS Leutzsch)       6

Dirk Winkler (TuS Leutzsch)                6

Ahmad Albaghdadi (Chemie II)            5


Ken Schreiber (SV Lindenau)             5

Nils Schröder (SSV Stötteritz)              5

Jonas Albrecht (Blau-Weiß II)              5