20. Oktober 2019 / 01:11 Uhr

Zwölf Sekunden fehlen TV Jahn Duderstadt zum ersten Heimsieg

Zwölf Sekunden fehlen TV Jahn Duderstadt zum ersten Heimsieg

Kathrin Lienig
Göttinger Tageblatt
Jannik Burgdorf (M.) war mit neun Treffer der erfolgreichste Werfer im Trikot der Duderstädter.
Jannik Burgdorf (M.) war mit neun Treffer der erfolgreichste Werfer im Trikot der Duderstädter. © Swen Pförtner
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Oberliga-Aufsteiger TV Jahn Duderstadt hat vor heimischer Kulisse den ersten Punkt geholt. Es hätten für die Handballer aber auch zwei sein können. Sie gaben in der Schlussphase gegen HF Helmstedt-Büddenstedt noch eine Drei-Tore-Führung aus der Hand.

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Zwölf Sekunden haben den Oberliga-Handballern des TV Jahn Duderstadt zum ersten Heimsieg in der Saison gefehlt. Nach 60 spannenden Minuten mussten sich die Eichsfelder allerdings mit einem 29:29 (12:23) gegen die HF Helmstedt-Büddenstedt zufrieden geben.

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Am Ende war es ein verlorener Punkt, denn die Duderstädter hatten vor 450 Zuschauern in der heimischen Halle „Auf der Klappe“ zwei Minuten vor Schluss noch mit 29:26 geführt und nach einem temporeichen Zwischenspurt schon wie der sichere Sieger ausgesehen. Eine kurze Deckung gegen Kristijan Smilijcic und Justin Brand zeigte dann allerdings Wirkung. Der junge Smilijcic erhielt, nachdem er das Knie in unmittelbarer Nähe zu seinem Gegenspieler angezogen haben soll, eine Zwei-Minuten-Strafe und die Gäste nutzten die Überzahl, um noch zum Ausgleich zu kommen – den sie dann nach dem Schlusspfiff wie einen Sieg feierten.

TV Jahn Duderstadt gegen Helmstedt-Büddenstedt

Handball Oberliga Niedersachsen, Saison 2019 / 2020, TV Jahn Duderstadt - HF Helmstedt-Büddenstedt, 19.10.2019, Duderstadt. NUR FÜR BILDERGALERIE. Foto: Swen Pförtner Zur Galerie
Handball Oberliga Niedersachsen, Saison 2019 / 2020, TV Jahn Duderstadt - HF Helmstedt-Büddenstedt, 19.10.2019, Duderstadt. NUR FÜR BILDERGALERIE. Foto: Swen Pförtner ©

Für die Zuschauer, die wieder einmal laustark ihre Mannschaft antrieben, war es ein Wechselbad der Gefühle: Der TV Jahn begann souverän, führte 5:2 (10.), musste beim 7:7, erzielt per Siebenmeter, dann erstmals den Ausgleich hinnehmen und ging mit einem 12:13-Rückstand in die Pause. Zu diesem Zeitpunkt war klar, dass es eindeutig im Angriff der Eichsfelder haperte. Der 19-jährige Smilijcic, der erst seit kurzem mit der Mannschaft trainiert, hatte noch keine Bindung zum Spiel. Von ihm ging auf der linken Rückraumseite keinerlei Gefahr aus.

Abschluss oft nicht präzise genug

Deshalb waren seine Nebenleute umso mehr gefordert. Justin Brand lenkte das Spiel, konnte aber nicht alles allein machen. Oftmals waren die Würfe aus der Distanz nicht platziert genug, sodass der Gästekeeper keine Probleme hatte, diese zu parieren. Verlass war auf Mathis Ruck auf der rechten Seite, der seine Chancen allesamt nutzte.

Nach der Pause gelang es der Mannschaft von Christian Caillat dann immer mehr, die individuellen Fehler zu minimieren. Tore fielen reichlich, allerdings sah es zwischenzeitlich danach aus, dass sich Helmstedt-Büddenstedt durch die Treffer von Linksaußen Tim Bolecke und den Rückraumspielern Tim Wiebe und Johannes Frenkel etwas absetzen könne. Dann begann die Gala-Vorstellung von Jannik Burgdorf, der im rechten Rückraum kaum zu stoppen war. Er fand Lücken, tankte sich durch und erzielte im zweiten Abschnitt sieben seiner neun Tore. Das führte dazu, dass die Eichsfelder plötzlich mit 29:26 führten – und es waren nur noch zwei Minuten zu spielen. Die kampfstarken und in dieser Phase auch etwas clevereren Gäste hatten sich aber noch nicht aufgegeben und glichen schließlich noch aus.

Abwehr "nicht körperlich genug"

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Der sechsfache Torschütze Mathis Ruck kritisierte anschließend, dass die Jahn-Abwehr „nicht körperlich genug“ zu Werke gegangen sei und zu viel im Angriff des Gegners habe durchgehen lassen. Seine blitzsauberen sechs Treffer nahm er zur Kenntnis, übte jedoch Selbstkritik: „In der Abwehr habe ich zu viele Fehler gemacht.“ – Tore TV Jahn: Ruck (6), Skopic (2), Burgdorf (9), Brand (7/2), Cejka (5). – Beste Werfer Helmstedt-Büddenstedt: Bolecke (8), Wiebe (7).