24. Dezember 2019 / 14:00 Uhr

Nie wieder Fahrstuhl? STK Eilvese mischt oben mit und will schnellstens die 40 Punkte knacken

Nie wieder Fahrstuhl? STK Eilvese mischt oben mit und will schnellstens die 40 Punkte knacken

Mark Bode
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Der STK Eilvese ist auf dem besten Weg, sein Image als Fahrstuhlmannschaft abzulegen.
Der STK Eilvese ist auf dem besten Weg, sein Image als Fahrstuhlmannschaft abzulegen. © Christian Hanke
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Der STK Eilvese ist auf dem besten Weg, das Image der Fahrstuhlmannschaft abzulegen. Die Mannschaft von Thassilo Jürgens hat schon jetzt mehr als doppelt so viele Punkte geholt wie vor zwei Jahren nach der kompletten Saison und steht auf Rang vier. Die Flaute ab Ende September ordnet der Coach als Lernprozess ein.

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Im schwarz-weißen Dress des STK Eilvese haben Kenny Böttger und Sebastian Stannehl viele Gegenspieler abgeräumt. Bei der Weihnachtsfeier machten die beiden Defensivspezialisten beim Bowling eine gute Figur und räumten die meisten Pins ab. Doch nicht nur bei den beiden war die Stimmung auf der Jahresabschlussfeier spitze. Schließlich ist der Landesligaaufsteiger auf dem besten Weg, sein Image einer Fahrstuhlmannschaft abzulegen.

Zuletzt ging es nach einem Jahr bereits wieder in den Bezirk. In dieser Saison hat das Team von Thassilo Jürgens mit 28 Punkten aus 17 Spielen bereits mehr als das doppelte, was die Eilveser zwei Spielzeiten zuvor in 30 Begegnungen sammelten – damals waren es magere 13 Zähler.

Eilvese will schnell die 40 Punkte

Doch Jürgens will sich auf Platz vier nicht ausruhen, wenngleich er sagt, dass es die Pause über ein schöner Anblick sei, wenn er auf die Tabelle schaut. „Es ist weiterhin unser Ziel, möglichst schnell die 40 Punkte zu erreichen, damit wir sicher drin bleiben“, betont der Coach. „Gewinnt man zweimal nicht, ziehen andere schnell an einem vorbei. Es geht alles sehr eng zu.“

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STK auf hohem spielerischen Niveau

Obwohl die Eilveser die eigentlich fest eingeplante Stadtmeisterschaft nach einem 1:2 gegen Germania Helstorf aus der Kreisklasse nicht holten, lief es schon einen Tag später zum Ligaauftakt glänzend: 2:0 gegen den überraschten Aufstiegsfavoriten SV Ramlingen/Ehlershausen.

Zwar setze es am dritten Spieltag gegen die Bavenstedter ein 0:3, doch Jürgens war spätestens zu diesem Zeitpunkt klar, dass seine Mannschaft nicht mehr mit denen der Vorjahre vergleichbar war. Spielerisch bewegt sich das Team auf hohem Niveau, was natürlich auch den namhaften Akteuren Mohamad Saade, Daniel Degner und Pascal Gos zu verdanken ist.

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Doch auch andere haben sich immer weiter in den Fokus gespielt – beispielsweise Rechtsverteidiger Pascal Pagga. ‚Er rennt unermüdlich am Flügel auf und ab, ist defensiv wie offensiv stark. Diverse Tore bereitete er vor. „Er gibt immer Vollgas. So viele gute Rechtsverteidiger wie ihn habe ich in der Liga noch nicht gesehen“, sagt Jürgens.

Darüber hinaus ist Hussein Saade wieder der Knipser. Elf Treffer gehen bereits auf sein Konto – bei lediglich 13 Einsätzen. „Die körperliche Präsenz und seine Schusskraft sind nicht unbedingt die Dinge, die man bei ihm herausheben kann“, sagt der Coach lachend. „Er ist aber ein Schlitzohr und macht Wege, die ein anderer nicht macht.“ Mit seiner engen Ballführung ist der Torjäger nur schwer zu stoppen.

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Jürgens sieht keine Notwendigkeit für neues Personal

Doch nach dem starken Auftakt lief es ab Ende September lange nicht mehr rund. Lediglich drei Punkte kamen in sieben Begegnungen dazu – ein Rückfall in den alten Eilveser Trott, zu schnell zu selbstzufrieden zu sein. „Es ist ein Lernprozess. Die Jungs müssen verinnerlichen, auch bei einer guten Serie nicht zu denken, dass alles von alleine läuft. Denn die positive Serie kann auch schnell eine negative werden“, so Jürgens. Mit dem abschließenden Sieg über die TSV Burgdorf war die Welt beim STK schließlich aber wieder in Ordnung.

Die Notwendigkeit, in neues Personal zu investieren, sieht Jürgens nicht. „Wir halten die Augen aber natürlich offen“, betont er. Lediglich Marcel Biler hat die Eilveser Richtung FC Sulingen in der Bezirksliga 1 verlassen.

Am 7. Januar 2020 startet die Vorbereitung – allerdings zunächst mit einem lockeren Programm. Jeden Dienstag kommt die Truppe zu Stabilisations- und Kräftigungsübungen und zur Verbesserung der Ausdauer zusammen. „Am 2. Februar geht es dann richtig los“, sagt Jürgens. Zwischenzeitlich nehmen die Eilveser in der Halle am Turnier des TSV Krähenwinkel/Kaltenweide teil. Weitere Einsätze kamen nicht zustande, weil sich nicht genügend Spieler fanden, die in der Halle kicken wollten.