13. Januar 2020 / 18:04 Uhr

Zwischenstand: Die fairsten und unfairsten Teams - Groß Oesingen oben, FC Wolfsburg II unten

Zwischenstand: Die fairsten und unfairsten Teams - Groß Oesingen oben, FC Wolfsburg II unten

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wolfsburg,  SPORT, Fußball-Kreisliga, WSV Wendschott - 1. FC Wolfsburg II , 31102019
Fair geht vor: Wendschott (gelbe Trikots) lebt das von allen Wolfsburger Amateur-Teams am besten vor. © Gero Gerewitz
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Für die heimischen Fußballer ist Winterpause - Zeit für den Zwischenstand im VGH-Fairness-Cup! Eine Gifhorner Mannschaft ist dabei weit vorn im Ranking gelandet, ein Wolfsburger Kreisligist derweil fast am Ende des Tableaus.

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Mit Gesamtrang 22 kann sich die Bilanz des SV Groß Oesingen sehen lassen: Der Neunte der Kreisliga Gifhorn kassierte lediglich 15 gelbe Karten und nicht einen einzigen Platzverweis in 14 Spielen, ist damit bestes Gifhorner Team. "Da glänzen wir, in der Liga-Tabelle eher nicht so"", sagt SV-Coach Torben König mit einem Schmunzeln. "Ich lege aber viel Wert auf Fairness, gerade im Umgang mit dem Schiedsrichter. Das machen die Jungs aber auch von sich aus gut", lobt der Trainer. "Im vergangenen Jahr gab's bei uns mit fünf roten Karten die andere Seite der Medaille." Klar, dass die Oesinger nun so weitermachen wollen. "Das Schöne ist: Wir spielen fair und die Ergebnisse stimmen - meistens jedenfalls", so König, der sich mit dem SV in der Winterpause auf eine Verlängerung der Zusammenarbeit geeinigt hat und somit auch in der kommenden Saison an der Seitenlinie stehen wird.

Derweil ist der WSV Wendschott das fairste Amateur-Team aus Wolfsburg: Der Kreisligist (18 Verwarnungen in zwölf Spielen, keine Platzverweise), landete im Zwischenranking auf Platz 66, besser waren nur die Regionalliga-Kicker des VfL Wolfsburg II (Rang 52). "Gerade in der heutigen Zeit ist das eine schöne Sache", freut sich WSV-Trainer Kenny Hülsebusch. "Wir sind schließlich auch Vorbilder für die Zuschauer, gerade, wenn man an Jugendteams denkt, die manchmal zusehen." Besonders sagt Hülsebusch dabei zu, dass der Kurs des WSV stabil ist: "Wendschott war schon in den letzten Jahren immer gut dabei - es ist schön zu sehen, dass das auch nach dem Trainerwechsel und mit vielen neuen Spielern so weitergeht", so der Coach, der im Sommer gekommen war. Ähnlich wie in Oesingens Fall bescheinigt Hülsebusch: "Die Jungs haben von Haus aus eine gute Einstellung zum Thema. Gerade der Umgang mit den Schiris ist wichtig."

Das sind die fairsten und unfairsten Teams des Kreises Wolfsburg

Platz 52: VfL Wolfsburg II (Regionalliga Nord) Zur Galerie
Platz 52: VfL Wolfsburg II (Regionalliga Nord) ©
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Weniger gut lief's beim Wesendorfer SC: Der Gifhorner Kreisligist (42 gelbe Karten, dreimal Rot in 14 Spielen) landete mit Platz 925 von 954 am hinteren Ende der Wertung. "Das kann man nicht schönreden. Wir haben uns durch Platzverweise im Laufe der Saison öfter selbst geschwächt", räumt WSC-Coach Matthias Hopp ein. "Eine ganz schwache Leistung für uns. Ich hoffe, das können wir in der Rückrunde abstellen - gerade weil wir in den letzten Jahren eigentlich eher durch Fairness aufgefallen sind. Das sollte wieder unser Ziel sein." Neu an Bord für die Rückrunde ist derweil Timo Neumann, der vom VfL Wahrenholz II (1. Kreisklasse 1) kommt.

Im Kreis Wolfsburg fand sich der 1. FC Wolfsburg II (Kreisliga) am weitesten hinten: 34 gelbe Karten, viermal Gelb-Rot, zwei rote Karten sowie ein Nichtantritt bedeutet Gesamtrang 944. "Das hört sich überhaupt nicht gut an", sagt FC-Vorstandsmitglied Mohammed Rezzoug. Das Team hatte im Sommer einen Umbruch, "viele Spieler hatten vorher noch nie in einem Verein Fußball gespielt, sich mit den Regeln deshalb etwas schwergetan." So soll's jedoch nicht weitergehen. Rezzoug verspricht: "Wir wollen das Positive wieder zum Leuchten bringen."

Hinrunde 2019: Das sind die fairsten und unfairsten Teams des Kreises Gifhorn

Platz 22: SV Groß Oesingen (Kreisliga) Zur Galerie
Platz 22: SV Groß Oesingen (Kreisliga) ©
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