Bundesliga

Transfer zu Real Madrid: Wie der BVB mit den Bellingham-Millionen plant - und welcher Klub noch profitiert

Jude Bellingham wechselt vom BVB zu Real Madrid.

Jude Bellingham wechselt vom BVB zu Real Madrid.

Es klimpert mal wieder in der Kasse von Borussia Dortmund: Der sportlich schmerzhafte Abgang von Jude Bellingham zu Real Madrid spült laut Ad-Hoc-Mitteilung des BVB satte 103 Millionen Euro auf das Klubkonto. Dazu kommen in den nächsten sechs Spielzeiten mögliche Bonuszahlungen bis zu einer maximalen Gesamthöhe von rund 30 Prozent des Fixbetrages. Im Idealfall könnte der Erlös auf knapp 135 Millionen Euro ansteigen. Schon jetzt ist Bellingham nach Ousmane Dembélé, der seit seinem Wechsel 2017 zum FC Barcelona durch Boni mittlerweile insgesamt 140 Millionen einbrachte, der zweitteuerste Abgang der Klub-Geschichte. Doch was bleibt dem BVB von den Bellingham-Millionen und wie plant der Verein mit den Einnahmen?

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Neben Steuerzahlungen gehen fünf Prozent der Ablöse an Birmingham City, von wo Bellingham vor rund drei Jahren zur Borussia gekommen war. Der BVB erwartet durch den nun anstehenden Verkauf des Mittelfeldspielers "einen positiven Mindesteffekt auf die Ergebniskennzahlen für das Geschäftsjahr 2023/2024 in der Größenordnung von rund 77 Millionen Euro", wie es in der Transfer-Ankündigung hieß. Eine stolze Summe, die zum überwiegenden Teil zurück in die Mannschaft fließen soll. "Ich denke, dass wir etwa 60 bis 65 Prozent der Transfersummen, die wir in dieser Periode erzielen, wieder reinvestieren werden", hatte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke unlängst in der Bild angekündigt.

BVB: Suche nach Bellingham-Nachfolger läuft

Wichtigste Aufgabe für Sportdirektor Sebastian Kehl: Die Suche nach einem Bellingham-Nachfolger inklusive erfolgreichem Transfer-Abschluss. Edson Alvarez von Ajax Amsterdam könnte helfen, den Abgang des 19-Jährigen zumindest teilweise zu kompensieren. Laut Medienberichten soll der BVB Interesse an einer Verpflichtung des 25-jährigen Mexikaners haben, der als defensiver Mittelfeldspieler allerdings nicht über die Offensivqualitäten des Engländers verfügt. Als Transfersumme sind 35 bis 40 Millionen Euro im Gespräch. Wahrscheinlich erscheint, dass die Dortmunder es nicht bei einer Verpflichtung für die Mittelfeldzentrale belassen - zumal Mo Dahoud den Verein ablösefrei verlässt.

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Bellinghams Fußstapfen werden in jedem Fall riesig sein. Trotz seines jungen Alters war der Teenager bereits Anführer, Integrationsfigur und Schlüsselspieler. In 132 Pflichtspielen für den BVB gelangen ihm 24 Toren. Noch bedeutenden aber: Der englische Nationalspieler war Herz und Seele des BVB-Spiels. Die hohe Wertschätzung über Dortmunds Grenzen hinaus brachte ihm zuletzt die Wahl zum "Spieler der Saison 2022/23" ein. "Das kann ich gar nicht glauben. Das ist wahrscheinlich eine der Auszeichnungen, auf die ich am meisten stolz bin, seit ich in diesem Verein spiele", kommentierte Bellingham, der in seinem dritten Bundesliga-Jahr bei acht Treffern und vier Assists auf zwölf direkte Torbeteiligungen kam.

Neben Alvarez wurden zuletzt weitere Profis mit dem BVB in Verbindung gebracht. Die Kandidaten:

Enzo Le Fée: Der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler vom FC Lorient könnte an der Seite von Alvarez helfen, die Bellingham-Lücke beim BVB zu schließen. Anders als der Mexikaner hat Le Fée seine Stärken mehr in der Offensive. Jüngsten Medienberichten zufolge will er jedoch in der französischen Liga bleiben und soll sich bereits mit dem Viertplatzierten aus Rennes einig sein. Sein Marktwert wird auf 25 Millionen Euro geschätzt. 

Ivan Fresneda: Der 18 Jahre alte Rechtsverteidiger von Real Valladolid wird seit Monaten als möglicher BVB-Neuzugang gehandelt. Ein Verkauf des begehrten Talentes soll Geld in die Kassen des spanischen Klubs spülen, der nach nur einer Saison wieder aus der Primera División abstieg. Fresneda soll sich bereits von seinen Mitspielern verabschiedet haben. Neben dem BVB hat angeblich auch der englische Vizemeister FC Arsenal Interesse an einer Verpflichtung. Das könnte den Preis für den spanischen U19-Nationalspieler hochtreiben. Im Gespräch sind 20 Millionen Euro. 

Ilkay Gündogan: Für die größten Schlagzeilen sorgten Spekulationen über eine mögliche Rückkehr des deutschen Nationalspielers zum BVB, für den er zwischen 2011 und 2016 über hundert Spiele bestritt. Weil der englische Meister und Champions-League-Finalist Manchester City den auslaufenden Vertrag mit dem 32-Jährigen nur um ein Jahr verlängern will, erwägt der an einem Zweijahresvertrag interessierte Mittelfeldstratege einen Vereinswechsel. Dortmund dürfte jedoch für Gündogan kein Ziel sein. Als Favoriten gelten der FC Arsenal und der FC Barcelona.

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