09. Dezember 2019 / 13:20 Uhr

Zwölf Minuten Nachspielzeit beim FSV Krostitz - Muldentalderby in Wurzen ohne Tore

Zwölf Minuten Nachspielzeit beim FSV Krostitz - Muldentalderby in Wurzen ohne Tore

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
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Kevin Mörtlbauer (Sermuth) versucht, dem Wurzener Max Langer (r.) den Ball abzulaufen. © Bettina Finke
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Fußball-Landesklasse: Der FC Bad Lausick hat beim FSV Krostitz nach fünf Partien seine sieglose Serie beendet. Frisch Auf Wurzen und SV Eintacht Sermuth trennten sich torlos.

Krostitz/Wurzen. Am letzten Spieltag vor der Winterpause ging in den Sonnabendspielen keine Mannschaft des Altkreises Muldental leer aus. Der FC Bad Lausick beendete seine Negativserie mit einem nicht unbedingt zu erwartenden 3:2-Sieg beim FSV Krositz. Maik Seidel, der nach einer längeren Pause wieder ins Trainergeschäft in Sermuth einstieg, sagte vor Spielbeginn, „nur nicht verlieren“. Das Ziel wurde erreicht, demzufolge reisten die Gäste nicht ganz unzufrieden ab. Dagegen nutzt Frisch Auf Wurzen angesichts eines schon größeren Abstandes zur Nichtabstiegszone der eine Punkt wenig.

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Krostitz – Bad Lausick 2:3

Spielen des FC Bad Lausick gegen den FSV Krostitz, haftet meist etwas Besonderes an. So feierte der FSV 2018 den Meistertitel in der Kurstadt, so gab es 2016 bei der Anreise des FC einen unverschuldeten Unfall, und diesmal endete die Partie nach 102 (!) Spielminuten für einen FC-Kicker mit der Fahrt ins Krankenhaus.

Lausicks Trainerduo hatte die Mannschaft auf die Spielweise des Gastgebers bestens eingestellt. Der FSV agierte tatsächlich über die gesamte Spielzeit mit langen, hohen Pässen auf die Spitzen. Der Verteidigung des FC gelang es, vor dem eigenen Tor die Übersicht zu bewahren, so dass der FSV selten Chancen bekam.

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Überraschung in der Landesklasse Nord: Der FC Bad Lausick feiert einen 3:2-Auswärtserfolg beim FSV Krostitz. Zur Galerie
Überraschung in der Landesklasse Nord: Der FC Bad Lausick feiert einen 3:2-Auswärtserfolg beim FSV Krostitz. ©

Nach vorn ging beim Gast lange Zeit kaum etwas. Erst nach rund 30 Minuten schickte Eric Ziffert Andreas Streubel auf die Reise, doch dessen Eingabe von der linken Torauslinie sah keinen mitgelaufenen Mitspieler. Drei Minuten später wieder Ziffert auf Streubel. Dessen Knaller kann Evers nur seitlich ablenken. Streubel zieht den Ball an die rechte Strafraumgrenze zurück, von wo Ziffert den Ball volley zum 0:1 in die Maschen donnert.

Der FC bekommt die Partie jetzt in den Griff, dennoch trifft Gutmann für Krostitz noch vor dem Pausenpfiff zum 1:1.

Kampf um den Sieg

Nach der Pause zeigen sich die Gäste unbeeindruckt. Ziffert bedient Danny Kamke, der Ewers keine Chance lässt. Das 1:2 stachelt den Gastgeber an, es brennt mehrfach vor dem Lausicker Tor. Der Ausgleich zum 2:2 deutete sich zwar an, hätte aber leicht verhindert werden können. Ein Freistoß, der keiner war, wurde hoch auf den rechten Pfosten gehoben, Schötzke kam zu spät und nicht an den Ball, Bettfür nickte dankend ein.


Beide wollen den Sieg, es geht weiter munter hin und her, und die Gäste gehen in der 75. Minute zum dritten Mal in Führung, nachdem Ewers eine weite Flanke an die Torraumgrenze unterschätzt und den Ball Stefan Fliegner genau vor die Füße legt.

In der 88.Minute wird Kevin Wild in einem Duell verletzt. Mit Platzwunde und einem Riss im Ohr geht es für Lausicks Nummer 3 später mit dem Notarztwagen ins Krankenhaus. Es war kein Foul. Beide gingen zu Boden, und der Krostitzer Spieler blieb mit dem Alustollen an Wild hängen.

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Diskussionen gab es allerdings um die Länge der Nachspielzeit von mehr als zehn Minuten. Der Gastgeber fand allerdings bis zum Ende keine Mittel, um die Kurstädter in ernste Verlegenheit zu bringen. Der Jubel über das Ende der sieglosen Serie von fünf Spielen und das Erreichen der 20-Punkte-Marke zum Ende der Hinrunde war verständlicherweise groß.

Wurzen – Sermuth 0:0

Gleich zu Beginn hätten die Gäste fast eine Unaufmerksamkeit in der Wurzener Abwehr bestraft, aber der Ball wurde im letzten Moment geklärt. Nach drei Minuten schickte Langer dann F. Pautze, der noch den Sermuther Hüter Heintz umkurvte. Sein Schuss wurde im letzten Moment von der Linie geschlagen. Ansonsten erlebten die Zuschauer ein von beiden Teams nervös geführtes Spiel mit wenig Höhepunkten. Kurz vor dem Pausenpfiff trugen die Wurzener einen gelungenen Angriff über rechts vor. Langer flankte in die Mitte zu F. Kurmann. Dessen Kopfball ging knapp neben das Tor.

In Halbzeit zwei ist der Gastgeber die bessere Mannschaft. Sermuth wird nur noch einmal bei einem Schuss aus 20 Metern gefährlich, den Schiefer sicher pariert. Zuvor versagen die Schiedsrichter den Wurzenern ein Tor. Ernst trifft von links. Dass er dabei im Abseits gestanden haben soll, erkennen nur die Unparteiischen. Die Entscheidung fällt auch nicht nach einer Flanke von Ernst. F. Kurmann wird abgedrängt, den Nachschuss von Langer hält Heintz klasse. Als ein Schuss von Müller am Tor vorbeizischt, ist die letzte Gelegenheit für drei Wurzener Punkte vorbei.

hpw/ats