Bundesliga

Kovac schickt Kruse zum Torwarttraining: "Mit denen arbeiten, die wir am Wochenende brauchen"

Max Kruse durfte am Dienstag am Ende nur mit den Torhütern trainieren. Trainer Niko Kovac (kleines Bild) erklärt, warum.

Max Kruse durfte am Dienstag am Ende nur mit den Torhütern trainieren. Trainer Niko Kovac (kleines Bild) erklärt, warum.

In der Bundesliga wird Max Kruse für den VfL Wolfsburg nach den Aussagen von Niko Kovac vom Wochenende nicht mehr auflaufen, im täglichen Training ist er seit Dienstag trotz aller Meinungsverschiedenheiten weiterhin Teil des Teams – meistens jedenfalls. Vier Tage nachdem Kovac vor laufenden Kameras Kruses VfL-Aus verkündet hatte, nahm der 34-Jährige wieder am Wolfsburger Mannschaftstraining teil.

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Allerdings absolvierte er nur die Aufwärm- und am Schluss auch die Stabilisations-Übungen zusammen mit dem Rest des Teams. Als es um mannschaftstaktische Inhalte und Spielformen ging, durfte er nicht mehr dabei sein und half als einziger Feldspieler beim Torwarttraining mit. Dazu drehte er noch einige Laufrunden mit dem Athletiktrainer Georg Schulz.

"Das war nichts Außergewöhnliches. Heute hatten wir 21 Feldspieler, dann hat es einen erwischt. Das war der Max, das ist leider so", erklärte Trainer Kovac gegenüber dem Kicker und führte aus: "Hätten wir heute eine andere Übungsform gehabt, wäre er dabei gewesen." So aber müsse er "in erster Linie mit denen arbeiten, die wir am Wochenende brauchen."

Schmadtke kündigt Kruse-Gespräch mit Sportdirektor Schäfer an

Bedeutet: Kruse ist innerhalb weniger Monate vom Hoffnungsträger zum Lückenfüller verkommen. Eine vorzeitige Trennung vor Vertragsende im Juni 2023 scheint unausweichlich. Ob dies eine Vertragsauflösung mit Abfindungszahlung sein wird oder beide Seiten bis zum Winter-Transferfenster warten werden die angekündigten Gespräche zeigen. "Marcel Schäfer (VfL-Sportdirektor d. Red.) wird sich mit Max Kruse zusammensetzen, um gemeinsam eine Lösung zu finden", hatte Geschäftsführer Jörg Schmadtke der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung gesagt, die wie der SPORTBUZZER zum RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) gehört.

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Ein bisschen Aushängeschild soll der bekannteste Spieler des Klubs für den VfL aber doch noch sein, so lange er da ist. Am frühen Nachmittag unterstützte er ein besonderes soziales Engagement des VfL. Einmal im Jahr arbeiten die Spielerinnen und Spieler bei ausgewählten Projekten in der Region mit. Einige teilten im Wolfsburger Krankenhaus das Essen mit aus, andere verschönerten das Außengelände einer Kita. Kruse gehörte gemeinsam mit Nationalstürmerin Alexandra Popp und dem kroatischen Neueinkauf Bartol Franjic zu der Gruppe, die in einer Tierheilpraxis in dem kleinen Örtchen Bokelberge im Landkreis Gifhorn einen Zaun und Nistkästen für Vögel bauten.

Sportbuzzer

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